Indiens Osten
Von den Sunderbans bis zu den Tempeln und Dörfern von Orissa

Kommen Sie mit auf eine faszinierende Reise in den unberührten Osten Indiens. Starten Sie von Kolkata, der Hauptstadt Westbengalens in die Wunderwelt der Sunderbans. Erleben Sie die größten Mangrovenwälder der Erde und erkunden Sie das Labyrinth aus Kanälen, Inseln und Dörfern sowie seine zahlreichen tierischen Dschungelbewohner. Der Sunderban Nationalpark und seine einzigartige Wasserwelt gehört seit 1987 zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Mit dem Nachtzug reisen Sie weiter in den Bundesstaat Orissa. Bestaunen Sie die großartigen Tempelbauten von Bhubenswar, den Jaganath Tempel in Puri sowie die wunderschönen Tänzerinnen im Sonnentempel von Konark.

Ein faszinierendes Erlebnis erwartet Sie in den Stammesgebieten von Orissa. Hier im westlichen Hochland, in den abgelegen und schwer zugänglichen Bergregionen der Ost-Ghats und des Dekan-Plateaus leben sie, die Ureinwohner Indiens; die Saora, die Bonda, die Khonda etc. Regelmäßig kommen sie aus den Bergen, entlang auf alten Pfaden, um Ihre frischen Waren auf den farbenfrohen Märkten anzubieten.

Lassen Sie sich auf dem Weg zu den verschiedenen Dörfern und Märkten, von der wechselnden Farbenpracht der Landschaft verzaubern. Erleben Sie die uralten Völker Ostindiens die sich bis heute ihre geheimnisvollen Riten und Gebräuche bewahrt haben und lernen Sie deren ursprüngliche Lebensweise aus nächster Nähe kennen.

Das folgende Reisebespiel ist eines von vielen Möglichkeiten und kann ganz individuell auf Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zusammengestellt werden.

Reisebeispiel nach/von Kolkata ab € 1.840,00 pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück

Preise für Gruppen sowie Einzelzimmer auf Anfrage

Dauer: 19 Tage / 18 Nächte

Reiseroute: Kolkata Sunderban-Nationalpark – Kolkata Bhubaneshwar Puri Gopalpur Rayagada Kothgarh Chatikona Semiliguda Onkudeli Kunduli Semilguda Kolkata



Tag 1

Aufbruch nach Kolkata

Tag 2

Willkommen in Kolkata

Sie kommen am frühen Morgen in der faszinierenden Metropole Kolkata an. Sie werden von einem örtlichen Mitarbeiter empfangen und zum Hotel begleitet. Nach dem Check-In können Sie sich von der langen Anreise erholen und akklimatisieren. Ein paar Stunden Schlaf bewirken wahre Wunder. Anschließend begeben Sie sich auf Besichtigungstour durch die historische und moderne Stadt.

Das 2001 umbenannte Kalkutta ist die Hauptstadt West Bengalens sowie die zweitgrößte Stadt Indiens. Kolkata war einst ein unbedeutendes kleines Hafenstädtchen, das seine Blütezeit im 18. Jahrhundert erlebte, nach dem es 1698 als Handelsposten der East Indian Company gegründet wurde und sich somit schnell zu einer der wichtigsten Handelsstädte Asiens entwickelte. Seinen Niedergang als Hauptstadt von Britsh-Indien erlebte Kolkata 1911, als es von Delhi abgelöst wurde. Kolkata ist eine der faszinierendsten Metropolen der Welt und vielleicht das – einzige funktionierende Chaos der Welt – Ochsenkarren, alte Rolls-Royce und moderne Fahrzeuge, Doppeldeckerbusse und Straßenbahnen prägen neben der Geschäftigkeit der Menschen das Straßenbild. Die Stadt genießt einen unglaublich guten Ruf als Metropole der Intellektuellen und gilt als vornehm und kultiviert. Trotz ihrer Elendsviertel ist es eine pulsierende Stadt, mit einer unglaublich vielfältigen und lebendigen Kulturszene. Zu dem ist es eine wahre Schatztruhe an kolonialer Architektur. Die einzigartige Atmosphäre sowie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bengalis machen Kolkata zu einem besonderen Erlebnis.

Maidan Park

Im Herzen der Metropole erstreckt sich der 4 km lange und 2,5 km breite Maidan Park, als riesige grüne Lunge der Stadt. Er wurde um das Fort William herum angelegt und liegt am Hugli River, einem kleinen Nebenarm des heiligen Ganges. Hierher zieht es die Einwohner, um der allgegenwärtigen Hektik zu entfliehen und Erholung zu finden.

