Die leuchtenden Farben Rajasthans & die Pracht von Madhya Pradesh

Auf dieser Indienreise starten Sie Ihre Erlebnistour von Delhi aus in Richtung Rajasthan - dem Land der Könige. Prachtvoll, märchenhaft, farbenfroh und eindrucksvoll präsentiert sich der stolze Wüstenstaat mit seinen majestätischen Palästen und prächtigen Festungen. Sie erkunden auf dem Rücken eines Kamels die Sanddünen der Wüste Thar in denen vor langer Zeit Handelskarawanen ihren Dienst taten und entlang der einstigen Seidenstraße begegnen Ihnen herrschaftliche Wohnhäuser mit fantastischen Malereien, die im 18. und 19. Jahrhundert von den damaligen reichen Geschäftsleuten errichtet wurden. Es erwarten Sie grandiose Heiligtümer der Jainas, verträumte Orte in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und das idyllische Udaipur mit seinem romantischen Charme, eingerahmt in den Hügeln der uralten Aravalli-Gebirgskette, lädt zum Verweilen ein.

Tauchen Sie ein in eine völlig fremde Welt und erleben Sie das Herz von Indien - Madhya Pradesh, das genau wie Rajasthan auf eine glorreiche Geschichte zurückblicken kann. Die hübsche Palaststadt Orchha, mit ihren Herrscher Kenotaphen liegt malerisch an den Ufern des Betwa Flusses und ist mit seiner friedvollen und mittelalterlichen Atmosphäre ein perfekter Ort um ein wenig Ruhe zu finden. In der kleinen Stadt Khajuraho erwartet Sie in Stein gemeißelte hemmungslose Freizügigkeit und Ästhetik, die Sie in Staunen versetzen wird und das winzig ummauerte Dorf Datia heißt Sie mit seinem eindrucksvollen Palast willkommen. Im antiken Gwalior erobern Sie die mehr als 1000 Jahre alte gewaltige Festung mit seinen wunderschönen Palästen und Tempeln. Am Ende Ihrer Reise lockt Agra mit seinem überwältigenden Bauwerk, dem märchenhaften Taj Mahal und dem eindrucksvollen Agra Fort.

Das folgende Reisebeispiel ist eines von vielen Möglichkeiten und kann ganz individuell auf Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zusammengestellt werden.

Reisebeispiel nach/von Delhi ab 2.225,00 pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück

Preise für Gruppen sowie Einzelzimmer auf Anfrage

Dauer: 23 Tage / 22 Nächte

Reiseroute: Delhi - Mandawa - Nawalgarh - Dundlod - Mandawa - Bikaner - Deshnoke - Khichan - Jaisalmer - Wüste Thar - Jaisalmer - Phalodi - Osian - Jodhpur - Ranakpur - Kumbalgarh - Udaipur - Chittorgarh - Bhainsrorgarh - Kota - Bundi - Orcha - Khajuraho - Datia - Gwalior - Agra Delhi



Tag 1

Aufbruch nach Delhi

Tag 2

Ankunft in Indiens Hauptstadt

Sie kommen am frühen Morgen in der pulsierenden Stadt Delhi an. Sie werden am Flughafenausgang von einem örtlichen Mitarbeiter begrüßt und zum Hotel begleitet. Nach dem Check-In können Sie sich von der langen Anreise erholen und akklimatisieren. Mittags gehen Sie auf Entdeckungstour durch Alt-Delhi.

Delhi - Stadt der sieben Städte

Delhi, mit seiner tausendjährigen Geschichte, ist die drittgrößte Stadt des Subkontinents und die Stadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten Indiens. Sie ist nicht nur wichtiger Industriestandort und Handelszentrum des Landes, sondern auch Kulturzentrum, das mit seinen zahlreichen Universitäten, prachtvollen Museen, unzähligen Theatern und wunderschönen Galerien unendlich viel zu bieten hat. Doch hinter der modernen Facette dieser dynamischen Stadt verbergen sich jahrhundertealte Ruhestätten einstiger Mogulfürsten, zauberhafte Tempel und Überreste untergegangener Städte aus uralten Zeiten. Seine günstige Lage am Ufer des Yamuna machte Delhi zum Schauplatz von zahlreichen Eroberungen, Zerstörungen, Blütezeiten und diversen neuen Stadtgründungen. Dort wo sich das heutige Delhi ausdehnt, wurden bei Ausgrabungen die Ruinen von sieben Städten entdeckt, weshalb Delhi auch "Stadt der sieben Städte" genannt wird. Die Überreste sind einzigartig und spiegeln die glanzvolle Vergangenheit der einstigen Mogulherrscher auf faszinierende Weise wider und lassen gleichzeitig den Besucher in längst vergangene Zeiten indischer Kultur eintauchen.

Heute ist Delhi eine sich rasant entwickelnde Metropole, in der sich Vergangenheit und Moderne auf wunderbare Weise vereinen. Das heutige Delhi besteht aus zwei Teilen, dem Alten Delhi mit seinen typisch orientalischen Stadtvierteln, dem pulsierenden Kulturleben, engen Gassen und zahlreichen Basaren, faszinierender Warenhäuser, Tempeln und Moscheen. Das Neue Delhi wurde vom britischen Architekten Lutyen 1931 symmetrisch als Gartenstadt angelegt. Hier, zwischen Gräbern und Mausoleen, Erinnerungsstätten edler Herrscher und Könige, zieren breite Prachtstraßen, unberührte Gärten, weit verstreute Sommerhäuser im Kolonialstil und schattige Alleen, das Neue Delhi.

Old-Delhi -Stadt der Moguln

Old-Delhi war einst Mittelpunkt der Moguln und wurde im 17. Jahrhundert gegründet. Die Altstadt hinter seinen historischen Mauern ist eine kleine Welt für sich, in der man das ursprüngliche Delhi hautnah erleben kann. Menschen, Kühe, Rikschas, Ziegen und Motorräder tummeln sich in den verwinkelten engen Gassen, begleitet von betörenden Düften der unzähligen Straßenküchen. Neben dem turbulenten Leben der Altstadt gibt es großartige Monumente der Moguln zu bewundern, hinter denen faszinierende Geschichten stehen.

Jama Masjid

Sie besuchen die imposante Freitagsmoschee Jama Masjid - Die Moschee, die auf die Welt blickt. Es ist die größte Moschee Indiens und eine der größten der Welt. Der Mogulkaiser Shah Jahan ließ sie zwischen 1650 und 1656 aus rotem Sandstein und weißem Marmor errichten. Mit ihren Zwiebeltürmen über der Hauptmoschee, den Minaretten und dem riesigen Innenhof zählt dieses Wunderwerk zu den Höhepunkten der Mogul-Architektur.

Red Fort - Lal Qila

Das Rote Fort ist eine Festungs- und Palastanlage aus der Blütezeit der Moguln. Der Großmogul Shah Jahan ließ dieses monumentale Bauwerk zwischen 1639 und 1648 als kaiserliche Residenz errichten. Durch das gewaltige dreistöckige Haupttor, dem Lahore Gate gelangt man in das Fort. Sobald man das Gate durchschritten hat, findet man sich in einem gewölbten Arkadengang wieder, in dem kleine Geschäfte angesiedelt sind. Zu Zeiten von Shah Jahan war dies einmal der Meena-Basar mit vornehmen Läden für Seide, Schmuck und Edelsteine. Im Inneren der Anlage befinden sich zahlreiche Paläste mit wunderschönen Marmorarbeiten, ein königliches Badehaus vollständig aus weißem Marmor errichtet mit reich verzierten Einlegearbeiten an Wänden und Fußböden sowie einer Moschee für den Herrscher. Umgeben von einer hohen Sandsteinmauer und einem tiefen Wassergraben war die Festung vor Eindringlingen geschützt. Dennoch wurde 1737 das Fort von den Armeen des persischen Herrschers Nadir Shah erobert und geplündert. Dabei wurde unter anderem der berühmte Pfauenthron geraubt, der sich im Diwan-i-Khas, der Audienzhalle des Mogulkaisers befand. Seit 2007 gehört das Red Fort zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Chandni Chowk - Mondschein Markt

Einen herrlichen Kontrast zum heutigen Delhi bietet Ihnen der Chandni Chowk. Es ist einer der ältesten und größten Märkte in Indien und liegt direkt im Herzen von Old-Delhi. Im 17. Jahrhundert ließ der Großmodul Shah Jahan diesen Markt erbauen und seine Lieblingstochter Prinzessin Jahan Ara sorgte für den Entwurf und Gestaltung des Platzes. So ließ Sie in der Mitte der Anlage einen Pool errichten, in dem sich bei klarem Nachthimmel der Mond auf der Wasseroberfläche wunderschön widerspiegelte. Das brachte dem Markt seinen Namen Chandni Chwok ein, das so viel wie Mondschein Markt bedeutet.

