Rajasthan – Das Wüstenreich der Maharajas

Tauchen Sie ein in das Herz des alten Indien und erleben Sie die Welt der Maharajas, die sich in seiner orientalischen Pracht, dem Luxus, sowie den geheimnisvollen Traditionen widerspiegelt. Genießen Sie die Atmosphäre in den Palästen und Festungen der damaligen Herrscher und spüren Sie die glorreiche Vergangenheit. Es ist das Zeitalter der Geschichte Rajasthans, das noch von den stolzen Bewohnern dieser Region weitergelebt wird, und das dem Land einen ganz besonderen Reiz verleiht.

Erleben Sie die zauberhaften Maharasjastädte Jaipur, Jodhpur oder Udaipur mit seinen prachtvoll emporragenden Palästen. Lassen Sie sich gefangen nehmen von einem wahren Meisterwerk aus weißem Marmor, dem Taj Mahal. Durchstreifen Sie den Ranthambore-Nationalpark und begeben Sie sich auf die Spuren des beeindruckenden bengalischen Tigers. In den fast unberührten Rajastani-Dörfern erleben Sie die einzigartige Lebensweise der farbenfrohen Bewohner und das märchenhafte Jaisalmer erhebt sich stolz und unwirklich, wie eine Oase über der Wüste Thar und heißt Sie herzlich willkommen.

Das folgende Reisebespiel ist eines von vielen Möglichkeiten und kann ganz individuell auf Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zusammengestellt werden.

Reisebeispiel nach/von Delhi ab € 1.720,00 pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück

Preise für Gruppen sowie Einzelzimmer auf Anfrage

Dauer: 22 Tage / 21 Nächte

Reiseroute: Delhi Agra Fatehpur Sikri Karauli Ranthambore Samode Jaipur Amber Pushkar Ajmer Udaipur Kumbhalgarh Ranakpur Luni Jodhpur Osian Phalodi Jaisalmer Bikaner Nawalgarh Alwar Delhi



Tag 1

Aufbruch nach Delhi

Tag 2

Ankunft in Delhi am nächsten Tag

Sie kommen am frühen Morgen in der pulsierenden Hauptstadt Delhi an. Sie werden von einem örtlichen Mitarbeiter empfangen und zum Hotel begleitet. Nach dem Check-In können Sie sich von der langen Anreise erholen und akklimatisieren. Anschließend machen Sie sich gestärkt auf eine Besichtigungstour durch Neu Delhi.

Delhi - Das Herz von Indien

Die Hauptstadt, mit seiner tausendjährigen Geschichte, ist die Stadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten Indiens. Es ist eine sich rasant entwickelnde Metropole, in der sich Vergangenheit und Moderne auf wunderbare Weise vereinen. Das heutige Delhi besteht aus zwei Teilen, dem Alten Delhi mit seinen typisch orientalischen Stadtvierteln, dem pulsierenden Kulturleben, engen Gassen und zahlreichen Basaren, faszinierender Warenhäuser, Museen, Tempeln und Moscheen. Das Neue Delhi, wurde von britischen Architekten 1931 symmetrisch als Gartenstadt angelegt. Hier, zwischen den Gräbern und Mausoleen, Erinnerungsstätten edler Herrscher und Könige, zieren breite Prachtstraßen, unberührte Gärten, weit verstreute Sommerhäuser im Kolonialstil und schattige Alleen das Neue Delhi.

Besichtigung von Neu-Dehli

Baha'i-Tempel

Auf dem Kalkaji-Hügel befindet sich der eindrucksvolle Baha'i-Tempel, der mit seinen neun in den Himmel emporragenden, aus Marmor gefertigten Blütenblättern, geformt als Lotusblüte, ein ganz besonderer Blickfang ist. Er gehört der weltweit verbreiteten Baha'i Religionsgemeinschaft an, die erst Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Dieser moderne Tempel ist der jüngste von bisher sieben weltweit existierenden Baha'i Tempeln und dient als Muttertempel für den indischen Subkontinent. Dieser aufwendige Sakralbau ist ein herausragendes Beispiel für moderne Architektur in Indien und ist für Anhänger aller Glaubensrichtungen zugänglich. Menschen aus verschiedenen Nationen können, gemäß ihrer eigenen Religion im friedlichen Miteinander beten und meditieren.

Qutub Minar

Weiter geht es zum Qutub Minar, dem ältesten Zeugnis islamischer Präsenz in Delhi. Die 72 m hohe Siegessäule ist das weltweit höchste Backstein Minarett und das Wahrzeichen der Stadt Delhi. An dieser Stelle hatte Qutub-ud-Din Aibak, ein ehemaliger Sklave des islamischen Eroberers Mohammed von Ghur, im Jahre 1192 nach dem Sieg der Moslems über die Hindus mit dem Bau begonnen. Nach dem Tod seines Herrschers krönte sich Qutub-ud-Din Aibak zum Sultan und legte damit den Grundstein für das Sultanat von Delhi.

Birla-Mandir

Der pompöse Marmortempel Birla-Mandir "Lakshmi-Narayan", wurde 1938 von der Kaufmannsfamilie Birla errichtet. Das Heiligtum ist Lakshmi, der Göttin des Wohlstands und dem Gott Narayana - dem Erhalter, geweiht und ist mit einer Vielzahl an bunten Götterfiguren verziert. Dieser wunderschöne Hindu-Tempel mit seiner einzigartigen Architektur ist allen Kasten zugänglich.

Gurdwara Bangla Sahaib-Mandir

Der Gurdwara Bangla Sahib mit seinen goldenen Zwiebelkuppeln ist das größte Sikh-Heiligtum in Delhi. Er wurde an der Stelle errichtet, an der der achte Sikh-Guru Harkrishan Dev für ein paar Monate lebte und im zarten Alter von nur acht Jahren starb. Er widmete sich den Armen und Kranken und wurde für seine heilenden Kräfte verehrt. Während der Pocken-Epidemie in Delhi verbrachte er zahlreiche Wunder, er heilte die Menschen mit geheiligtem Wasser, bevor er selbst der Krankheit zum Opfer fiel. Erleben Sie die beeindruckend spirituelle Atmosphäre, die deutlich im Inneren der Anlage zu spüren ist.