Victoria Memorial

Am südlichsten Ende des großen Parkgeländes befindet sich das Wahrzeichen von Kolkata, das imposante Victorial Memorial. Es ist ein riesiges Bauwerk mit wunderbar proportionierten weißen Marmorkuppeln, eine Mischung aus dem Kapitol in Washington und dem Taj Mahal.

Botanischer Garten

Hier befindet sich neben einem Kakteenhaus und verschiedener Palmen auch das Highlight, eine 250 Jahre alte Banyanfeige, die als der größte Baum seiner Art weltweit gilt.

Kali-Gath-Tempel

Weiter geht es 2 km südlich vom Maidain entfernt, zum religiösen Zentrum von Kolkata, dem berühmten Kaligath-Tempel. Das Heiligtum ist der Schutzgottheit Kali geweiht, einer grausamen Erscheinung der Göttin Durga, hinter der sich Parvati, die Begleiterin von Gott Shiva, verbirgt. Ein Bildnis im Inneren des Tempels zeigt die Göttin mit blutiger herausgestreckter Zunge und einer Kette aus Totenköpfen um den Hals. Kali - Die Schwarze - ist für die Hindus eine bedeutende Göttin der Zerstörung, des Todes aber auch der Erneuerung. In der indischen Mythologie verkörpert Kali den Zorn der Göttin Durga fordert täglich tierische Opfergaben, die ihr durch junge Zicklein dargebracht werden.

Tag 3

Reise in den Sunderban-Nationalpark

Nach dem Frühstück verlassen Sie die pulsierende Millionen Metropole und machen sich auf den Weg zur Bootsanlegestelle von Gothkali. Bei dieser ca. 2,5-stündigen Fahrt passieren Sie Dörfer und Märkte sowie eine herrlich tropische Landschaft. Gegen Mittag erreichen Sie die Bootsanlegestelle von Gothkali. Hier werden Sie von Ihrem Reiseleiter begrüßt und an Bord mit Erfrischungen versorgt. Hier beginnt Ihre Bootsreise zu den Sunderbans, übersetzt - Schöne Wälder. Das Boot bringt Sie über den Gomor, den Durgadhwani und den Pitchkali Fluss in die Tiefe des Dschungels.

Zwischen dem Ganges und dem Brahmaputra erstreckt sich das größte Flussdelta der Welt, der Sunderbarn Nationalpark. Der Dschungel besteht aus einem Labyrinth von unzähligen Flüssen, Kanälen und Inseln. Er erstreckt sich zu zwei Dritteln bis nach Bangladesch. Diese einzigartige Wasserwelt gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Indiens größtes Rückzugsgebiet für den bengalischen Königstiger. Hier leben ca. 250 Raubkatzen und somit verfügen die Sunderbans über die größte Population an Tigern von allen Nationalparks in Indien. Die Chancen sind jedoch sehr gering, einen dieser seltenen Tiger zu Gesicht zu bekommen, Sie können jedoch mit etwas Glück verschiedene Affenarten, Krokodile, Schildkröten, Hirsche oder Delfine beobachten und dabei gleichzeitig erfrischende Getränke an Bord zu sich nehmen.

Genießen Sie die Ruhe während der zweistündigen Bootsfahrt durch diese beeindruckende Natur der Sunderbans. Schnell ist bei dieser Idylle das hektische Treiben Kolkatas vergessen.

Bei Ihrer Ankunft werden Sie von unserem Team begrüßt und checken im Sunderban Tiger Camp ein. Anschließend erwartet Sie ein warmes Mittagessen.

Bootstour durch den Mangroven-Dschungel

Nach dem Mittagessen unternehmen Sie eine Safari auf dem Fluss. In entspannter Atmosphäre gleiten Sie durch die Nebenflüsse und kleinen Kanäle der Sunderbans. Hier erwarten Sie erste Einblicke in die unzählige endemische Vogel- und Tierwelt sowie zahlreiche andere Arten, die nur in den Sunderbans zu finden sind. Sie besuchen den Sajnekhali Wachturm und das Mangroven Interpretation Center. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die verschiedenen Mangrovenarten.