Ein besonderes Erlebnis ist eine Rikschafahrt durch die engen, kleinen Gassen. Es ist wie eine Zeitreise in eine andere Welt. Hier begegnen Ihnen Träger mit riesigen Paketen auf dem Kopf, Händler mit beladenen Obst- und Gemüsekarren, die sich einen Weg durch das Gewusel bahnen, sowie eine wahre Schatzkammer an herrlichen Düften der unzähligen Gewürze.

Raj Ghat

Weiter geht es zu Raj Ghat, der letzten Ruhestätte von Mahatma Gandhi. Hier an den Ufern des Yamuna, im Herzen einer Gartenanlage befindet sich ein Gedenkstein aus schwarzem Marmor. Hier wurde Mahatma Gandhi nach seiner Ermordung 1948 eingeäschert. Auf dem Gedenkstein stehen seine angeblichen letzten Worte: Hai Ram (Oh Gott).

Tag 3

Neu-Delhi und die britische Herrschaft

Im großzügig angelegten New-Delhi unternehmen Sie heute eine Reise in das frühe 20. Jahrhundert, in die Zeit des Britischen Empire. Eindrucksvoll spiegelt sich die imperiale Macht der einstigen Kolonialherrscher in den Prachtbauten im Regierungsviertel wider. Doch das koloniale Selbstbewusstsein der Briten wurde mit der Unabhängigkeit Indiens beendet und die Kolonialherren mussten 1947 das Land verlassen.

Rajpath

Entdecken Sie das 1521 bis 1931 errichtete und einstige britische Regierungsviertel Neu-Delhis in der mittendrin die von Gartenanlagen und Zierteichen umgebene Prachtstraße Rajpath verläuft. Die breite Paradestraße beginnt am Fuße des India Gate, vorbei am imposanten Parlamentsgebäude, schnurgerade aus bis hin zum Rahtrapati-Bhawan Palastes, der königlichen Residenz des englischen Vizekönigs.

Sansad Bhavan - Parliament House

Am Ende der Parliament Street und nördlich des Rajpath steht das Abgeordnetenhaus Indiens. Es ist ein kreisrundes Gebäude mit vorgelagerten Säulen. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das India Gate.

Rashtrapati Bhavan

Neben dem Parlamentsgebäude befindet sich einer der größten und prächtigsten Bauwerke, der Rashtrapati Bhavan. Das palastartige Gebäude mit seinen klassischen Säulen und Kuppeln ist die offizielle Residenz des indischen Präsidenten. Es liegt auf dem kleinen Hang des Raisini Hill, gegenüber vom India Gate. Hier residierte der Vizekönig Lord Mountbatten bis zur Unabhängigkeit Indiens. Er benötigte reichlich Personal für die Reinigung der 340 Räume seiner Residenz sowie 418 Gärtner für die Pflege der riesigen Gartenanlage.

India Gate

Der Weg führt Sie weiter zum India Gate, einem 42 m hohen Triumphbogen, der zum Gedenken an die 90.000 indischen Soldaten errichtet wurde, die im 1. Weltkrieg für Großbritannien und die Krone ihr Leben ließen. Besonders schön anzusehen ist der Triumphbogen am Abend, wenn er nach Sonnenuntergang zauberhaft beleuchtet ist. Dann verwandelt sich der Platz rund um den Bogen in einen kleinen Freizeitpark mit Straßenverkäufern, Imbissbuden mit vielen Leckereien sowie Schlangenbeschwörern.

Qutub Minar

Alle Bauten des Qutub Minar Komplexes stammen aus der Anfangszeit der moslemischen Herrschaft über Indien. Die 72 m hohe Siegessäule ist das weltweit höchste Backstein Minarett und das Wahrzeichen der Stadt Delhi. An dieser Stelle hatte Qutub-ud-Din Aibak, ein ehemaliger Sklave des islamischen Eroberers Mohammed von Ghur, im Jahre 1192 nach dem Sieg der Moslems über die Hindus mit dem Bau begonnen. Nach dem Tod seines Herrschers krönte sich Qutub-ud-Din Aibak zum Sultan und legte damit den Grundstein für das Sultanat von Delhi.

Purana Qila - Altes Fort

Aus der Zeit in der Mythen und Legenden ineinander verschmolzen, ist laut dem indischen Epos Mahabharata die majestätische Festung Purana Qila an der Stelle erbaut worden, wo die einstigen Pandava-Könige die Stadt Indraprashta gegründet hatten. Der Mogulkaiser Humayun ließ um 1530 das Fort Purana Qila auf einem Hügel errichten, in dem man später bei Ausgrabungen die Überreste der alten Stadt Indraprashtra entdeckte. Die Festung liegt direkt an den Ufern des Flusses Yamuna, der einst die Anlage von beiden Seiten einrahmte. Das gewaltige Bauwerk aus rotem Sandstein ist von einer dicken, 2 km langen und 18 m hohen Mauer umgeben. Im Inneren der Anlage befindet sich die Qila-i-Kuhna Moschee und der achteckige Sandsteinturm Sher Mandal den der Mogulkaiser als Bibliothek nutzte. Die Ära Humayuns fand ein jähes Ende, als ihm die Treppenstufen zum Verhängnis wurden, er ausrutschte und dabei zu Tode kam.

Das Grabmal des Humayun

Sie besuchen das prächtige Mausoleum des Mogulkaisers Humayun. Dieses außergewöhnliche Bauwerk erbaut aus rotem Sandstein, mit Intarsien aus weißem und schwarzem Marmor, mit einer weißen Marmorkuppel gekrönt, liegt in der Mitte einer weiten Gartenanlage mit zahlreichen kleinen Wasserläufen und Fontänen. Auf einer hohen Plattform stehend, wirkt das Monument noch prächtiger und gewaltiger. Nach Humayuns tot ließ seine Frau Hamida Banu Begum das Grabmal 1565 in neun Jahren Bauzeit von persischen Baumeistern errichten. Um die Bauarbeiten überwachen zu können, schlug sie sogar Ihr Lager dort auf. Die sehr gut erhaltene Grabstätte ist mit kunstvollen Marmorintarsien verziert und gehört zu den schönsten und historischsten Bauwerken der Stadt.

Tag 4

Shekhawati – Das größte Bilderbuch der Welt unter freiem Himmel

Heute führt Ihre Reise in die Shekhawati Region nach Mandawa. Shekhawati war einst ein reiches, aber gesetzloses Gebiet an der Handelsroute zwischen der arabischen See und dem fruchtbaren Gangestal. Die Marwaris, wie die Bewohner dieser Gegend genannt werden, kamen in der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit der ihnen eigenen Kombination aus Geschäftstüchtigkeit und Sparsamkeit recht schnell zu Reichtum und Ansehen. Dabei verhalf den Kaufleuten die günstige Lage Ihrer Region, so konnten sie intensiven Handel mit Seide, Gold, Juwelen und anderen wertvollen Gütern betreiben. Durch den Bau prunkvoller Wohn- und Geschäftshäuser, den sogenannten Havelis versuchten sich die Kaufleute gegenseitig zu übertreffen. Sie bemalten ihre Häuser mit wunderschönen, aufwendigen Fresken die ihren Wohlstand und Status widerspiegelten. Sie wählten dabei nicht nur traditionelle indische Motive aus dem religiösen, mythologischen und historischen Leben, sondern vereinten in den Zeichnungen die indische Kultur mit der modernen Zeit, wie Telefone, Autos, Eisenbahnen und Flugzeuge, die sie zusammen mit Gott Ganesha und Gott Krishna zur Schau stellten. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die East India Company die Region unter ihre Kontrolle brachte und Steuergelder von der Bevölkerung einforderte, verließen die Händlerfamilien die Region und siedelten nach Delhi, Mumbai, Kolkata und Ahmedabad um.

Der einstige Reichtum dieser Gegend lässt sich nur noch erahnen, da an den meisten Havelis bereits der Zahn der Zeit genagt hat, doch bei einem Bummel durch die Gassen glaubt man sich in einer mittelalterlichen Filmkulisse, die wie ein buntes Bilderbuch an einem vorbeizieht.

Nach Ihrer Ankunft in Mandawa und dem Check-In im Hotel können Sie sich von der ca. 6-stündigen Autofahrt erholen und sich am Pool Ihres Hotels entspannen. Freuen Sie sich auf den nächsten Tag und die Entdeckung von Shekhawati mit seinen prächtigen Fresken und Havelis.

Tag 5

Baoris

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück erkunden Sie die vielen bemalten Kaufmannshäuser von Nawalgarh. Auf dem Weg dorthin passieren Sie kleine Dörfer in denen die einstigen Kaufleute neben den prachtvollen Havelis auch noch andere architektonische Besonderheiten hinterließen. Um in dieser trockenen Gegend die Versorgung mit Wasser für Mensch und Tier gewährleisten zu können erbauten die Kaufleute kunstvolle Brunnen, auch Baoris genannt und verzierten diese ebenfalls mit wunderschönen Malereien.