Grabmal Humayun

Sie besuchen das prächtige Mausoleum des Mogulkaisers Humayun. Dieses außergewöhnliche Bauwerk erbaut aus rotem Sandstein, mit Intarsien aus weißem und schwarzem Marmor, mit einer weißen Marmorkuppel gekrönt, liegt in der Mitte einer weiten Gartenanlage. Auf einer hohen Plattform stehend, wirkt das Monument noch prächtiger und gewaltiger. Nach Humayuns tot ließ seine Frau Hamida Banu Begum das Grabmal 1565 in neun Jahren Bauzeit errichten. Um die Bauarbeiten überwachen zu können, schlug sie sogar Ihr Lager dort auf. Es gehört zu den schönsten und historischsten Bauwerken der Stadt und zählt zu den Vorläufern des Taj Mahal.

Regierungsviertel und das India Gate

Erleben Sie das 1521 bis 1931 errichtete und einstige britische Regierungsviertel Neu-Delhis. Die von Gartenanlagen und Zierteichen umgebene Prachtstraße Rajpath, führt Sie zum Rashtrapati Bhavan, dem Palast des ehemaligen Vizekönigs von Indien. Er bietet Ihnen einen Einblick in die Zeit der britischen Herrschaft und ist eines der größten und prächtigsten herrschaftlichen Bauwerke. Nicht unweit entfernt befindet sich das Parlamentsgebäude Sansad Bhavan. Der Weg führt Sie weiter zu einem der bekanntesten Wahrzeichen von Neu-Delhi, dem India Gate. Dieser, dem Arc de Triomphe in Paris ähnlich sehenden Triumphbogen wurde zum Gedenken an die gefallenen indischen Soldaten, in den verschiedenen Kriegen errichtet.

Tag 3

Besichtigung von Alt-Delhi

Jama Masjid

Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück unternehmen Sie eine weitere Stadtbesichtigung und lernen Alt-Delhi kennen. Es erwartet Sie die imposante Freitagsmoschee Jama Masjid - Die Moschee, die auf die Welt blickt. Es ist die größte Moschee Indiens und eine der größten der Welt. Der Mogulkaiser Shah Jahan ließ sie zwischen 1650 und 1656 aus rotem Sandstein und weißem Marmor errichten. Hier können Sie das Leben, Beten und Geschehen rund um die Moschee beobachten.

Raj Ghat

Weiter geht es zu Raj Ghat, der letzten Ruhestätte von Mahatma Gandhi. An den Ufern des Yamuna, inmitten einer Gartenanlage befindet sich ein Gedenkstein aus schwarzem Marmor. Hier wurde Mahatma Gandhi nach seiner Ermordung 1948 eingeäschert. Auf dem Gedenkstein stehen seine angeblichen letzten Worte: Hai Ram (Oh Gott).

Am Nachmittag machen Sie sich auf den Weg in das ca. 210 km entfernte Agra.

Tag 4

Agra

Agra am Ufer des Yamuna Flusses gelegen wurde 1504 von Sikander Lodi gegründet. Seine Bauwerke spiegeln die Pracht den und Reichtum eines Staates wider, der sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert über einen großen Teil Indiens ausdehnte. Seine Blütezeit erlebte Agra mit dem Großmogul Kaiser Akbar. Er erbaute in acht Jahren mit 4.000 Arbeitern die prächtige Burgfestung: das Agra Fort. Bis heute hat die Stadt nichts von seiner mittelalterlichen Ausstrahlung verloren.

Taj Mahal – Denkmal ewiger Liebe

Heute erwartet Sie das wohl berühmteste Wahrzeichen Indiens und die schönste Liebeserklärung aller Zeiten: das Taj Mahal. Inmitten einer wunderschönen Gartenanlage erhebt sich das atemberaubende Monument der Liebe. Jeder der zum ersten Mal die Gartenanlage betritt und unvermittelt vor dem Taj Mahal steht, wird den Augenblick nicht vergessen, in dem das wohlbekannte Bild zur Wirklichkeit wird. Shah Jahan ließ dieses Meisterwerk für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Ein Liebesbeweis, wie es die Welt zuvor noch nie gesehen hat. Ein Traum aus weißem Marmor, der je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen in verschiedenen Farben erstrahlt. Lassen Sie sich gefangen nehmen vom diesem einzigartigen Denkmal ewiger Liebe, welches durch seine Formen und Gestaltung, den Eindruck perfekter Harmonie vermittelt.

Agra Fort

Im Anschluss besuchen Sie das Agra Fort. Die gewaltige Festung am Ufer des Flusses Yamuna, ist umgeben von einer 2,5 km langen und 20 m hohen Doppelmauer. Die majestätischen Tore, prachtvollen Türme und Bastionen spiegeln die einstige Macht vergangener Herrscher eindrucksvoll wider. Mit seinen reich verzierten Privatgemächern, den märchenhaft ausgestatteten Audienzhallen und Moscheen, zählt die Burganlage zu den schönsten Festungen in Indien. Die eleganten Marmorpavillons mit ihren goldenen Dächern im bengalischen Stil bieten einen wundervollen Blick auf das Taj Mahal.

Tag 5

Tanz-Bärenprojekt - Auffangstation für Lippenbären

Bevor Sie Agra verlassen besuchen Sie noch die Auffangstation für Lippenbären. Hier werden die Tiere, die jahrelang ein trauriges Dasein als Tanzbären fristen mussten, wieder aufgepäppelt. Durch nicht artgerechte Fütterung sind die Tiere oft unterernährt und wiegen anstatt ihres Normalgewichtes von 100 kg, gerade mal die Hälfte. Durch artgerechte Fütterung, individuelle Pflege und Betreuung werden aus halb verhungerten Kreaturen wieder stattliche Bären.

Lippenbären sind eigentlich Einzelgänger, doch in der Auffangstation werden Sie in Gruppen gehalten und glücklicher Weise funktioniert das auch. Es haben sich Freundschaften unter ihnen entwickelt und so manche Kumpels haben nichts wie Unfug im Kopf. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie die Tiere völlig außer Rand und Band sind, spielen, toben und sich überschwänglich balgen. Es scheint als hätten sie die Zeit der Qualen und der Schmerzen in diesen Momenten vergessen.