Sollten, die Vogelliebhaber unter Ihnen gar nicht genug bekommen können von der bunten Vogelwelt, so haben Sie die Möglichkeit auf dem Camp Gelände, einen Aussichtsturm zu nutzen um die verschiedenen 60 Vogelarten, die in der Anlage beheimatet sind zu beobachten.

Die Adivasis - Die Ersten im Land

Während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet, kehren Sie zurück zum Camp. Am Abend erwartet Sie bei einem Lagerfeuer eine traditionelle Tanzvorführung, dargeboten von den Sunderban-Bewohnern , den Adivasis. Wörtlich übersetzt heißt Adivasi - Ureinwohner oder die ersten Siedler im Land. Offiziell werden sie von der Regierung "Scheduled Tribes - registrierte Stämme" genannt. Sie leben weit ab von der Gesellschaft, in unzugänglichen, dicht bewaldeten Gebieten. Die Ureinwohner folgen bis heute ihren althergebrachten Traditionen, den religiösen Sitten und Gebräuchen. Die Tanzdarbietung zeigt ihre jahrhundertealte Kultur in seiner wahren ursprünglichen Form. Sie präsentieren Glück und Leiden aus ihrem Leben, das sie durch den Tanz und die Musik zum Ausdruck bringen.

Sie werden mit einem warmen Abendessen, zubereitet aus frischem Gemüse und herrlichen Köstlichkeiten der Region verwöhnt.

Tag 4

Sunderbans

Nach ihrer ersten Nacht in den Sunderbans und dem Klang von Vogelgezwitscher am Morgen beginnt Ihr Tag mit einer guten Tasse Tee, die Ihnen auf Ihrem Balkon serviert wird. Anschließend brechen Sie zu einer weiteren Boots-Safari in Richtung Dobanke auf. An Bord genießen Sie ein ausgiebiges Frühstück, während Sie durch die zahlreichen Nebenflüsse gleiten und den Geräuschen des Dschungels lauschen können.

Dobanke - Aussichtsturm Auf den Spuren der majestätischen Großkatzen

Am Dobanke-Aussichtsturm angekommen erkunden die Mutigen unter Ihnen den Canopy Walk, einem Baumwipfel-Pfad durch den dichten Wald, der durch einen Käfig gesichert ist. Vom Aussichtsturm aus haben Sie einen atemberaubenden 30-Grad-Panoramablick über den Dschungel. Mit viel Glück erblicken Sie ja vielleicht einen Tiger, der gerade durch den Wald schleicht.

Dayapur

Am Nachmittag erleben Sie die ursprünglichen Sunderbans. Bei Ihrem Besuch des kleinen Dorfes Dayapur lernen Sie alles über die alltäglichen Lebensgewohnheiten der Dorfbewohner kennen und können die gefertigten Kunsthandwerkgegenstände bewundern, außerdem erhalten Sie einen Einblick in die traditionelle Küche. Bestaunen Sie die Häuser der Dayapurs, wie diese komplett aus Lehm bestehen und nur mit kleinen Eingängen versehen sind. Die Dorfbewohner betreiben nach wie vor Landwirtschaft nach den alten Methoden, so wie es seit Generationen weiter gegeben wird.

Nach einem Besuch auf dem Markt des Dorfes kehren Sie zurück ins Camp. Nach einem Abendessen und einem Film über die Flora und Fauna der Sunderbans, neigt sich ein weiterer Tag im Dschungel dem Ende.

Tag 5

Sunderbans

Auch heute werden Sie wieder vom Gezwitscher der Vögel geweckt. Eine Tasse Tee steht wieder auf Ihrem Balkon bereit. Anschließend brechen Sie zu einer erneuten Bootsfahrt durch die Kanäle und Flüsse der Sunderbans auf. An Bord können Sie wieder ein ausgiebiges Frühstück genießen und dabei das Erwachen der Natur und seiner Bewohner im Nationalpark erleben, während das Boot langsam an tropisch grünen Inseln vorbei, über das Wasser gleitet.

Bonabibi - Die Wald-Göttin

Heute besuchen Sie den Netidopani Wachturm. Er beherbergt einen 300 Jahre alten Tempel, den Bonabibi. Die Schutzgöttin des Waldes wird von den Dorfbewohnern, Fischersleuten und den Honig-sammlern verehrt. Sie schützt die Bewohner vor den Angriffen der Tiger. Die Legende um Bonabibi besagst, dass ein brahmanischer Weiser, Namens Dakshin Rai in seiner Gier Menschen zu verspeisen pflegte und sich dafür in einen Tiger verwandelte. Als ihn die Gier mal wieder eingeholt hatte und er einen jungen Mann verschlingen wollte, rief er in seiner Angst nach Bonabibi und wurde von ihr und ihrem Bruder Shah Jongoli gerettet.