Nawalgarh

Nawalgarh ist ein lebendiges Städtchen mit prächtig bunt bemalten Kaufmannshäusern und liegt ebenfalls wie Mandawa im Bezirk Jhunjhunu. Der einstige Herrscher Sadul Singh gründete Mitte des 18. Jahrhunderts die kleine Ortschaft und zeigte sich als gütiges Oberhaupt in dem er die Steuerforderungen niedrig hielt. Dies führte dazu, dass sich immer mehr Kaufleute in Nawalgarh niederließen und der Stadt somit schnell zur wirtschaftlichen Blüte verhalfen.

Anandi-Lal-Poddar-Haveli

Dieses wunderschöne Haveli der Kaufmannsfamilie Poddar wurde 1920 errichtet und ist eines der wenigen Gebäude in dieser Region, die aufwendig restauriert wurden. In dem Gebäude ist ein kleines Museum untergebracht, in dem neben sehr schönen Fresken auch Kostüme einstiger Kaufleute, Turbane verschiedener Glaubensrichtungen, Musikinstrumente und Modelle von den vielen verschiedenen Festungen in Rajasthan zu bewundern sind. Außerdem beherbergt das Haveli im Obergeschoss eine Schule mit mehreren hundert Schülern. Das einstige Handelshaus wird mit viel Liebe zum Detail instand gehalten somit verwundert es auch nicht, dass es sich trotz der zahlreichen Kinder, die tagein tagaus das Gebäude bevölkern, in einem sehr guten Zustand befindet.

Dundlod – Das Herz der Shekhawati Region

Dundlod ist ein winziges verschlafenes Dorf, das etwa sieben Kilometer nördlich von Nawalgarh, im Herzen der Region Shekhawati und abseits der üblichen Touristenpfade liegt. Seine kleine Festung wurde 1750 von Keshari Singh, dem fünften und jüngsten Sohn des Rajput Herrschers Sardul Singh erbaut, und ist ein wahres Meisterwerk der Rajput-Architektur. Prachtvoll sind die ehemalige Audienzhalle der Diwan-Khana, die wunderschönen bunten Glasfenster sowie die Bibliothek, die sorgfältig in Glasschränken aufbewahrt wird. Nicht weit entfernt vom Fort befinden sich die ebenfalls bemalten Grabanlagen der königlichen Familie, die 1888 errichtet wurden.

Das Goenka Haveli, der einstige Hausbesitz der Goenkas wurde aufwendig und mit leuchtenden Farben restauriert. Hier können Sie einen Einblick vom aufwendigen Lebensstil der Kaufleute bekommen. Sehenswert ist auch der Satyanarayan Tempel direkt neben dem Goenka Haveli. Seine Fassade wurde ebenfalls mit zahlreichen Malereimotiven versehen, die Radfahrer, Autos, vornehme Leute beim Lesen und auch eine Frau bei einem Blick in den Spiegel zeigen.

Nach der Besichtigung machen Sie sich auf den Weg zurück in Ihr Hotel nach Mandawa.

Tag 6

Mandawa

Heute Vormittag gehen Sie auf Entdeckungstour durch Mandawa. Es ist die schönste und bekannteste Stadt der Region. Mit seinen farbenfrohen Fresken und Wandgemälden wirkt es wie ein Bilderbuch unter freien Himmel, das viele Geschichten zu erzählen hat. Nawal Singh, ein Sohn von Sardul Singh machte aus einem nichtssagendem Wüstenort eine bedeutende Handelsstadt, indem er 1756 ein Fort errichtete und vorsichtshalber mit einer Stadtmauer schützte, damit die Entwicklung Mandawas zur Handelsniederlassung gesichert war. Im Jahre 1828 zeigte sich, dass diese Vorsichtsmaßnahme die richtige Entscheidung war denn so konnte Mandawa die Belagerung durch die Thakurs von Jaipur und Sikar abwehren.

Die Kaufmannshäuser von Mandawa

Entlang der Hauptstraße säumen zahlreiche bemalte Havelis der reichen Kaufmannsfamilien Goenka und Chokani das Straßenbild. Besonders schön ist das dekorative Sonthliya Tor, es verleiht Mandawa einen zusätzlichen exotischen Touch, obwohl es erst 1930 errichtet wurde. Gegenüber vom Tor posiert das reich verzierte Rameshwarlal-Sundarmal-Haveli mit einer Darstellung eines Treffens des Herrschers mit einem englischen Offizier. Der Gulab-Rai-Ladia-Haveli aus dem Jahre 1870 zählt zu den imposantesten Gebäuden. Einst schmückten erotische Motive die Außenfassade, die jedoch zerstört wurden. Heute zieren verschiedene Bilder das Bauwerk. Abbildungen aus dem Leben Gulab Rais sowie Maschinen, eine Eisenbahn aber auch Kamel- und Elefanten Darstellungen können Sie bewundern.

In den holprigen sandigen Gassen, mit seinen fantastisch bemalten Havelis, scheint es als wäre die Zeit stehen und jenes alte Indien erhalten geblieben, welches die Fantasie beflügelt und jeden in seinen Bann zieht. Genießen Sie bei einem Spaziergang, diese ursprüngliche Atmosphäre und das einzigartige Flair den dieses kleine verschlafene Wüstenstädtchen ausstrahlt.

Anschließend machen Sie sich auf den Weg in die ca. 192 km entfernte mittelalterliche Stadt Bikaner. Hier können Sie nach dem Check-In im Hotel die Seele baumeln lassen und entspannen.

Tag 7

Bikaner – Die Wüstenstadt

Die mittelalterliche Stadt am Rande der Wüste Thar wurde 1488 von Rao Bika, dem jüngsten Sohn von von Rao Jodha, gegründet. Beim Bau der Festung hatte er den fehlenden Schutz eines Bergrückens billigend in Kauf genommen, um so die Kontrolle einer wichtigen Handelsroute zwischen Afrika und West-Asien im Auge behalten zu können. Bis zu seinem Tod im Jahre 1504 hatte er durch seine clevere Kriegsführung mehr als 3000 Dörfer unter seine Herrschaft gebracht und so sein Reich erheblich vergrößert. Nach dem die Herrscher im 18. Jahrhundert die Steuern derart hoch ansetzten verließen viele Kaufleute die Stadt und ließen sich in kleineren Fürstentümern in der Shekhawati Region nieder und verhalfen dieser Gegend sich zum bedeutenden Knotenpunkt der Karawanenroute zu entwickeln.

Die Stadt, umgeben von imposanten Palästen, schön und reich verzierten Tempeln, zeigt einige der schönsten Schöpfungen der Rajput Zivilisation. Tauchen Sie ein in die über 500 Jahre alte Geschichte, den lebendigen Basaren mit seinen Händlern und Barbieren, den stolzen Frauen in ihren farbenfrohen Saris und den immer und überall präsenten heiligen Kühen.

Die Junagarh Festung von Bikaner

Heute erobern Sie die sagenhafte Junagarh Festung. Erbaut aus gelbem Marmor, mit Spiegel- und Glaseinlagen und wunderschönen Wandmalereien, zählt das Fort noch heute zu den am besten erhaltenen Palästen der Rajputen. Es ist eine der wenigen Festungen, die niemals erobert wurden. Raja Rai Singh hatte einst den Grundstein für die Festung gelegt und später wurden von Kaiser Akbar noch weitere 37 Paläste, Pavillons und Tempel dem ursprünglichen Bau hinzugefügt. Bewundern Sie bei einem Rundgang durch das Festungsmuseum die umfangreiche Sammlung von Gewehren, Kanonen und Schwertern, mit denen die Soldaten auf dem Rücken von Elefanten aus, den gegnerischen Truppen Widerstand leisteten.

Karni-Mata Tempel – Rattentempel

In Deshnoke, 32 Kilometer südlich von Bikaner, im Karni Mata Mandir erwartet Sie ein Erlebnis der besonderen Art und ist nichts für Zartbesaitete. Tausende von heiligen Ratten bevölkern das Innere des Heiligtums und werden von den Hindus verehrt sowie mit Speisen und Getränken versorgt. Der Marmortempel aus dem 17. Jahrhundert wurde zu Ehren der Göttin Karni Mata errichtet, die im 15. Jahrhundert gelebt haben soll und schon zu Lebzeiten verehrt wurde. Sie galt als Schutzgöttin der Fürstenfamilie von Bikaner. Einer Legende nach habe die Familie ihr den toten Sohn gebracht, mit der Bitte ihn wieder zum Leben zu erwecken, da es keinen weiteren Nachfolger gäbe, der die Dynastie vor dem Aussterben bewahren könne. Die heilige und spirituelle Karni versprach der Familie zu helfen und bat in Trance den Totengott Yama das verstorbene Kind herauszugeben. Der Totengott verweigerte die Herausgabe, mit dem Hinweis, dass es zu spät sei, das Kind wäre bereits wiedergeboren. Wütend und enttäuscht schwor Karni daraufhin, das kein Mitglied ihres Volkes jemals mehr das Reich des Totengottes betreten werde und die verstorbenen Seelen besser als Ratten wiedergeboren werden.
Im Allerheiligsten befindet sich unter einem goldenen Baldachin eine aus Sandstein gefertigte Statue von Karni Mata und der Eingangsbereich ist mit Hunderten aus Stein gemeißelten Ratten verziert.
Nehmen Sie diese außergewöhnliche Mutprobe an? Dann besuchen Sie diesen doch etwas merkwürdigen Hindu-Tempel und erleben Sie, wie die unzähligen kleinen Nager munter an Ihren Füßen vorbeihuschen und die mitgebrachten Opfergaben mit Genuss verspeisen. Sollten Sie eine weiße Ratte erspähen, so ist dies ein hoffungsvolles Zeichen für ein glückliches Leben.