Die Regierung hat ein ehemaliges Militärgelände von ca. 8 Hektar zur Verfügung gestellt. Für alle weiteren Kosten, wie tierärztliche Versorgung, Betreuung, etc. müssen die engagierten Bärenfreunde selbst aufkommen, was in so einem armen Land wie Indien schwer zu schaffen ist. Leider werden immer noch zu viele Bären auf der Straße als Tanzbären missbraucht, aber leider können nicht alle in Agra untergebracht werden. Darum ist das Tanzbären-Projekt auf Unterstützung und finanzielle Hilfe angewiesen um die laufenden Kosten decken zu können, neues Land kaufen und um weitere Auffangstationen aufbauen zu können.

Fatehpur Sikri - Die Stadt des Sieges

Heute führt Sie Ihre Reise nach Karauli auf dem Weg dorthin besuchen Sie die überaus faszinierende Stadt Fatehpur Sikri. Stadt des Sieges, so nannte der Mogulfürst Akbar die alte Hauptstadt Fatehpur Sikri, die sich 1571 wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht in der kargen Landschaft, bei Agra erhob. Seine imposanten Monumente beeindrucken durch die sagenhaft filigrane Steinmetzkunst ihrer einstigen Baumeister. Nach nur 15 Jahren musste Akbar die Stadt aufgrund von Wassermangel aufgeben. Die Wasserversorgung in dieser staubigen Felsenwüste stellte ein großes Problem dar, sodass das Überleben seiner ca. 100.000 Bewohner nicht mehr gewährleistet werden konnte. Im Jahre 1586 verließ der Mogulfürst mit seinem gesamten Hofstaat die prachtvollen Paläste und verlegte seine Residenz aus strategischen Gründen nach Lahore im heutigen Pakistan. Zurück blieb eine außergewöhnliche Stadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Die zahlreichen kaminroten Sandstein-Paläste mit ihren zart gemeißelten Fenstern aus Marmor, die Moschee und Festungsmauern sind noch immer so gut erhalten, dass es scheint, als habe Akbar die Stadt erst gestern verlassen und nicht bereits schon vor mehr als 400 Jahren. Lassen Sie sich bei einem Streifzug durch die alten Gemäuer zu märchenhaften Fantasien inspirieren und bewundern Sie die mehr als 100 Bauwerke in Akbars alter Residenzstadt.

Im Anschluss an die Besichtigung setzen Sie Ihre Reise fort in das ca. 113 km entfernte Karauli und checken dort in einem Hotel ein.

Tag 6

Die Festungsstadt Karauli

Nach dem Frühstück besichtigen das kleine malerische und verträumte Städtchen Karauli. Der religiöse Ort ist eingebettet von roten Sandsteinmauern und Bastionen. Seine Altstadt bietet neben dem imposanten Stadtpalast auch außergewöhnliche Steinmetzarbeiten und geschichtlichen Reichtum. Einer Legende nach wurde Karauli im Jahre 995 von Raja Bijal pal Jadon, einem Nachkommen von Lord Krishna, erbaut. Offiziell wurde der Ort im Jahre 1348 von dem Yaduvanshi-Rajputen, unter dem Namen Kalyanpuri gegründet. Die Nachfahren des antiken Königs Yadavs herrschten gerade mal 100 Jahre in Indien, als muslemische Eroberer die Macht an sich rissen.

Am Nachmittag machen Sie sich auf den Weg in den herrlichen Ranthambore Nationalpark. Nach dem Check-In im Hotel steht Ihnen der restliche Tag für eigene Entdeckungen zur Verfügung.

Tag 7

Ranthambore-Nationalpark

Heute erkunden Sie den fantastischen 1334 km2 großen Ranthambore-Nationalpark. Er liegt inmitten einer Bergkette, mit rauhen Felswänden und leuchtenden Seen. Seinen Namen verdankt der Nationalpark der mächtigen Ranthambore Festung aus dem 10. Jahrhundert. Das Fort, mit seinen zahlreichen Ruinen und Tempeln, thront herrschaftlich auf einem Hügel im Herzen des Parks.

Der Ranthambore-Nationalpark zählt zu dem größten und bekanntesten Wild- und Naturschutzgebiet im nördlichen Indien. Einst gehörte er zu den früheren Jagdgründen der Maharajas von Jaipur und war somit Schauplatz für königliche Jagdveranstaltungen. Der Park bietet einer großen Vielzahl von Tierarten eine Heimat, darunter auch dem bengalischen Tiger, für den Ranthambore berühmt ist. 1955 wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt, seit 1979 setzt sich das Project Tiger für den Schutz, der vom Aussterben bedrohten Tiere, ein . Neben dem Tiger leben auch Leoparden, Rothunde, Wildschweine, Sambarhirsche, Lippenbären, Hyänen, Honigdachse, über 300 Vogelarten, Reptilien etc. im Park.

Früh am Morgen, bei Sonnenaufgang, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft in ein zauberhaftes Licht hüllt, und das Leben im Park erwacht, ist die Beste Zeit für eine Safari. Gehen Sie auf die Pirsch und erkunden Sie dieses atemberaubende Naturparadies. Hier bestehen die besten Chancen, einen der gestreiften Tiere in freier Wildbahn hautnah erleben zu dürfen. Am Nachmittag unternehmen Sie eine weitere Jeep-Safari.

Tag 8

Samode Palace - Ein Juwel

Nach den Erlebnissen in der Natur machen Sie sich auf den Weg nach Jaipur. Nur 42 km von Jaipur entfernt liegt etwas abgelegen, das kleine verschlafene Dorf Samode. Beim Durchschreiten der 400 Jahre alten Stadttore erwarten Sie alte Tempel, altertümliche Wassertanks, traditionelle Kunsthandwerksstätten sowie zahlreiche bunt verzierte Gebäude, die noch heute vom einstigen Reichtum aus längst vergangenen Tagen zeugen. Abseits der Hauptstraße, idyllisch am Rand einer Bergkette gelegen, befindet sich der märchenhafte Palast von Samode. Es ist ein wahres Juwel rajputischer Palastarchitektur, der 1987 zu einem zauberhaften Luxushotel umgebaut wurde und zu den schönsten Hotels in ganz Indien gehört.