Zum Schutz vor den Angriffen der Raubkatzen ergreifen die Fischersleute und Honigsammler praktische Sicherheitsmaßnahmen. Sie tragen Gesichter aus Holzmasken, die am Hinterkopf getragen werden. Das soll die aus dem Hinterhalt angreifenden Tiere irritieren.

Die Fahrt geht wieder zurück zum Resort. An Bord wird Ihnen ein warmes Mittagessen serviert.

Nach einer herzhaften Mahlzeit am Abend werden Sie einem ländlichen Theaterstück, dem Bonabibi Yatra, beiwohnen, das von den Dorfbewohnern in ihrer Muttersprache Bengali aufgeführt wird und die spannende Geschichte vom Tiger und der Wald-Göttin, den Fischern und den Honigsammlern erzählt.

Tag 6

Abschied vom Sunderban Nationalpark

Heute heißt es Abschied nehmen von den Sunderbans und seiner Schönheit. Nach dem Mittagessen machen Sie sich auf den Weg nach Kolkata. Von dort aus werden Sie zu dem alten, aber wunderschönen Bahnhof der Stadt gefahren und nehmen den Nachtzug nach Bhubaneshwar. Der Howrah-Puri Expresszug fährt voraussichtlich um 22:35 Uhr ab und erreicht Bhubaneshwar so gegen 05:10 Uhr.

Tag 7

Bhubaneshwar - Stadt der Tempel

Sie kommen am frühen Morgen ma Bahnhof von Bhubenshwar, der Hauptstadt von Orissa an und werden zum Hotel gefahren um sich erst einmal zu erfrischen und entspannen zu können, bevor Sie am Nachmittag gestärkt in die Stadt der Tempel eintauchen.

Die heutige Hauptstadt von Orissa wurde im 3. Jahrhundert v.Chr. gegründet und kann auf eine lange glanzvolle Geschichte zurückblicken. Einst war es Hauptstadt des antiken Kalinga Königreichs. Mittelalterliche, zauberhafte Bauwerke erheben sich in der Hauptstadt Bhubaneshwar. Einst hatten 7.000 Heiligtümer das alte Bhubaneshwar zur Stadt der Tempel gekrönt. Unter den Ruinen sind noch einige der schönsten Tempel in ganz Indien zu finden. Sie wurden zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert, während der Herrschaft der Kalinga-Könige, errichtet.

Lingaraj Tempel

Der berühmte Shiva Lingaraj ist der größte Tempel in Bhubaneshwar. Das Hauptheiligtum wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Er ist Gott Shiva geweiht und verkörpert den Höhepunkt der nordindischen Tempelarchitektur in Bhubaneshwar. Eine mächtige Mauer umgibt den 50 m hohen, weithin sichtbaren Tempelturm mit seinen Nebengebäuden und kleineren Tempeln. Er ist geschmückt mit Darstellungen von Göttern, weiblichen Figuren und Liebenden. Nur Hindus haben Zutritt zu dem Heiligtum. Ein Anblick von außen lohnt sich aber dennoch. In der Nähe befindet sich eine Aussichtsplattform, von hier aus haben Sie einen sehr guten Blick auf den Tempel.

Muktesvar-Tempel

Der Muktesvar-Mandir, aus dem 10. Jahrhundert, ist ein wahres Juwel unter den Tempeln. Es ist einer der am prächtigsten verzierten Gebäude der Stadt. Vor dem Heiligtum steht ein reich verziertes Eingangstor, mit einem von zwei Säulen getragenen mit Frauengestalten versehenen Rundbogen. Die Gebetshalle hat kunstvoll gestaltete Fenster und reich geschmückte Innenwände. Der kleine Tempel besticht durch seine beeindruckende Deckenverzierung, bestehend aus einem achtblättrigen Lotus, in den die sieben Muttergottheiten und Shiva eingemeißelt sind.