Kamelzuchtstation - National Research Center

Die größte und bekannteste Kamelzuchtfarm in Asien befindet sich 10 km nördlich von Bikaner. Die Zuchtstation dient der Aufzucht von Kamelen für den privaten Zweck als auch für die nach wie vor bestehende Einheit der Border Security Force, die an der nördlichen Grenze zu Pakistan patrouilliert. Hier werden die Tiere als Repräsentanten bei Militärparaden eingesetzt. Ein faszinierendes Bild bietet sich bei Sonnenuntergang, wenn die Tiere aus der Wüste zurückkehren und zu den Futterplätzen traben. Ein Besuch auf der Farm ist gerade für Tierliebhaber ein tolles Erlebnis, denn hier erfahren Sie alles Wissenswerte über diese schönen Wüstenschiffe. Wer noch nie Kamelmilch probiert hat, bekommt hier die Gelegenheit dies zu tun, sei es pur oder im Tee.

Tag 8

Khichan – Vogelschutzgebiet

Heute machen Sie sich auf den Weg in die Goldene Stadt Jaisalmer. Unterwegs besuchen Sie das kleine Dörfchen Khichan. Dieser beschauliche Ort hat ein einzigartiges Vogelschutzgebiet zu bieten in dem Hunderte, ja wenn nicht sogar Tausende von Jungfern-Kranichen nach einem langen Flug aus dem Norden Asiens über die Berge des Himalayas in die Wärme Indiens kommen, um zu überwintern. Von Anfang September bis Ende März herrscht reges Treiben, wenn die Jungfern-Kraniche kreischend ihre Kreise ziehen und sich auf den Feldern und Seen niederlassen, um das Futter zu fressen, das die Bewohner für sie verstreut haben. Man sagt sich, dass bereits vor 100 Jahren die Jain-Gemeinde mit der Fütterung der Vögel angefangen hat und sich so im Laufe der Zeit ein neues Winterdomizil für die Tiere entwickelt hat.

Nach der Besichtigung von Khichan machen Sie sich auf den Weg nach Jaisalmer. Unterwegs kommen Sie an zahlreichen kleinen Dörfern vorbei. Hier können Sie das ursprüngliche Indien erleben und Frauen in ihren bunten Saris, Turban tragende Männer mit Ihren Dromedaren sowie zahlreiche Ziegenherden mit ihren Hirten auf der Straße bewundern.

Jaisalmer – Die Goldene Stadt

Die Goldene Stadt liegt am Rande der Wüste Thar nicht unweit an der Grenze zu Pakistan. Es ist ein märchenhaft anmutender kleiner Ort und wohl die schönste Wüstenstadt der Welt. Rawal Jaisal, der König der Bhatti-Rajputen, ließ im Jahre 1156 Jaisalmer direkt an der alten Karawanenstraße errichten. Aufgrund der günstigen Lage zwischen Indien und Vorderasien wurde die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und gelangte so zu großem Reichtum. Noch heute zeugen die, aus goldgelbem Sandstein erbauten und kunstvoll mit feinen Steinornamenten verzierten, Wohn- und Geschäftshäuser, die Havelis, von dieser glanzvollen Zeit. Jaisalmer verkörpert wie keine andere Stadt, die Wüstenkultur einer längst vergangenen Zeit und wirkt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Tag 9

Besichtigung von Jaisalmer

Heute Vormittag steht die Besichtigung der imposanten mittelalterlichen Festung von Jaisalmer auf dem Programm. Mit ihren goldgelben Verteidigungsanlagen und 99 Türmen erhebt es sich majestätisch auf einem Tafelberg, hoch über dieser unvergleichlichen Wüstenlandschaft. Das Fort beherbergt eine Stadt, einige Paläste, Tempel und Wohnhäuser und lädt mit ihren kleinen hübschen Gässchen zum Bummeln und Shoppen ein und in den Rooftop-Restaurants gibt es leckeres Essen und Trinken für den Hunger zwischendurch. Wie wäre es mit einem würzigen Chai mit Blick über die Dächer der Goldenen Stadt?

Zu Füßen dieser mächtigen Mauern liegt die Altstadt mit seinen wundervollen Kaufmannshäusern. Das Prächtigste von all den schönen Havelis ist das Patwon-ki-Haveli. Es liegt versteckt in einer engen Gasse und wurde von einem Brokathändler für seine fünf Söhne erbaut. Es besteht aus fünf Häusern, die miteinander verbunden sind. Seine Fertigstellung dauerte fünf Jahrzehnte. Das Salim-Singh-ki-Haveli wurde 1815 von dem Premierminister Mulraj II. erbaut und wird immer noch bewohnt. Auf dem Dach dieses atemberaubenden Havelis thront der Moti Mahal, mit seinen reich verzierten Bögen, die mit einem Pfauenmotiv verziert sind. Das ebenfalls prunkvolle Nathmal-ki-Haveli wurde von zwei muslemischen Brüdern errichtet, wobei jeder von ihnen für einen Teil des Flügels verantwortlich war. Kein einziges Motiv erscheint doppelt und dennoch gelang den Brüdern ein harmonisches Bauwerk im einheitlichen Stil.

Genießen Sie den märchenhaften Anblick dieser kunstvoll gestalteten alten Havelis und lassen Sie sich von dem beeindruckenden und exotischen Charme verzaubern.

Tilon ki Pol Gateway am Gadhisar Lake

Dieser wunderschöne See südlich der Stadtmauern diente einst der Wasserversorgung Jaisalmers. Rund um den See zieren viele kleine Tempel und Schreine das Ufer. Das wunderschön gewölbte Tilon ki Pol, welches sich prachtvoll über der Straße zum See erhebt, wurde angeblich von einer Stadtbekannten Kurtisanen erbaut. Die Dame bot dem Maharaja an das Tor auf eigene Kosten zu errichten, was dieser jedoch ablehnte mit dem Argument, das er auf dem Weg zum See dieses Tor durchschreiten müsste und es sich für einen Mann seines Ranges nicht ziemen würde und auch unter seiner Würde sei. Während seiner Abwesenheit ließ die Dame das Tor trotzdem errichten und setzte zudem noch einen Krishna-Tempel obendrauf. Damit war es dem Maharaja unmöglich das Tor einreißen zu lassen.

Sam Sand Dunes - Die unendliche Weite der Wüste Thar

Am Nachmittag erkunden Sie die Wüstenlandschaft. Abseits von aller Hektik und dem Trubel, reiten Sie auf dem Rücken eines Kamels durch die karge und scheinbar leblose Landschaft in den malerischen Sonnenuntergang. Bewundern Sie die hohen seidenweichen, wellenförmigen Dünen, die wie wahre Kunstwerke in Kombination aus Sand und Wind entstehen können und tauchen Sie ein in die außergewöhnliche Stimmung, wenn die Sonne so langsam hinter dem Horizont verschwindet. Verweilen Sie noch eine Weile in der Wüste und schauen Sie den fleißigen Käfern bei ihrer Arbeit zu, wenn diese den Dung der Kamele in ihre Höhlen rollen. Ein wirklich lustiger Anblick, da trotz des großen Angebots an Kameldung die kleinen Käfer immer wieder von anderen Kollegen gestört werden, da diese auch genau diesen Dung erobern möchten. Sie werden sehen, der Zauber der Wüste Thar wird Sie nicht mehr loslassen.

Während dieser Tag sich nach einem traumhaften Sonnenuntergang dem Ende neigt, verlassen Sie die Wüste und fahren wieder zurück nach Jaisalmer in Ihr Hotel.

Tag 10

Phalodi

Nach dem Frühstück verlassen Sie Jaisalmer und steuern als erstes das malerisch historische Städtchen Phalodi an, welches ca. 141 km von Jodhpur entfernt liegt. Einst war es ein wichtiges Handelszentrum auf dem Landweg zwischen Nordwestindien und Zentralasien. Beeindruckend sind die Havelis aus dem 18. Jahrhundert, mit den schön geschmückten Fassaden aus rotem Backstein. Besonders sehenswert ist das Lal Niwas, ein kleines Heritage Hotel aus dem Jahre 1750. Es ist mit dicken alten Holztüren und reich verzierten Ornamenten an den Fensterläden geschmückt. Hier spiegelt sich nicht nur die einzigartige Kunstfertigkeit der damaligen Handwerker in der filigranen Verarbeitung wider, sondern auch der Reichtum und der Status des einstigen Bewohners. Seine traditionellen Balkone und Terrassen sowie der große Hof erinnern an die Pracht einer längst vergangenen Ära.