Würdevoll heißt der Palast, mit dem eleganten Treppenaufgang, seine Gäste willkommen und im Inneren dieses Prachtbaus wird man mit einer so unbeschreiblichen Schönheit überschüttet, dass man vor Staunen keine Worte findet. Ein wahres Erlebnis für Augen und Sinne sind die herrlich verwinkelten Gänge, Erker und Bögen, die über und über mit filigranen Wandmalereien, Fresken, kleinen Spiegeln und kostenbaren Einlegearbeiten verziert sind sowie die prächtigen antiken Möbel, die einen Eindruck von der überwältigenden Pracht, Fülle und dem eleganten Lebenstil der damaliegen königlichen Familie übermitteln.

Lassen Sie sich von der magischen Atmosphäre, dem lieblichen Reiz und dem Zauber, den die alten Mauern dieses märchenhaften Maharaja-Palastes ausstrahlen gefangen nehmen, es lohnt sich.

Die alte Festung Sheogarh

Die wehrhafte jedoch unbewohnte alte Festung Sheogarh thront auf einer Bergkuppe über dem Palast und diente Samode einst als Schutz. Erobern können Sie die Festung in dem Sie 376 Stufen erklimmen. Nach einem kurzen Fußmarsch über steinige Hügel erreichen Sie den Ke Veer Hanuman Ji Tempel. Oben angekommen werden Sie mit einem traumhaften Panoramablick auf das Dorf Samode und den Palast belohnt.

Im Anschluß der Besichtigung fahren Sie nach Jaipur und checken dort in einem Hotel ein. Hier können Sie den Rest des Tages im Hotel entspannen oder die Stadt auf eigene Faust erkunden.

Tag 9

Der Palast von Amber

Vor den Toren von Jaipur liegt auf einer Anhöhe, das imposante Amber Fort, der ursprüngliche Sitz der Maharajas. Die Festung war von 1037 bis 1728 die Hauptstadt der Kachhwaha-Rajputen, bevor Jaipur gegründet wurde. Das Fort ist eine faszinierende Mischung aus hinduistischer und muslimischer Architektur. Die Außenfassade des Palastes beeindruckt durch seinen roten Sandstein und weißen Marmor. Ein Labyrinth aus Gängen, Treppen und Fluchtwegen durchzieht das mächtige Bauwerk. Lassen Sie sich von dem prächtigen Spiegelsaal des einstigen Königspalastes verzaubern, der mit einer Vielzahl von kleinen Spiegeln dekoriert ist. Bewundern Sie die kunstvoll bemalten Wände deren Miniaturen Szenen aus längst vergangenen Tagen darstellen. Erobern Sie den Weg hinauf zum Fort auf dem Rücken eines festlich geschmückten Elefanten oder mit einem Jeep und genießen Sie dabei die herrliche Aussicht auf die Aravalli-Bergkette.

Jaipur - Pink City

Jaipur, die Hauptstadt und größte Stadt Rajasthans wurde 1727 vom Maharaja Sawai Jai Singh II. gegründet. Im zarten Alter von 11 Jahren bestieg der Junge den Kachhwaha-Thron von Amber und regierte von 1699 bis 1744. Zunächst war seine Hauptstadt Amber, doch mit der Zeit wurde es immer schwieriger, die stetig wachsende Bevölkerung mit ausreichend Nahrung und Wasser zu versorgen und so verlagerte er die Hauptstadt nach Jaipur. 1727 begann der junge Kaiser mit der Planung einer faszinierenden Stadt, mit großartigen Palästen, Tempeln, Straßen und Plätzen, angelegt nach den Vorgaben der Shilpa Shastra, der altindischen Architekturlehre. Die gesamte Stadt wurde von einer 6 km langen Festungsmauer geschützt durch die sieben Stadttore Einlass gewährten. Trotz der gewaltigen Bastionen plünderten die Marathen 1748 Jaipur und zwei Jahre später überfiel der Rajputenführer Jaswant Rao Holkar die Stadt. Erst im Jahre 1818 schloss der Maharaja von Jaipur ein Bündnis mit den Briten, mit dem er sich dem Schutz der englischen Kolonialmacht unterstellte. Als 1853 Prinz Albert von England zu Besuch nach Jaipur kam, ließ Jai Singh II. die Häuserfassaden kurzerhand in der Willkommensfarbe Rosa anstreichen und so wurde aus Jaipur die rosa Stadt - Pink City.

Erobern auch Sie im Herzen diese zeitlose Stadt, in der das Alte und das Moderne in vollständiger Harmonie miteinander leben.

Palast der Winde

Erleben Sie das berühmteste Wahrzeichen von Jaipur, den beeindruckenden Palast der Winde, Hawa Mahal. Das fünfstöckige Gebäude wurde 1799 erbaut und besteht nur aus einer Fassade mit 953 raffiniert belüfteten und kunstvoll gefertigten Erkerfenstern, von wo aus die Hofdamen ungesehen das Treiben auf den Straßen beobachten konnten, ohne selbst dabei gesehen zu werden.

Jantar Mantar

Das Observatorium Jantar Mantar wurde von Maharaja Jai Singh zwischen 1724 und 1734 errichtet. Er war nicht nur ein großer Herrscher, sondern auch ein begeisteter Astronom. Die Anlage ist noch vollständig mit historischen und funktionierenden Instrumenten ausgestattet. Es gilt als das größte und wohl durchdachteste Observatorium seiner Art in Indien. Hier können Sie die größte Sonnenuhr mit einer Höhe von 27 m bestaunen.

City Palace

Gegenüber von Jantar Mantar liegt der City Palace aus dem Jahre 1890. Auch heute noch dient ein Teil des Palastes als Wohnsitz des Maharajas. Hier befindet sich das Sawai Man Singh Museum mit historischen Sammlungen von Teppichen, Gewändern und Waffen. Die Besichtigung des Stadtpalastes mit seinen Innenhöfen und eindrucksvollen Toren und Tempeln ist ein spannendes Erlebnis, bei dem man sich das Leben der damaligen Zeit bildhaft vorstellen kann.