Raj-Rani Tempel

Sie besichtigen den faszinierenden Raj-Rani-Mandir aus dem 11. Jahrhundert. Der noch sehr gut erhaltende Tempel wurde aus rotem und goldenem Sandstein errichtet. In einzigartiger Weise vermischen sich seine Schnitzereien mit dem Buddhismus, Jainismus und dem Hinduismus. Seine faszinierend gearbeiteten Skulpturen, die die Fassade und Innenräume schmücken, verkörpern wahre Eleganz und Anmut. Seine Wände sind mit Elefanten, Löwen und Frauenfiguren in sinnlichen Posen verziert.. Ein ganz besonderes Flair geht von ihnen aus, es scheint als lächeln sie einen an.

Brahmeshwar Tempel

Mitten in einer gepflegten Gartenanlage, eingerahmt von vier kleineren Bauten, steht der Brahmeshwar-Mandir aus dem 9. Jahrhundert. Bemerkenswert sind auch hier die filigran ge-arbeiteten Figuren und erotischen Darstellungen.

Tag 8

Dhauli - Ort des Friedens

Nach dem Frühstück verlassen Sie Bhubaneshwar und fahren nach Puri. Auf dem Weg dorthin besuchen Sie Dhauli, der Ort liegt, ca. 8 km südlich von Bhubaneshwar in Richtung Pipli. Auf dem Dhauli-Hill erhebt sich der strahlend weiße Vishwa Shanti Stupa, ein bedeutendes Symbol der Liebe und des Friedens. Es wird angenommen, dass König Ashoka auf dem Dhauli Hügel seinen Krieg gegen die Kalinga führte. Es war die größte und grausamste Schlacht in der indischen Geschichte. Nachdem Ashoka auf dem Schlachtfeld mit den Folgen seiner verheerenden Gewalttaten konfrontiert wurde, wurde er von Schuldgefühlen zerrissen und bereute es tief Kalinga zerstört zu haben. Sein Sieg über Kalinga erschien ihm wie eine Niederlage und das Blutbad veränderte Ashoka für immer. Auf dem Höhepunkt seiner Macht schwört der skrupelöse König jeglicher Gewalt ab und schlug den von Buddha spirituellen Pfad ein. Er schaffte ein neues Reich von Harmonie und Frieden. Später machte er aus Dhauli ein großes buddhistisches Zentrum und baute mehrere Stupas und Säulen mit seinen Inschriften. In einer versöhnlichen Botschaft heißt es: "Alle Menschen sind meine Kinder."

Pipli - Orissas Hauptstadt der Applikationen

Anschließend machen Sie sich auf den Weg nach Pipli, einem kleinen Dorf, das für seine Applikationsstickereien bekannt ist. Die farbenfrohen Stoffe werden noch immer in traditioneller Weise hergestellt. Früher wurden diese für religiöse Feste und Tempel gefertigt, heute werden die Stoffe zu dekorativem Tür- und Wandschmuck, Taschen etc. verarbeitet. Genießen Sie diese bunte Farboase und wer weiß, vielleicht finden Sie ja etwas Schönes.

Puri – Die Heilige Stadt

In Puri angekommen können Sie die spirituelle Atmosphäre in der heiligen Stadt hautnah erleben. Umgeben vom Duft der Räucherstäbchen, heiliger Kühe und dem Gemurmel betender Pilger erwartet Sie am Nachmittag der Jagannath Tempel.

Jagannath - Gott des Weltalls

Der Tempel ist einer der heiligsten Pilgerorte in Indien. Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Tempel ist dem Gott Jagannath gewidmet - "Gott des Weltalls". Hinter dem weithin überragenden 65 m hohen Heiligtum, welches im traditionellen Orissa Baustil für Jagannath errichtet wurde, verbirgt sich Gott Krishna, der wiederum eine Erscheinungsform von Vishnu darstellt.

Der außergewöhnliche Baustil des Jagannath Tempel ist einer Legende nach, die unvollendete Arbeit des Handwerker Gottes Viswakarma, der im Zorn die Darstellung des Gottes Vishnu verließ. Dieser majestätische Tempel und seine Geschichten locken Gläubige aus der ganzen Welt an. Die Straße, die Bada Danda, die bis zu dem majestätischen Tempel führt, bietet einen Blick auf die Genialität der Größenverhältnisse und Proportionen, die Puri symbolisiert. Das Heiligtum bleibt für Nicht Hindus verschlossen, aber dennoch können Sie von der gegenüberliegenden Bücherei aus über die Tempelmauern schauen.