Shri Goddi Parshath Bhagwan Tempel

Dieser Jain Tempel wurde 1847 erbaut und bestand ursprünglich nur aus Stein. Nach und nach wurde das Innere des Tempels mit leuchtenden Glasmosaiken aus Belgien verziert. Die Einzelteile für die Mosaiken wurden aus zerbrochenen oder fehlerhaften Glaskugeln, die eigentlich für Weihnachtsbäume vorgesehen waren, geschnitten. Dieser einmalige Tempel ist ein wahres Wunderwerk der Architektur mit seiner bunten Vielfalt und den verwinkelten Ecken und Nischen.

Osian – Die kleine Tempelstadt

Nach Ihrer Besichtigung von Phalodi machen Sie sich auf den Weg in den 68 km entfernten Ort Osian. Das kleine unscheinbare Dorf liegt am Rande der Wüste Thar und war im Mittelalter eine lebendige Stadt in der Karawanen aus Persien, Zentralasien, Afghanistan und Arabien eintrafen, um Handel zu betreiben. Osian fasziniert durch seine beeindruckende Tempelarchitektur, die die einstigen jainistischen Herrscher zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert errichten ließen. Mit ihren wunderschönen Skulpturen und ihren verzierten Außenfassaden zählen diese Heiligtümer zu den schönsten Zeugnissen indischer Tempelbaukunst. Besonders beeindruckend ist, dass jeder dieser Tempel ein absolutes Unikat ist und das keiner dem anderen in irgendeiner Weise gleicht.

Mahaveer Jain Tempel

Der imposante Mahaveer Tempel aus dem 8. Jahrhundert ist ein wichtiges Heiligtum der Jain-Gemeinde und wurde im Laufe der Jahrhunderte durch neue Bauten vergrößert. Seine gewölbte Kuppel wird von üppig dekorierten Säulen gestützt, die mit prunkvollen Figuren und Ornamenten verziert wurden. Die Tempelwände sind mit zahlreichen Statuen verschiedener Gottheiten geschmückt, die mit barocken Körperformen, üppiger Oberweite, schmaler Taille und wohlgeformten Hüften keinen Zweifel am herrschenden Schönheitsideal lassen. Der Tempel beherbergt eine Statue von Mahavira, dem 24. Furtbereiter, die über 2500 Jahre alt, aus Sand und Milch geformt und mit Gold überzogen ist.

Sachiya Mata Hindu Tempel

Nicht weit entfernt befindet sich der Hindu Tempel Sachiya Mata der ursprünglich aus dem 8. Jahrhundert stammt. Die jetzige Tempelanlage wurde später mehrfach erweitert und ist der Sachi Mata, der Gemahlin des Regengottes Indra gewidmet. Einer Legende nach heiratete Indra Sachi Mata aufgrund ihrer Liebeslust. Der Tempel-Komplex ist mit prachtvollen Bögen und Szenen aus dem Kamasutra verziert. Allerdings lassen sich nur mit viel Fantasie in den Darstellungen, mit seinen doch fragwürdigen Verrenkungen der in den Stein gemeißelten Figuren erotische Stellungen erkennen.

Nach der letzten Besichtigung für heute machen Sie sich auf den Weg nach Jodhpur und checken dort in einem Hotel ein. Anschließend unternehmen Sie einen Spaziergang durch die quirlige Altstadt.

Schlendern Sie durch den von den damaligen Kolonialherren erbauten Clock-Tower und treten Sie ein in den lebhaften und farbenfrohen Sardar Market Cirdikot. Hier können Sie von Lebensmitteln aller Art, Gewürzen, Silber, Kunsthandwerk bis zu wertvollen Stoffen, exotischen Früchten, die wunderschön in Pyramidenform gestapelt sind, etc. alles kaufen. Erleben Sie das einzigartige Gewühl und lassen Sie sich von Stand zu Stand treiben.

Sie können auch einen köstlichen Tee zu sich nehmen und dabei dem Treiben gelassen zuschauen, wenn sich hupende Tuktus und Motorräder ihren Weg durch die Menge bahnen und die heiligen Kühe und Ziegen gemächlich über den Markt trotten.

Tag 11

Jodhpur – Die Blaue Stadt

Raja Jodha Singh gründete Jodhpur 1489 und machte sie zur Hauptstadt des Marwar-Reiches. Von der Stadt aus führen viele historische Karawanenrouten in die Wüste Thar, sodass Jodhpur seit jeher als Tor zur Wüste bekannt ist. Auch heute noch ist die Atmosphäre dieser längst vergangen Zeit deutlich spürbar. Es würde kaum überraschen, wenn eine Kamelkarawane bei der großen Festung eintreffen würde.

Die Altstadt von Jodhpur wird aufgrund ihrer blau gestrichenen Häuserfassaden auch die - Blaue Stadt -genannt. Ursprünglich kennzeichnete die blaue Farbe der Häuser die Bewohner als Angehörige aus der Kaste der Brahmanen. Später wurde dieser Brauch von allen anderen Bewohnern übernommen, denn das faszinierende Blau der Häuser soll Termiten und andere Insekten fernhalten.

Mehrangarh Fort – Das schönste Fort in Indien

Das majestätische Fort thront herrschaftlich auf einem 125 m hohen Felsen über der blau schimmernden Stadt Jodhpur – ein prächtiger Anblick und ein architektonisches Meisterwerk. Die einstigen Rathore-Herrscher ließen den steilen und schlangenförmigen Weg hinauf zu den Palästen mit sieben Toren und bis zu 36 m hohen Mauern sichern. In den dicken Festungsmauern sind noch Einschläge von Kanonenkugeln aus Schlachten längst vergangener Tage zu sehen sowie Handabdrücke, die an die Witwen des Maharajas Man Singh erinnern sollen, die sich damals nach seinem Ableben in den Verbrennungstod stürzten.

Im Inneren der Festungswälle befinden sich mit Gitterwerk überzogene Prachtbauten, Tempel, Pavillions, ein Labyrinth aus Höfen sowie märchenhafte geschmückte Säle die mit filigranen Steinmetzarbeiten und Schnitzereien.

Der Perlenpalast - Moti Mahal - der nicht eine einzige Perle aufweist und dennoch seinem Namen gerecht wird, ist über und über mit vielen kleinen Spiegeln bedeckt, so dass das Licht der Öllampen in den vielen Nischen sich tausendfach in den Spiegeln reflektierte und so der Eindruck von Millionen Perlen entstand. Der wunderschöne Blumenpalast - Phol Mahal - dessen Wände und Holzdecken mit einem Gemisch aus Blattgold und Leim verziert sind, wurde als Tanzsaal genutzt und diente dem Herrscher als Unterhaltung.

Das Fort zählt zu den größten und schönsten Festungsanlagen Indiens und spiegelt mit seinen gewaltigen Wällen, wunderschönen Höfen und filigran gestalteten Palastfassaden die Macht und Größe der einstigen Rajputen-Fürsten wider. Lassen Sie sich von den wunderschönen Bauwerken, welche eine wunderschöne Mischung aus Symmetrie und Asymmetrie darstellen verzaubern und spüren Sie die glorreiche Vergangenheit.

Mehrangarh Museum

Die Festung beherbergt ein hervorragendes und umfangreiches Museum. Hier können Sie kostbare Elefantensänften mit wunderschönen Pfauenverzierungen bewundern. Die größte Sänfte war dem Maharaja vorbehalten, sie war so schwer, dass sie von 12 Personen getragen werden musste. Die Waffengalerie präsentiert juwelenverzierte Waffen aller Art, wie Schwerter, Säbel, Gewehre sogar ein Schwert mit integrierter Pistole, Pfeilspitzen und Scheren u.v.a. Beeindruckend sind auch die zwei zylinderförmigen Hanteln von etwa 1,2 m Länge. Diese gehörten einer Maharani, die durch regelmäßiges Training schöner als ihre Konkurrentinnen sein wollte. Neben weiteren Kostbarkeiten wie Möbeln, Kostümen und einer Anzahl reichverzierter feinst gearbeiteter Kinderwiegen können Sie auch ein prachtvolles Zelt aus dem 17. Jahrhundert bewundern.

Alle diese exquisiten Schätze vermitteln einen Einblick in die Lebensweise bei Hofe, die keinen Zweifel über den Reichtum, Luxus und der Prunksucht der Maharajas lassen.

Jaswant Thada – Ein Ort der Stille

Beeindruckend und nicht unweit vom Mehrangarh Fort entfernt, erhebt sich auf einem schwarzen Basaltfelsen das strahlend weiße Mausoleum Jaswant Thada, welches zum Gedenken an Maharaja Jaswant Singh II. 1895 errichtet wurde. Sein kunstvoll verarbeiteter Marmor und die aufwendigen Schnitzereien spiegeln die architektonische Meisterleistung der damaligen Bildhauer wider. Das Mausoleum mit seiner herrlichen Gartenanlage ist ein Ort der Stille, hier kann man sich wunderbar von dem Trubel der Stadt erholen und die friedliche Schönheit auf sich wirken lassen.