Tag 10

Pushkar – Die Pilgerstätte

Nach einem guten Frühstück machen Sie sich auf den Weg nach Pushkar. Der kleine beschauliche Ort ist den Hindus heilig, denn einer Legende nach hat Brahma die heiligen Pushkar-Seen erschaffen, nachdem er einen Dämon mit einer Lotusblüte besiegt hatte. An der Stelle, wo sich die heutigen Seen befinden, ließ er drei Lotosblüten auf den Boden fallen und sofort sprudelten drei Quellen empor. Der Pushkar-See ist einer davon.
Die malerisch zwischen Hügeln und Dünen gelegenen Pushkar-Seen gehören zweifelsohne zu den faszinierendsten religiösen Stätten Indiens. Eine Pilgerreise nach Pushkar ist für die Hindus eines der erstrebenswerten Ziele im Leben. Sie nehmen an den zahlreichen Gaths ein Bad im heiligen Fluss, um sich so von allen Ihren Sünden reinzuwaschen.

Pushkar-Mela

Die kleine Stadt ist eher ein verschlafener Ort, doch jedes Jahr im November zum Vollmond erwacht Pushkar und verwandelt sich in einen fröhlichen Festplatz. Die Pushkar-Mela ist einer der größten Kamelmärkte der Welt, der mit seinen Händlern, Puppenspielern, Tänzern, Musikern und tausenden von Kamelen zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Aus ganz Rajasthan strömen Pilger, Händler und Dorfbewohner zur magischen Vollmondnacht an den heiligen See von Pushkar. Der Markt gehört mit seinen überwältigenden Ausmaßen und seinem malerischen Anblick zu den Hauptattraktionen in Rajasthan. Tauchen Sie ein in diese traditionelle Kultur und erleben Sie ein wahres Fest der Farben und der Fantasie.

Tag 11

Ajmer

Im Herzen Rajasthans und vom Aravalli-Gebirge umgeben, liegt die kleine Stadt Ajmer. Sie wurde im 7. Jahrhundert von Ajaipal Chauhan gegründet. Viele Jahre wurde Ajmer von den Chauhans beherrscht und erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde der letzte große Chauhan-Herrscher, in der Schlacht gegen Mohammed Ghori getötet. Damit geriet Ajmer unter das Sultanat von Delhi. Kaiser Akbar bestieg im Jahre 1556 den Thron und machte Ajmer zum Stützpunkt für seine Aktionen in Rajasthan.

Heute ist Ajmer eine heilige Pilgerstadt und die letzte Ruhestätte des großen Sufi-Heiligen Khwaja Moin-du-din Chisti. Das Grab des Heiligen vereint Hindus und Muslime und gilt als positives Beispiel für ein friedliches Miteinander der Religionen.

Die Adhai-din-ka-Jhonpara – die Zweieinhalb-Tage-Moschee - mit ihren beeindruckenden sieben Kuppeln, auf denen prunkvolle kalligrafische Inschriften meisterhaft eingemeißelt sind, soll einer Legende nach in nur zweieinhalb Tagen errichtet worden sein. Einst stand an dieser Stelle ein Jaint-Tempel der für den Bau der Moschee teilweise zerstört wurde. An den architektonischen Überresten kann man die wechselvolle Vergangenheit noch gut erkennen.

Nach der Besichtigung von Ajmer fahren Sie nach Udaipur und checken dort in einem Hotel ein.

Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Gehen Sie auf Entdeckungstour und erkunden Sie die mittelalterlichen Basare von Udaipur. Schlendern Sie durch die kleinen verwinkelten Gassen der Altstadt und genießen Sie den Anblick, wenn Sie ganz überraschend vor einem prachtvoll dekorierten Haveli oder einem Tempel stehen.

Tag 12

Udaipur - Venedig des Ostens

Udaipur, inmitten bewaldeter Hügel, malerisch am Pichola-See gelegen, ist mit seinen goldgelben Palästen eine absolute Schönheit und die exotischste Stadt Indiens. Seine stolzen Mewar-Herrscher setzten all ihre Energie und Phantasie dafür ein, um es zu einer der märchenhaftesten und idyllischsten Rajputen-Städte werden zu lassen. Im Jahre 1559 wurde das ehemals als Mewar bekannte Udaipur gegründet. Hierher floh der Maharaja Udai Singh II. vor dem letzten Angriff des Großmoguls Akbar auf Chittorgarh. Die einstige Pracht der Herrscher im alten Rajasthan ist heute noch deutlich zu spüren.

Sahelion-ki Bari

Im Norden der Stadt, an den Ufern des Fateh-Sagar-Sees, erstreckt sich eindrucksvoll der einstige Vergnügungsgarten, der Sahelion-ki Bari. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde auf Wunsch einer Prinzessin angelegt, die sich diesen zur Erfrischung in den heißen Sommermonaten gewünscht hatte. Noch heute strahlt die Anlage mit seinen Marmorskulpturen und Wasserspielen einen lieblichen Reiz aus.

Stadtpalast von Udaipur

Der imposante City Palace wurde 1725 erbaut und liegt am Ufer des Pichola Sees. Er zählt zu den größten und am besten erhaltenen Palastanlagen in Rajasthan. Zahlreiche Innenhöfe auf mehreren Ebenen gehören zur Anlage. Auf der linken Seite am Haupteingang befinden sich acht in Stein gemeißelte Torbögen. Hier fand zu den Geburtstagen der Maharajas ein besonderes Ritual statt. Es wurde der Wert der Maharajas in Gold und Silber aufgewogen, dieser wurde dann an die Armen verteilt.

Bestaunen Sie die prachtvollen Räumlichkeiten mit den Spiegelwänden, bunten Fenstern, Elfenbein-Türen und den Mor Showk – den Pfauenhof im Inneren der Anlage. Beeindruckend und berühmt zugleich sind die in leuchtenden Farben dargestellten Pfauenskulpturen. Sie zählen zu den prächtigsten Darbietungen des Nationalvogels in Indien.

Jagdisch-Tempel

Nicht unweit vom Stadtpalast entfernt befindet sich der Vishnu geweihte Jagdisch-Tempel aus dem 17. Jahrhundert. Das von einer Mauer umschlossene Heiligtum wirkt von außen wie eine Befestigungsanlage und ist nur über eine steile Treppe zu erreichen. Der Tempel wurde von den Mewars im hinduistischen Baustil errichtet. Da es ständig Krieg mit den Moguln gab, wurde bei dem Bau bewusst darauf geachtet, keine Stilelemente der Moguln zu verwenden. Trotz der ständigen Kämpfe wurde das Heiligtum nie zerstört und ist noch in seinem ursprünglichen Zustand zu bewundern.