Rath Yatra - Das Wagenfest

Im Monat Juni oder Juli findet alljährlich das Wagenfest Rath Yatra statt. Auf einem riesigen Tempelwagen wird das Standbild des Gottes Jagannath durch die Stadt gezogen. Jahrhunderte lang warfen sich unzählige Pilger vor den Tempelwagen um sich von den Rädern zermalmen zu lassen. Sie erhofften sich von diesem Tod die Befreiung vom Kreislauf der Widergeburt. Im heutigen modernen Indien gibt es diese Art von Freitod bei der Rath Yatra natürlich nicht mehr, aber dennoch zieht es immer noch Hunderttausende von Gläubigern an. Auch wenn dieses Fest während des Monsums stattfindet lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Tag 9

Der Sonnentempel von Konark

Der imposante Sonnentempel wurde von König Narasimha Dewa im 13. Jahrhundert zu Ehren des Sonnengottes Surya so erbaut, dass das Licht des Sonnenaufgangs ins Innere des Allerheiligsten fällt, um die Gottheit erstrahlen zu lassen. 1200 Handwerker und Künstler waren 16 Jahre lang mit dem Bau beschäftigt. Diese gigantische Tempelruine ist eine wahre architektonische Kostbarkeit sowie ein bemerkenswertes Denkmal für die Hindu-Kultur. Vor dem Tempel sind sieben verzierte Pferde vorgespannt, die jeden einzelnen Tag der Woche symbolisieren. Innerhalb der Anlage beeindrucken die Ruinen durch zahlreiche Verzierungen mit Figuren von Liebespaaren, Nymphen sowie mit Kriegs-, Jagd- und Hofszenen, Musikanten, Tänzern, Blumenmotiven und Elefanten. Das architektonische Wunderwerk ist eine der großartigsten Monumente der Welt und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Raghurajpur - Kunsthandwerk aus Orissa

Nach der Besichtigung fahren Sie wieder zurück nach Puri. Unterwegs besuchen Sie Raghurajpur, ein Maler- und Handwerkerdorf. Das Kunsthandwerk in Orissa ist nicht nur außergewöhnlich umfangreich, es hat sich durch die Abgeschiedenheit der hier lebenden Stämme, ein ganz eigener Stil und Technik entwickelt. Besonders bemerkenswert in Raghurajpur ist, dass die gesamte Dorfgemeinde bei der Herstellung des Kunsthandwerks mitarbeitet.

Schlendern Sie gemütlich durch das Dorf und genießen Sie einen Blick auf die schönen Wandmalereien an den Häusern und schauen Sie den freundlichen Bewohnern bei ihrer kunstvollen Arbeit zu.

Anschließend fahrend Sie wieder nach Puri in Ihr Hotel.

Tag 10

Chilika Lake

Nach dem Frühstück verlassen Sie Puri und machen sich auf den Weg zu dem ca. 200 km entfernten Gopalpur-on-Sea. Sie fahren in Richtung Küste, vorbei an riesigen Ficus-Bäumen, die mit ihrem beeindruckenden Wurzel-Labyrinth die Straße säumen, zum 600 km2 großen Chilika See. Er ist eine der größten Brackwasserlagune Asiens, die während der Regenzeit bis zu 1,100 km2 Kilometer anwachsen kann und nur durch eine 60 km lange Sandbank vom Golf von Bengalen getrennt ist. Der See ist für seine artenreiche Vogelwelt sowie eine der größten Flamingo-Zuchtkolonien bekannt. Es ist ein wahres Paradies für Vogel- und Naturliebhaber. Reich an einzigartiger Flora und Fauna, und aufgrund seines Fischreichtums eine wichtige Lebensgrundlage von mehr als hunderttausend Familien.

Genießen Sie bei einer Bootsfahrt den Anblick der wunderschönen Inseln entlang des weitläufigen Sees sowie die unzähligen Flamingos, die im seichten Wasser entlang waten und die Irawaddy-Delfine die ausgelassen herumtoben.

Nach der Bootsfahrt geht es weiter nach Gopalpur-on-Sea, einem wunderschönen mit Palmen und Kokosnuss-wäldern eingerahmten Seehafen.

Tag 11-12

Gopalpur-on-Sea

Gopalpur ist ein kleines verschlafenes Dorf, dessen Fischereihafen an die glorreiche Zeit in Orissa erinnert. Sein kilometerlanger unberührter Strand, mit seinen Kokospalmen, Kasuarinen Wäldern und seinen sanften Dünen ist menschenleer und perfekt für eine intensive Entspannung.