Genießen Sie eine spektakuläre Aussicht auf die leuchtend blaue Stadt, dem Mehrangarh Fort und dem Umaid Bhavan, dem Palast des Königs von Jodhpur.

Nach der Besichtigung kehren Sie zurück zum Hotel und können den Rest des Tages frei gestalten. Schlendern Sie doch noch mal über den lebhaften Basar und nutzen Sie die Gelegenheit das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Vergessen Sie nicht dabei ein wenig um den Preis zu feilschen. Genießen Sie am Abend einen letzten Blick auf das wunderschön beleuchtete Mehrangarh Fort und den Clock-Tower.

Tag 12

Ranakpur - Jain Tempel in Vollendung

Nach einem wohltuenden Frühstück verlassen Sie Jodhpur und machen sich auf den Weg nach Ranakpur. Dieser kleine Ort liegt abgelegen und malerisch in einem bewaldeten Tal des westlichen Aravalli Gebirges. Schon der erste Anblick lässt einem den Atem stocken. In rosafarbenem Marmor unter blauem Himmel scheint der größte Tempel der Jain-Gemeinde Indiens förmlich auf dem umliegenden Grün zu schweben. Es ist einer der schönsten und zugleich wichtigsten Jain-Tempel in ganz Indien sowie ein weiteres Zeugnis jainistischer Hingabe.

Der Haupttempel Chaumukha-Mandir (Tempel der vier Gesichter) wurde Adinath, einem indischen Jain-Lehrer geweiht und wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Das Heiligtum bedeckt die gewaltige Fläche von fast 4000 Quadratmetern und ist ein wahres Wunderwerk an Steinmetzarbeiten, filigran, verwinkelt, geheimnisvoll und einzigartig. Seine verschiedenen 80 Kuppeln und die der 1.444 Säulen, wo keine der anderen gleicht, sind überwältigend.

Gefesselt von den Schreinen, Kuppeln und Säulengängen, den Tanz- und Versammlungshallen, dem einzigartigen Lichteinfall sowie der erhabenen Stimmung, die von diesem atemberaubenden Bauwerk ausgeht, bekommt dieser Tempel eine magische Aura von Unendlichkeit, dem sich kaum ein Besucher entziehen kann.

Ranakpur Dam

Den Tag können Sie idyllisch am Ranakpur Water Dam ausklingen lassen. Lauschen Sie dem Rauschen des Wasserfalls und beobachten Sie die leuchtend rote Abendsonne, wie sie langsam am Horizont verschwindet.

Tag 13

Kumbalgarh – Die Festung in den Bergen

Heute steht die Eroberung von Kumbalgarh auf dem Programm. Das mächtige Kumbalgarh Fort liegt eingebettet in den Aravalli-Bergen und thront herrschaftlich auf einem Hügel. Einst war es nach Chittorgarh, die zweitwichtigste Bastion im Mewar-Reich und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Rana Kumbha errichtetet. Aufgrund seiner Lage in den Bergen war die Festung nur schwer erreichbar und noch schwerer zu erobern. Die gewaltige 36 km lange Mauer mit seinen riesigen bauchigen Wehrtürmen, die sich an den Hängen entlang erstrecken, war für Angreifer unüberwindbar. Nur einmal erlag die Festung einer Niederlage und wurde von Moguln erobert, nachdem diese die Wasserversorgung vergiftet hatten.

Innerhalb der Forts befinden sich Paläste, Tempel, Felder, Wasserquellen, Ställe, Gebäude und Bauernhöfe. Absolut unabhängig von der Außenwelt, war die Selbstversorgung der Menschen gewährleistet. Neben der eindrucksvollen Befestigungsanlage und seinen antiken Bauwerken erwartet Sie ein wunderschönes Panorama vom höchsten Punkt der Anlage. Der Kumbalgarh-Palast wurde auf dem Gipfel der Festung, in 1100 m Höhe erbaut und bietet einen atemberaubenden Blick über die idyllische Landschaft der Aravalli-Bergkette bis hinunter in die Ebenen. An klaren Tagen kann man sogar bis nach Jodhpur blicken.

Nach der Entdeckung von Kumbalgarh setzen Sie Ihre Reise fort und fahren in ca. 100 km entfernt liegende Udaipur und checken dort in einem Hotel ein. Der Rest des Tages steht Ihnen für eigene Entdeckungen zur Verfügung.

Tag 14

Udaipur - Venedig des Ostens

Udaipur, inmitten bewaldeter Hügel, malerisch am Pichola-See gelegen ist mit seinen goldgelben Palästen eine absolute Schönheit und die exotischste Stadt Indiens. Seine stolzen Mewar-Herrscher setzten all ihre Energie und Phantasie dafür ein, um es zu einer der märchenhaftesten und idyllischsten Rajputen-Städte werden zu lassen. Im Jahre 1559 wurde das ehemals als Mewar bekannte Udaipur gegründet. Hierher floh der Maharaja Udai Singh II. vor dem letzten Angriff des Großmoguls Akbar auf Chittorgarh. Die einstige Pracht der Herrscher im alten Rajasthan ist heute noch deutlich zu spüren.

Freuen Sie sich auf die Entdeckung eines Schauplatzes, den schon die Regisseure von James Bond für den Film Octopussy und den Tiger von Eschnapur gewählt hatten.

Stadtpalast von Udaipur

Der imposante City Palace wurde 1725 erbaut und liegt am Ufer des Pichola Sees. Er zählt zu den größten und am besten erhaltenen Palastanlagen in Rajasthan. Zahlreiche Innenhöfe auf mehreren Ebenen gehören zur Anlage. Auf der linken Seite am Haupteingang befinden sich acht in Stein gemeißelte Torbögen. Hier fand zu den Geburtstagen der Maharajas ein besonderes Ritual statt. Es wurde der Wert der Maharajas in Gold und Silber aufgewogen, dieser wurde dann an die Armen verteilt.
Bestaunen Sie die prachtvollen Räumlichkeiten mit den Spiegelwänden, bunten Fenstern, Elfenbein-Türen und den Mor Showk – den Pfauenhof im Inneren der Anlage. Beeindruckend und berühmt zugleich sind die in leuchtenden Farben dargestellten Pfauenskulpturen. Sie zählen zu den prächtigsten Darbietungen des Nationalvogels in Indien.
Jagdisch-Tempel

Nicht unweit vom Stadtpalast entfernt befindet sich der Vishnu geweihte Jagdisch-Tempel aus dem 17. Jahrhundert. Das von einer Mauer umschlossene Heiligtum wirkt von außen wie eine Befestigungsanlage und ist nur über eine steile Treppe zu erreichen. Der Tempel wurde von den Mewars im hinduistischen Baustil errichtet. Da es ständig Krieg mit den Moguln gab, wurde bei dem Bau bewusst darauf geachtet, keine Stilelemente der Moguln zu verwenden. Trotz der ständigen Kämpfe wurde das Heiligtum nie zerstört und ist noch in seinem ursprünglichen Zustand zu bewundern.

Sahelion-ki Bari

Hier an den Ufern des Fateh-Sagar-Sees, erstreckt sich eindrucksvoll der einstige Vergnügungsgarten, der Sahelion-ki Bari. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde auf Wunsch einer Prinzessin angelegt, die sich diesen zur Erfrischung in den heißen Sommermonaten gewünscht hatte. Noch heute strahlt die Anlage mit seinen Marmorskulpturen und Wasserspielen einen lieblichen Reiz aus.

Pichola-Lake

Der künstlich angelegte Pichola-See, gelegen vor den Hängen der idyllischen Aravalli-Bergkette, bietet einen fantastischen Blick auf die Prachtbauten der einstigen Maharajas aus der Zeit von 1568 bis ins 19. Jahrhundert. Mitten im See befindet sich der schwimmende Palast Jag Niwas Palace. Er ist eines der teuersten und begehrtesten Hotels des Landes und nur für Hotelgäste zugänglich. Auf einer weiteren Insel erhebt sich der Jag Mandir Palace, welcher von acht riesigen Marmorelefanten am Eingang bewacht wird. Hier suchte der junge Shah Jahan 1623 Zuflucht, als er sich vor seinem Vater Jehangir nach einer verfehlten Meuterei in Sicherheit bringen musste.

Am Nachmittag unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Pichola-Lake und können dabei die ganze Pracht und Romantik der Stadt genießen. Sie besuchen das winzige Eiland Jag Mandir, "die Lustinsel" mit seinem schönen Palast, dem liebevoll gestalteten Rosengarten und Springbrunnen.

Anschließend haben Sie Gelegenheit zu einem Bummel durch die mittelalterlichen Basare der Stadt. Gehen Sie auf Entdeckungstour und genießen Sie das farbenfrohe Treiben.