Nachmittags können Sie bei einer Bootstour auf dem Pichola-See die ganze Pracht und Romantik der Stadt genießen.

Tag 13

Kumbalgarh – Die Festung in den Bergen

Heute steht die Eroberung von Kumbalgarh auf dem Programm. Das mächtige Kumbalgarh Fort liegt eingebettet in den Aravalli-Bergen und thront herrschaftlich auf einem Hügel. Einst war es nach Chittorgarh, die zweitwichtigste Bastion im Mewar-Reich und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Rana Kumbha errichtetet. Aufgrund seiner Lage in den Bergen war die Festung nur schwer erreichbar und noch schwerer zu erobern. Die gewaltige 36 km lange Mauer mit seinen riesigen bauchigen Wehrtürmen, die sich an den Hängen entlang erstrecken, war für Angreifer unüberwindbar. Nur einmal erlag die Festung einer Niederlage und wurde von Moguln erobert, nachdem diese die Wasserversorgung vergiftet hatten.

Innerhalb der Forts befinden sich Paläste, Tempel, Felder, Wasserquellen, Ställe, Gebäude und Bauernhöfe. Absolut unabhängig von der Außenwelt, war die Selbstversorgung der Menschen gewährleistet. Neben der eindrucksvollen Befestigungsanlage und seinen antiken Bauwerken erwartet Sie ein wunderschönes Panorama vom höchsten Punkt der Anlage. Der Kumbalgarh-Palast wurde auf dem Gipfel der Festung, in 1100 m Höhe erbaut und bietet einen atemberaubenden Blick über die idyllische Landschaft der Aravalli-Bergkette.

Ranakpur - Jain Tempel in Vollendung

Sie verlassen Kumbalgarh und machen sich auf den Weg nach Luni. Unterwegs besichtigen Sie Ranakpur. Dieser kleine Ort liegt abgelegen in einem bewaldeten Tal des westlichen Aravalli Gebirges. Hier befindet sich einer der schönsten und zugleich wichtigsten Jain-Tempel in ganz Indien sowie ein weiteres Zeugnis jainistischer Hingabe. Es erwartet Sie ein wahres Wunderwerk an Steinmetzarbeiten, filigran, verwinkelt, geheimnisvoll und einzigartig. Seine verschiedenen 80 Kuppeln und die der 1.444 Säulen, wo keine der anderen gleicht, sind überwältigend. Lassen Sie sich von der erhabenen Stimmung, die von diesem atemberaubenden Bauwerk ausgeht, verzaubern und bewundern Sie das faszinierende Farbenspiel im Licht der Innenräume. Kaum ein Besucher kann sich dieser magischen Aura entziehen.

Nach der spannenden Entdeckung von Kumbalgarh machen Sie sich wieder auf dem Weg zurück nach Udaipur in Ihr Hotel.

Tag 14

Ranakpur - Jain Tempel in Vollendung

Sie verlassen Udaipur und machen sich auf den Weg nach Luni. Unterwegs besichtigen Sie Ranakpur. Dieser kleine Ort liegt abgelegen in einem bewaldeten Tal des westlichen Aravalli Gebirges. Hier befindet sich einer der schönsten und zugleich wichtigsten Jain-Tempel in ganz Indien sowie ein weiteres Zeugnis jainistischer Hingabe. Es erwartet Sie ein wahres Wunderwerk an Steinmetzarbeiten, filigran, verwinkelt, geheimnisvoll und einzigartig. Seine verschiedenen 80 Kuppeln und die der 1.444 Säulen, wo keine der anderen gleicht, sind überwältigend. Lassen Sie sich von der erhabenen Stimmung, die von diesem atemberaubenden Bauwerk ausgeht, verzaubern und bewundern Sie das faszinierende Farbenspiel im Licht der Innenräume. Kaum ein Besucher kann sich dieser magischen Aura entziehen.

Nach der Besichtigung von Ranakpur machen Sie sich auf den Weg nach Luni.

Tag 15

Rajasthani-Dörfer - So leben die Bishnoi

Heute unternehmen Sie eine Jeep-Safari durch die typischen Rajasthani-Dörfer. Voller Engagement und unter Einsatz ihres Lebens, kämpft dieser tapfere, wehrhafte Volksstamm der Bishnoi, seit über 500 Jahren für den Schutz aller Lebewesen in seiner Heimat. Bestimmt wird das Leben der Bishnoi von 29 Geboten, die vor einem halben Jahrtausend entstanden sind. Im Mittelpunkt steht die Ehrfurcht vor der Natur. Kein Baum darf gefällt werden, kein Tier getötet und sei es noch so klein. Sogar die heiligen Feuer werden nur am Tag entfacht, weil nachts Insekten darin sterben könnten. Sie ernähren sich streng vegetarisch, nutzen nur die Milch der Kühe und wenn die Tiere alt sind, werden sie bis zum Tod liebevoll versorgt. Andere Gebote regeln den Glauben und die Hygiene - Bade jeden Morgen.

Das Bishnoi-Volk führt ein einfaches, ausgeglichenes und glückliches Leben, das sich auch in der friedvollen Atmosphäre in ihren Dörfern widerspiegelt. Sie sind Stolz und Zufrieden und beweisen seit Jahrhunderten mit ihrer Lebensweise, wie man mit der Natur im Einklang leben kann ohne sie zu zerstören. Trotz der sehr schwierigen klimatischen Bedingungen konnten sie seit mehreren Jahrhunderten ohne jeglichen Fleischkonsum unbeschadet überleben.

Die Bishnoi leben in Harmonie mit der Schöpfung, für alle Bewohner in den Dörfern der Wüste Thar ist die Welt eine Einheit, in der Tiere und Menschen eine große Familie sind und zusammen gehören. Erleben Sie diese besondere Lebensweise und beobachten Sie die Bauern, Händler, Handwerker und Kunsthandwerker bei der Arbeit.