Die nächsten 2 Tage stehen Ihnen für eigene Entdeckungen zur Verfügung. Genießen Sie die Zeit am Strand und freuen Sie sich auf eine erlebnisreiche Zeit in den Stammesgebieten in Orissa.

Tag 13

Willkommen in den Dörfern der Stammesvölker

Die Thermalquellen von Taptapani

Nach dem Frühstück führt Sie Ihre Reise nach Rayagada und wieder legen Sie unterwegs einen Zwischenstopp ein. Sie besuchen das kleine und ruhige Dorf Taptapani. Es ist berühmt für seine heißen Quellen und deren heilende Wirkung. Im Dezember, wenn der Schnee fällt und die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, sind die Quellen ein wahres Highlight.

Saora Volksstamm

In einer fast verlassenen Bergregion lebt der Stamm der Saora, der nur noch ca. 4000 Einwohner zählt, die auf ein paar Dörfern verteilt leben. Ihr Leben wird durch die Feldarbeit, die Jagd aber auch durch das Kommunizieren mit ihren Vorfahren und den Verstorbenen bestimmt. Mit Hilfe von Schamanen leben sie in einer besonderen Beziehung mit ihren Ahnen, die in der Welt als einzigartig gilt. Die Lebenden und Toten stehen im ständigen Kontakt, mal nur für kurze Momente und manchmal auch in langen herzzerreißenden und auch tränenüberfluteten Gesprächen und Klageliedern. Durch die schwer zugänglichen Dschungelberge und der abgeschiedenen Lage ihres Stammesgebietes können die Soras bis heute ihre Traditionen leben und praktizieren.

Die Stammesmitglieder sind geschickt in der Malerei und im Kunsthandwerk. Sie nutzen Bäume, Tiere, Stammesgenossen und Ereignisse aus ihrem täglichen Leben als Motive für die Malerei.

Nach Ihrer Ankunft in Rayagada checken Sie in Hotel ein und essen dort zu Abend.

Tag 14

Die Kondh Stammesgemeinschaft

Rayagada ist umgeben von Wiesen, Wäldern, Wasserfällen und Tälern und ist die Heimat von weiteren ethnischen Stammesgruppen. Die landschaftliche Schönheit und das kulturelle Erbe sind ein unerforschtes Paradies. Die systematische Beziehung zwischen Mensch und Natur ist ein Augenschmaus für jeden Außenstehenden. Nach dem Frühstück besuchen Sie den Kothgarh Markt in Rayagada, der an jedem Dienstag stattfindet. Hier treffen sich die Bewohner der umliegenden Dörfer, um ihre Waren zum Kauf anzubieten und Proviant zu kaufen.

Unter den verschiedenen ethnischen Gruppen , die hier leben sind die Kondhs in der Region um Rayagada die faszinierendsten. Die Adivasi Nachfolger sind Nachfahren der Invasion indogermanischer Hirtenvölker, die einst den Subkontinent besiedelten.

Erleben Sie die Lebensweise der Bewohner hautnah und bestaunen Sie die Frauen mit ihren wunderschönen Tattoos verzierten Gesichtern und den unzähligen Ohren-Piercings. Lauschen Sie den musikalischen Klängen der Bewohner, die ihr Leben durch Tanz und Musik zum Ausdruck bringen und genießen. Das vibrieren und der rhythmische Klang der Trommelschläge aus den Dörfern reicht hinauf bis zu den Bergen und kommt als Widerhall zurück.

Im Anschluß geht es wieder zurück nach Rayagada in Ihr Hotel.

Tag 15

Die Dongariya Kondhas

Heute besuchen Sie den Markt der Dongriya Kondhas in Chatikona, der einmal wöchentlich an einem Mittwoch stattfindet. Die Dongariya Kondhas leben zurückgezogen in den Wäldern der Niyamagiri Hills. Sie bewirtschaften kleine Felder mit Hirse und sammeln Früchte. Sie sind einer der ursprünglichen ethnischen Stammesgruppen von Orissa, die sich ebenfalls bis heute ihre Kultur und Traditionen bewahrt haben.

Weibliche Familienmitglieder sind aufgrund ihres Beitrages innerhalb und außerhalb des Haushalts sehr wertvoll. Frauen machen die ganze Arbeit im Haushalt, sie holen das Wasser aus fernen Bächen, kochen und servieren die Speisen jedem Mitglied im Haus. Sie helfen auf dem Feld, sie holen die Ernte rein und verkaufen ihre Produkte auf dem Markt. Sobald eine junge Frau heiratet, wird ein Preis an deren Eltern bezahlt.