Tag 15

Chittorgarh – Symbol für Tapferkeit der Rajputen

Nachdem Sie in Ruhe gefrühstückt haben fahren Sie durch die Aravalli-Berge weiter nach Chittorgarh. Die Geschichte von Chittorgarh ist eine der bewegendsten und glorreichsten in ganz Indien. Die legendäre Festung aus dem 8. Jahrhundert thront scheinbar uneinnehmbar auf einem imposanten Tafelberg. Tatsächlich aber mussten sich die Mewar-Herrscher dreimal gegen eine Übermacht durch muslimische Eroberer geschlagen geben. Die bewegte Vergangenheit der Festungsruinen, die Zeit als hier erbitterte Kämpfe geführt wurden, spiegelt sich in den prächtigen königlichen Bauten wider. Um der Versklavung durch die Eroberer zu entgehen, zogen die Rajputen den Tod vor. Sie legten Ihre Hochzeitsgewänder an und stürmten mit ihren Schwertern todesmutig auf den Feind zu und somit in den sicheren Tod. Bei dieser heftigen Schlacht ließen mehr als 7000 Rajputen-Krieger ihr Leben. Die Maharanis, zusammen mit ihrer gesamten Dienerschaft, begingen angesichts der aussichtslosen Lage Jauhar - Selbstmord, um nicht lebend in die Hände des Feindes zu fallen. Sie zündeten einen riesigen Scheiterhaufen an und warfen sich den Flammen entgegen.

Die gewaltige Festung verkörpert den Heldenmut der Rajputen mit einer Mischung aus Stolz, Romantik und Geist, in der die alte Lebensweisheit galt: "Lieber tot als würdelos".

Bhainsrorgarh Fort – Eine Oase der Ruhe

Anschließend machen Sie sich auf den Weg zum Bhainsrorgarh Fort. Das Hotel liegt im südöstlichen Teil von Rajasthan, ca. 235 km von Udaipur und ca. 50 km südlich von Kota. Der Nachkomme der einstigen Herrscher-Familie wird Sie persönlich begrüßen und dafür Sorge tragen, dass Ihr Aufenthalt in dem faszinierenden Fort zu einem herrlichen Erlebnis wird. Genießen Sie die königliche Atmosphäre, das Ambiente, die erholsame Stille mit seiner wunderschönen Natur und lassen Sie sich mit Gourmet-Mahlzeiten verwöhnen.

Tag 16

Die Geschichte vom Bhainsrorgarh Fort

Majestätisch thront das Bhainsrogarh Fort auf einen steilen etwa 200 Meter hohen Bergkamm über dem schimmernden Chambal Fluss. Erbaut wurde das Fort von Rawat Lal Singh im Jahre 1741, dem dieses als Jagir (Lehen) von Maharaja Jagat Singh II von Mewar bewilligt wurde. Das Jagir von Bhainrorgarh war von großer Bedeutung für den Chundwat Clan nachdem der Kronprinz Raho Chund Ji, den Thron zugunsten seines Stiefbruders aufgegeben hatte. Shiv Charan Singh, der jetzige Besitzer von Bhainsrorgarh Fort ist der Neunte in der Thronfolge seit Rawat Lal Singh.

Bootsfahrt auf dem Chambal River

Nach einer erholsamen Nacht unternehmen Sie früh am Morgen, so gegen 07:30 Uhr eine kleine Kreuzfahrt über das schimmernde Wasser des Chambal Rivers in einem traditionellen Boot. Dieser legendäre Fluss, der auch in alten Schriften erwähnt wird ist ein Nebenfluss des Yamuna und bietet zahlreichen Tieren eine Heimat. Hier leben 8 Arten von Süßwasserschildkröten, Otter, Flussdelfine, schwarz-aufgeblähte Seeschwalben, Saruskraniche, Schwarzhalsstörche und der beliebte Eisvogel, auch bekannt als Kingfisher.

Genießen Sie diese herrliche Ruhe und die entspannte Atmosphäre in der Morgensonne. Lauschen Sie den freudig erregten Rufen des Eisvogels und lassen Sie Ihre Blicke auch mal nach oben in die Baumkronen schweifen, dort können Sie fliegende Hunde bei einem Schläfchen beobachten. Halten Sie auch an den Ufern des Sees Ihre Augen auf, denn mit etwas Glück können Sie Krokodile und andere Echsen erblicken, die sich gut getarnt Ihrer Umgebung anpassen.

Ausflug zu den Stammesdörfern

Am Nachmittag erwartet Sie eine Jeep-Safari in die Stammesdörfer, die sich in der malerischen Landschaft rund um Bhainsrorgarh befinden. Die Fahrt durch diese Gegend führt Sie durch typisch rajasthanische Dörfer, die bis heute ohne Strom auskommen. Sie besuchen das kleine Dorf Balapura, welches am Rand eines Stausees liegt und lernen die Lebensart der Stammesbewohner kennen. Im Anschluss können Sie bei Tee und Gebäck die herrliche Ruhe sowie einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Beobachten Sie wie die Vögel sich langsam zur Ruhe begeben, die Dschungel-Katzen schleichend und auf leisen Sohlen auf die Jagd gehen und lauschen Sie den Tempelglocken des Dorfes, die das Ende des Tages einläuten.

Tag 17

Kota

Sie verlassen Bhainsrorgarh und setzen Ihre Fahrt in Richtung Kota fort. Die Stadt liegt am östlichen Ufer des Chambal Flusses und wurde 1264 gegründet. Im 17. Jahrhundert erlangte es seine heutige Größe als Rao Madho Singh, ein Sohn des Herrschers von Bundi, die Stadt vom Mogul Kaiser Jahangir geschenkt wurde. Kota wurde 1624 ein unabhängiger Fürstenstaat und blieb es auch bis zur Unabhängigkeit Indiens. Einst war Kota ein strategisch wichtiger Ort. Heute ist die Stadt Hauptquartier der indischen Armee und wichtiges Handelszentrum für lokales Getreide, wie Hirse, Weizen, Koriander usw. Die moderne Industriestadt hat sich etwas von seinem ehemaligen Charme innerhalb der Altstadt bewahren können.

Stadtpalast

Der Stadtpalast ist eine verwirrende Kombination aus bengalischen Dächern, verspielten Erkern und Balkonen. Im inneren der Anlage befinden sich große kunstvolle Einlegarbeiten aus Spiegeln und Glas, die die Wände und Decken schmücken. Szenen aus dem Leben von Gott Krishna werden eindrucksvoll in den Fresken aus dem 18. Jahrhundert dargestellt. Riesige Grünflächen, eindrucksvolle Vorhöfe, Marmorgänge und die königlichen Erbstücke vollenden das aristokratische Ambiente.

Rao Madho Singh Museum

Innerhalb der Anlage befindet sich das Rao Madho Singh Museum. Hier kann man einige Schätze aus der Privatsammlung des einstigen Herrschers besichtigen. Besonders sehenswert ist der kleine königliche Audienzsaal Raj Mahal mit seinen wunderschön dekorierten Fenstern. Hier befinden sich Bilder aus der Zeit der Moguln bis zur britischen Kolonialzeit.

Bundi - Ein kleiner Geheimtipp

Weiter geht es in das Städtchen Bundi. Abseits der üblichen Touristenpfade liegt das malerische Bundi im Herzen der Vindhya-Berge. Das 1342 gegründete und zeitweise unabhängige Fürstentum geriet zu Beginn des 17. Jahrhunderts in die Abhängigkeit der Moguln von Delhi und ab 1818 übernahmen die Briten die Herrschaft.

Das verträumte Bundi ist noch wenig vom Tourismus berührt und hat sich bis heute seinen ursprünglichen Charakter aus längst vergangenen Tagen erhalten. Die kleine Stadt ist mit seinen märchenhaften Seen, engen Gassen, den zauberhaften kleinen bunten Havelis und dem malerischen Palast ein Ort, in dem man Ruhe findet, sich niederlassen und das vorbeiziehende Leben beobachten kann.

Raniji ki Baori - Der Stufenbrunnen

In Bundi gibt es mehrere Stufenbrunnen doch einer der schönsten ist der 1699 erbaute Raniji ki Baori, den die Maharani des damaligen Herrschers in Auftrag gegeben hatte. Der 46 m tiefe Brunnen liegt im Herzen der Stadt und ist mit reich verzierten Torbögen und Säulen geschmückt.

Ghar Palace

Schon von weithin sichtbar thront an einem Felsen die riesige Palastanlage, der Ghar Palace. Durch ein riesiges Elefantentor, aus dem Jahre 1607, betritt man die ausgedehnte, aus Bauwerken unterschiedlicher Epochen bestehende Anlage. Mit seinen zahlreichen Wandmalereien aus dem 17. und 19. Jahrhundert bekommt man einen Einblick in die Mythologie, die Geschichte der Stadt und dem Leben am Hofe. Von einem der Balkone hat man einen spektakulären Blick über die Stadt.

Taragarh Fort - Die Sternenfestung

Am Ghar Palace vorbei führt ein steiler Weg hinauf auf einen Berg, zum Taragarh Fort. Die Überreste des Forts stammen aus der Gründungszeit der Stadt und wurden um 1350 erbaut. Erhalten geblieben sind einige Zinnen, eine massive Kanone und die in den Fels gehauenen Wasserbehälter. Auch hier wird man wieder mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt belohnt, besonders bei Sonnenuntergang.