Tag 16

Jodhpur – Die Blaue Stadt

Nach einem guten Frühstück fahren Sie ca. 42 km in die ummauerte Stadt Jodhpur. Die einstige Hauptstadt der Mewars wurde 1459 von Rao Jodha gegründet. Von der Stadt aus führen viele historische Karawanenrouten in die Wüste Thar, so das Jodhpur seit jeher als Tor zur Wüste bekannt ist. Auch heute noch ist die Atmosphäre dieser längst vergangen Zeit deutlich spürbar, es würde kaum überraschen, wenn eine Kamelkarawane bei der großen Festung eintreffen würde.

Mehrangarh Fort – Das schönste Fort in Indien

Die mächtige Festung Mehrangarh thront herrschaftlich über der blauen Stadt – ein prächtiger Anblick und ein architektonisches Meisterwerk. Das Fort zählt zu den größten und schönsten Festungsanlagen Indiens und spiegelt mit seinen gewaltigen Wällen, wunderschönen Höfen und Palästen, die Macht und Größe der einstigen Rajputen-Fürsten wider. Die filigran verzierten Paläste, im Inneren des Forts wurden aus Sandstein erbaut und mit kunstvollen Details verziert. Lassen Sie sich vom Phuul Mahal, dem Blumenpalast, Moti Hahal, dem Perlenpalast und vom Sheesh Mahal, dem Spiegelpalast verzaubern und spüren Sie die glorreiche Vergangenheit.

Jaswant Thada – Ein Ort der Stille

Beeindruckend und nicht unweit vom Mehrangarh Fort entfernt erhebt sich, auf einem schwarzen Basaltfelsen, das strahlend weiße Mausoleum Jaswant Thada. Sein kunstvoll verarbeiteter Marmor und die aufwendigen Schnitzereien spiegeln die architektonische Meisterleistung der damaligen Bildhauer wider. Das Mausoleum mit seiner herrlichen Gartenanlage ist ein Ort der Stille, hier kann man sich wunderbar von dem Trubel der Stadt erholen und die friedliche Schönheit auf sich wirken lassen. Genießen Sie eine spektakuläre Aussicht auf die leuchtend blaue Stadt, dem Mehrangarh Fort und dem Umaid Bhavan, dem Palast des Königs von Jodhpur.

Osian – Die kleine Tempelstadt

Nach Ihrer Besichtigung in Jodhpur machen Sie sich auf den Weg in den 68 km entfernten Ort Osian. Das kleine unscheinbare Dorf liegt am Rande der Wüste Thar und war im Mittelalter eine lebendige Stadt in der Karawanen aus Persien, Zentralasien, Afghanistan und Arabien eintrafen, um Handel zu betreiben. Osian fasziniert durch seine beeindruckende Tempelarchitektur, die die einstigen janaistischen Herrscher zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert errichtet haben. Mit ihren wunderschönen Skulpturen und ihren verzierten Außenfassaden zählen diese Heiligtümer zu den schönsten Zeugnissen indischer Tempelbaukunst. Besonders beeindruckend ist, dass jeder dieser Tempel ein absolutes Unikat ist und das keiner dem anderen in irgendeiner Weise gleicht.

Phalodi

Nach der Besichtigung von Osian geht es weiter in die malerisch historische Stadt Phalodi. Nach Ihrer Ankunft checken Sie in einem Hotel ein. Anschließend gehen Sie auf Entdeckungstour durch den kleinen Ort. Beeindruckend sind die Havelis aus dem 18. Jahrhundert, mit den schönen geschmückten Fassaden aus rotem Backstein. Besonders sehenswert ist das Lal Niwas, ein kleines Heritage Hotel aus dem Jahre 1750. Es ist mit dicken alten Holztüren und reich verzierten Ornamenten an den Fensterläden geschmückt. Hier spiegelt sich nicht nur die einzigartige Kunstfertigkeit der damaligen Handwerker in der filigranen Verarbeitung wider, sondern auch der Reichtum und der Status des einstigen Bewohners. Seine traditionellen Balkone und Terrassen sowie der große Hof erinnern an die Pracht einer längst vergangenen Ära.

Tag 17

Jaisalmer - Die Goldene Stadt

Heute geht es in die Wüstenstadt Jaisalmer unweit der Grenze zu Pakistan. Schon von weitem können Sie die Goldene Stadt erblicken, die sich wie eine Oase über die karge Wüstenlandschaft erhebt. Es ist ein märchenhaft anmutender kleiner Ort und wohl die schönste Wüstenstadt der Welt. Rawal Jaisal, der König der Bhatti-Rajputen, ließ im Jahre 1156 Jaisalmer direkt an der alten Karawanenstraße errichten. Aufgrund der günstigen Lage zwischen Indien und Vorderasien wurde die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und gelangte so zu großem Reichtum. Noch heute zeugen die aus goldgelbem Sandstein erbauten Herrenhäuser, mit ihren kunstvoll verzierten Fassaden und Innenhöfen, von dieser glanzvollen Zeit.

Jaisalmer verkörpert wie keine andere Stadt die Wüstenkultur einer längst vergangenen Zeit und wirkt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Nach Ihrer Ankunft und dem Check-In können Sie die Stadt auf eigene Faust erkunden.

Tag 18

Besichtigung von Jaisalmer

Heute Vormittag steht die Besichtigung der imposanten mittelalterliche Festung von Jaisalmer auf dem Programm. Mit ihren goldgelben Verteidigungsanlagen und 99 Türmen, erhebt es sich majestätisch auf einem Tafelberg, hoch über dieser unvergleichlichen Wüstenlandschaft. Im Inneren befinden sich mehrere Jain-Tempel aus dem 12.-15.Jh. verziert mit feinem Skulpturenschmuck. In der historischen Altstadt besuchen Sie die Havelis aus goldgelbem Sandstein, für die Jaisalmer so berühmt geworden ist; besonders hübsch sind Patwon-Ki Haveli, Nathmalji Haveli und Salim Singhs Haveli, deren Fassaden, Balkone, Fenster- und Türstürze mit steinernem Rankenwerk über und über bedeckt sind, eine Augenweide, die von der vergangenen Pracht zeugt.