Anschließend machen Sie sich auf den Weg nach Semiliguda, checken dort in einem Hotel ein und nehmen ein Abendessen zu sich.

Tag 16

Ausflug nach Onkudeli zum Stamm der Bonda & der Gadabba

Jeden Donnerstag ist Markttag in Onkudeli, einem kleinen Ort in den Bergen. Hier treffen Sie auf Mitglieder des berühmten Bonda Stammes - eine der faszinierendsten Stämme des Landes. Sie leben hoch oben in den abgelegenen Bergen. Die Bondas lassen sich nur blicken um auf dem lokalen Wochenmarkt ihre frischen Waren, Ketten, Bänder etc. anzubieten. Die Bonda Frauen sind massenhaft mit Perlenketten, die den Oberkörper bedecken, bestückt. Ihre rasierten Köpfe sind mit markanten Messing und Silber Ketten sowie mit bunten Perlen verziert.

In der Bonda Gesellschaft genießen die Frauen eine bevorzugte Stellung. Sie sind die hauptsächlichen Versorger und Lieferanten von Nahrungsmitteln für die Gemeinschaft. Bonda Mädchen heiraten weitgehend Jungen, die mindestens fünf bis zehn Jahre jünger als sie sind. So sieht das Mädchen, wie er aufwächst und er wiederum kümmert sich um seine ältere Frau. Im Gegensatz zu vielen anderen Bevölkerungsgruppen in Indien übersteigt die Zahl der Frauen unter den Bondas, stark die Anzahl der Männer.

Auf dem Rückweg nach Semiliguda besuchen Sie das Dorf der bunt gekleideten Gadabbas. Sowohl Männer als auch Frauen binden ihre langen Haare mit Leinsamenöl zusammen und schmücken es mit Blumen und verschiedenen Verzierungen. Die Frauen tragen einen langen Stoffstreifen um die Taile gebunden und ein zweites Stück Stoff wird über Brust und Schulter getragen. Gadabbas sind für ihren Stammestanz den "Dhimsa" bekannt. Es wird von den Frauen des Stammes aufgeführt, die den berühmten Karenga Saree tragen. Dieser faszinierende und farbenfrohe Tanz beginnt mit Schlingerbewegungen in einem synchronen Kreistanz , der mit erstaunlicher Begeisterung die inneren Gefühle, Freude, Zuneigung, Leidenschaft und ihre Wertschätzung der Schönheit der Natur zum Ausdruck bringt.

Tag 17

Ausflug nach Kunduli zum Stamm der Parajas

Nach dem Frühstück treffen Sie einen weiteren interessanten Stamm, den Paraja Stamm. Dieser Stamm versammelt sich jeden Freitag auf dem riesigen Markt von Kunduli. Hier werden Obst, Gemüse, Gewürze, Farben, Haushaltsgegenstände etc. angeboten und verkauft. Die Parajas sind in verschiedene Untergruppen unterteilt, den Sodia, Jadia und Parenga. Die Parajas haben eine Reihe von totemistischen Sippen wie Bagh-Tiger, Bokda-Ziege, Netam-Hund, Pandki-Taube und dergleichen. Es ist ihnen verboten ein totes Tier zu verzehren. Sie beten verschiedene Götter und Göttinnen an, die in den Hügeln oder Wäldern wohnen.

Nach dem Mittagessen besuchen Sie das nahe gelegene Töpferdorf und den Koraput Tempel sowie das Tribal-Museum.

Nach der Besichtigung fahren Sie wieder zurück nach Semiliguda in Ihr Hotel.

Tag 18

Abschied von Orissa

Nun heißt es Abschied nehmen von Indien und all seinen Schönheiten. Mit einer Menge Erinnerungen und aufregenden Erlebnissen im Gepäck werden Sie nach dem Frühstück zum 210 km entfernten Bahnhof von Vizianagaram gefahren um den Nachtzug nach Kolkata zu erreichen.

Tag 19

Ankunft in Kolkata

Nach Ihrer Ankunft am Morgen in Kolkata an der Howrah Bahnstation werden Sie zu einem Flughafen-Hotel gefahren, bis zu gegebener Zeit der Transfer zum Flughafen erfolgt, für Ihren Flug in die Heimat.

Namaste Indien

Nach einer erlebnisreichen Reise geht es nun zurück in die Heimat.


18 Übernachtungen

Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

Nicht im Reisepreis enthalten:

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