Kamelritt in den Sonnenuntergang & Übernachtung im Wüsten-Camp - Sam Sand Dunes

Am frühen Nachmittag machen Sie sich auf den Weg zu den Sam Dunes, in das Royal Desert Camp. Hier erwarten Sie luxuriös ausgestattete Zelte mit einem fantastischen Blick auf die umliegende Wüstenlandschaft. Anschließend erkunden Sie auf dem Rücken eines Kamels die Wüste und ihre Sanddünen. Reiten Sie in den malerischen Sonnenuntergang und genießen Sie dieses unvergessliche Erlebnis. Der Zauber der Wüste Thar wird Sie nicht mehr loslassen.

Tag 19

Bikaner

Nach einem guten Frühstuck im Wüsten Camp verlassen Sie Jaisalmer und fahren in die mittelalterliche Wüstenstadt Bikaner. Die ehemalige Hauptstadt der Marwars ist nach Jaipur die zweitgrößte Stadt in Rajasthan. Sie liegt im Herzen der Wüste Thar und war einst ein wichtiges Handelszentrum entlang der Karawanenroute von Afrika nach West-Asien. Umgeben von imposanten Palästen, schön und reich verzierten Tempeln, zeigt die Stadt einige der schönsten Schöpfungen der Rajput Zivilisation.

Tag 20

Junagarh-Fort

Nach einem ausgiebigen Frühstück besichtigen Sie die sagenhafte Festung Junagarh-Fort in Bikaner. Erbaut aus gelbem Marmor, mit Spiegel- und Glaseinlagen sowie wunderschönen Wandmalereien, zählt das Fort noch heute zu den am besten erhaltenen Palästen der Rajputen. Es ist eine der wenigen Festungen, die niemals erobert wurden. Raja Rai Singh hatte einst den Grundstein für die Festung gelegt und später wurden von Kaiser Akbar noch weitere 37 Paläste, Pavillons und Tempel dem ursprünglichen Bau hinzugefügt. Bei einem Rundgang durch die Palastsäle vermitteln Ihnen die mit Juwelen verzierten Waffen, die Sänften, in denen sich die Herrscher herumtragen ließen und noch viele weitere Zeugnisse aus den vergangenen Jahrhunderten einen Eindruck von Reichtum, dem Prunk und Luxusleben der einstigen Maharajas.

Nawalgarh

Weiter geht es in die Shekhawati Region, in das kleine Städtchen Nawalgarh. Shekhawati ist ein reiches Gebiet und liegt seit jeher an einer wichtigen Handelsroute zwischen der arabischen See und dem fruchtbaren Gangestal. Besonders sehenswert sind die reich verzierten kleinen Paläste, die sogenannten Havelis. Die Mawaris, die einstigen Bewohner dieser Region häuften mit der ihnen eigenen Kombination aus Geschäftstüchtigkeit und Sparsamkeit recht schnell einen beträchtlichen Wohlstand an, der sich in den aufwendig gestalteten Fresken an den Fassaden widerspiegelt. Die einstigen Kaufleute von Nawalgarh haben Hunderte von Havelis hinterlassen, deren bemalten Wände bis heute eindrucksvoll den indischen Mythos von Götter- und Heldensagen erzählen.

In diesem ländlichen Gebiet mit seiner puren Exotic und den Frauen in ihren bunten Saris scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Genießen Sie diese ursprüngliche Atmosphäre und den einzigartigen Charme, den dieses kleine verschlafene Wüstenstädtchen vermittelt.

Tag 21

Alwar – Ein Geheimtipp

Das ehemalige Fürstentum Alwar liegt ca. 160 km von Delhi entfernt, am Rande der Aravalli-Berge, eingebettet in Gebirgsketten und fruchtbaren Ebenen. Obwohl Alwar gut erreichbar ist, ist die kleine Stadt ins touristische Abseits geraten und wird überwiegend als Tor zum Sariksa-Nationalpark genutzt, dabei lohnt sich ein Besuch in der alten Königsstadt auf jeden Fall.

Gegründet wurde das Fürstentum im Jahre 1771 von Rao Pratap Singh, der sich von der Vorherrschaft Jaipurs abgewendet und Alwar zur Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums ernannt hatte. Doch Alwar’s Geschichte reicht weit zurück bis in das Zeitalter der Sagen und Legenden. Der Ort war Schauplatz für die Streitereien zwischen den Pandawa-Königen und dem Herrschergeschlecht der Kauravas, deren Schicksale im Mahabharata erzählt werden.

City Palace - Vina Vilas

Der City Palace liegt oberhalb der Stadt unmittelbar am Fuße einer Felswand. Die einstigen Herrscher legten viel Wert darauf ihren Wohlstand zur Schau zu stellen, aus diesem Grund ließ auch der König Rao Pratap Singh diesen aufwendigen Stadtpalast im 18. Jahrhundert errichten. Hier wurde der architektonische Stil der Rajputen und Moguln in einer großen Anzahl von Balkonen, Bögen und Innenhöfen vereint. Vom obersten Stockwert aus hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Felsen.

Alwar Museum

In der Palastanlage befindet sich auch das außergewöhnlichste Museum in ganz Rajasthan, welches eine Sammlung der königlichen Familienmitglieder sowie auch eine gewaltige Kollektion aus der Geschichte Alwars beherbergt. Hier präsentieren sich vielfältige Ausstellungsstücke; wertvolle Miniaturmalereien, eine Büste der Queen Viktoria, unzählige Gemälde und Manuskripte, Gewänder, Gefäße, Dolche, Schwerter, Schmuck, Elfenbein und Jade, Inschriften, eine große Anzahl an Skulpturen sowie ein Esstisch aus massiven Silber. Hier können Sie sich bildlich vorstellen in welcher Pracht sich das höfische Leben von Alwar abgespielt hatte.

Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen vom Wüstenreich der Maharajas. Nach einer aufregenden Reise, gefüllt mit wunderschönen Eindrücken, machen Sie sich auf den Weg nach Delhi.

Tag 22

Namaste Indien

Nach einer erlebnisreichen Reise geht es nun zurück in die Heimat. Zu gegebener Zeit erfolgt der Transfer zum Flughafen.


Hinweis:

21 Übernachtungen

Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

Nicht im Reisepreis enthalten:

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