Tag 18

Orchha – Eine verborgene Schönheit

Das beschauliche und märchenhafte Orchha war einst ein Fürstenstaat im alten Reich von Bundelkhan. Die mächtige, am Ufer des Flusses Betwa gegründete, Rajputen-Hauptstadt entwickelte sich während der Herrschaft der kriegerischen Bundela-Dynastie zur bedeutendsten Ortschaft der Gegend. Die Gründer der Stadt hinterließen fantastische Bauwerke in verschiedenen architektonischen Baustilen, in dem sich hinduistische, indo-islamische und europäische Einflüsse vereinen.

Sie werden dem Charme dieser kleinen Stadt mit seinen rosa bemalten Häusern, den malerischen Gässchen, dieser unberührten Schönheit mit seinen herrlichen Palästen und Tempeln sofort erlegen sein.

Orchha und seine Paläste

Das beeindruckende Fort aus dem 15. Jahrhundert liegt auf einer Anhöhe inmitten dichter Vegetation. Eine wahre architektonische Meisterleistung mittelalterlicher Baukunst ist die beeindruckende Granitbrücke, die zur Befestigungsanlage führt, welche von zwei unglaublich imposanten Palästen aus dem 17. Jahrhundert beherrscht wird.

Der Raj Mahal wurde von Bharti Chand, dem Sohn des ersten Herrschers und dessen Nachfolger Madhukar Shah errichtet An seinen Wänden und Decken präsentieren sich Zeichnungen von Rama, Krishna und den Angehörigen aus dem Adelsgeschlecht Orchhas. In den Darstellungen werden sie als Ringer, Kämpfer, Tänzer und Jäger gezeigt.

Der Jahangir Mahal ist das schönste Bauwerk und eine wahre Herausforderung mit seinen steilen Treppen und abschüssigen Durchgängen. Seine imposante Fassade ist mit zahlreichen dekorativen Balkonen, Türmchen und Domen bestückt. Hinter einem massiven und reich verzierten Eingangstor verbirgt sich der mehrstöckige Palast mit seinem Innenhof, um den sich in mehreren Stockwerken insgesamt 136 königliche Gemächer formieren. Alle Zimmer des Palastes waren einst mit Wandmalereien dekoriert, von denen heute nur noch Überreste sichtbar sind. Der Jahangir Mahal ist ein Paradebeispiel mittelalterlicher Baukunst und zeigt für jene Zeit typisch in dieser Region, wie indo-islamische Architektur miteinander harmonisiert.

Die einstigen Herrscher sind schon lange ausgezogen und die Bauwerke seitdem sich selbst überlassen. Somit ist es nicht verwunderlich, das Languren-Affen, Vögel und Fledermäuse die Ruinen bevölkern.

Die Tempel von Orchha

Orchha beherbergt auch sehenswerte Tempel, unter anderem den beeindruckenden Ram-Raja-Tempel. Einer Legende zufolge hat die tiefgläubige Maharani, einst ein Bildnis Ramas von einer Wallfahrt aus Ayodhya mitgebracht. Im Traum hatte Rama bestimmt, dass seine Darstellung dort verbleiben sollte, wo es zuerst aufgestellt wurde. Zu dieser Zeit existierte jedoch kein Tempel und so wurde das Bildnis im Palast aufgestellt und durfte danach weder bewegt noch von seinem Platz entfernt werden. Mit der Zeit wandelte sich der für das Rama-Bildnis unwürdige Palast in ein Heiligtum um. Der Rama-Raja Tempel ist heute eine wichtige Wallfahrtsstätte für zahlreiche Pilger geworden.

Würdevoll ragen die spektakulären Türme des Chaturbhuj-Tempel über dem Ram-Raja-Tempel in den Himmel. Dieses mächtige Gebäude ist ebenfalls Gott Rama geweiht, da die Bundela-Könige Anhänger dieser Gottheit waren. Der Weg nach oben auf das Dach führt über mehrere Wendeltreppen. Angekommen auf dem heiligen Dach erwartet Sie zwischen denen von moosbewachsenen Türmen und Kuppeln ein herrlicher Ausblick auf Orchha und seine Umgebung.

Auch diese Gebäude sind sich ihrem Schicksal überlassen worden, darum ist es ratsam eine kleine Taschenlampe im Gepäck zu haben, da es teilweise keinerlei Lichtquellen gibt.

Die Begräbnisstätten der Herrscher

Die Kenotaphe der damaligen Könige von Orchha befinden sich direkt an dem malerischen Betwa-Fluss, versteckt zwischen verwilderten Gärten und alten Bäumen. Einen wunderschönen Blick auf die kunstvollen tempelähnlichen Gedenkstätten liefern die grünen Berge im Hintergrund. Genießen Sie hier die Ruhe und schauen Sie den Kindern an den Ghats beim Baden zu und beobachten Sie im Licht der Dämmerung, wie die Geier über den Chhattries ihre Kreise ziehen.

Tag 19

Khauraho – Sinnlichkeit in Stein gemeißelt

Heute führt Sie Ihre Reise zu den Höhenpunkten des indischen Subkontinents, nach Khajuraho. Nach ca. 4 Stunden Fahrt erreichen Sie den kleinen Ort mit seinen Kamasutra-Tempelgruppen, die zu den prachtvollsten Beispielen mittelalterlicher Tempelkunst in Indien zählen. Sie wurden zwischen 950 und 1050 von der Chandella-Dynastie, einem Rajputen-Herrschergeschlecht, erbaut. Die Tempel sind vor allem wegen ihrer zahlreichen erotischen Skulpturen weltberühmt. Diese Meisterstücke der Steinmetzkunst veranschaulichen sämtliche Aspekte des menschlichen Daseins. Hier tummeln sich Götter, Tiere, Krieger und vor allem reizend, sinnlich, verführerisch kokette Mädchen, Frauen mit tollen Figuren und prallen Brüsten sowie Liebespaare in vollendeter Leidenschaft. Als die Briten die Tempel zum ersten Mal sahen, waren sie schockiert von den pornografischen Darstellungen. Sie missverstanden die wahren Absichten der Bildnisse, die die Geschichte der Hochzeit zwischen Gott Shiva, dem Schöpfer und Zerstörer und Parvati erzählen. Der Vollzug der Ehe und die höchstmögliche spirituelle Erfahrung werden auf diese Weise zum Ausdruck gebracht und spiegeln die Zeugung neuen Lebens wider. Die Hindus des Mittelalters glaubten fest daran, das eine vollkommene sinnliche Hingabe beim Liebesakt erforderlich ist, wenn es neben der körperlichen auch zu einer seelischen Vereinigung kommen soll.

Über 2000 Skulpturen schmücken die Tempelwände und oftmals ist es gar nicht so leicht, die verschiedenen erotischen Szenen und Figuren in dieser übermächtigen Fülle an Darstellungen auszumachen. Sie werden über dieses sinnliche Freilichtkino erstaunt sein, welches mit seiner raffinierten Verführung, den akrobatischen Verrenkungen und dieser Fülle an tabuloser, sexueller Freizügigkeit nirgendswo sonst in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt wird.

Tag 20

Datia

Nach der Besichtigung des steinernden Kamasutra-Bilderbuchs am Vortag machen Sie sich heute auf den Weg in das ca. 210 km entfernt liegende Datia und checken dort in einem Hotel ein. Das kleine ummauerte Städtchen wird von dem prächtigen Narsing-Dev-Palast aus dem 17. Jahrhundert beherrscht. Er ist ein fantastisches Beispiel für die Verschmelzung der Rajput- und Mogul-Architektur. Das mächtige Bauwerk wurde im Jahre 1620 von dem Bundela-König Birsingh Deo von Datia errichtet. Bei dem Bau hat der Herrscher auf Eisen und Holz verzichtet und nur Steine und Ziegel verwendet. Der quadratische Grundriss mit seinen vier achteckigen Türmen ist an jeder Ecke mit Steingitterwerk verziert und hat fünf Stockwerke. Seine Kuppeln sind wunderschön gerippt und die Decken der Innenräume sind mit erhabenen Fresken geschmückt. Mit seinem Brückenlabyrinth, Kuppel-Pavillions und seinen versteckten Durchgängen und Terrassen zählt der sehr selten besuchte Palast zu den schönsten mittelalterlichen Bauten Indiens.

Genauso wie in Orchha empfiehlt es sich auch hier eine Taschenlampe bei sich zu haben.

Tag 21

Gwalior – Die Unbesiegbare

Nach einem guten Frühstück verlassen Sie Datia und steuern als nächstes Ziel die antike Stadt Gwalior an. Das ehemals wichtige Fürstentum wurde im 8. Jahrhundert gegründet und kann auf eine wechselvolle, bis weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurückschauen. Auch hier rankt sich wieder mal eine Legende um die Gründung von Gwalior. Der unheilbar an Lepra erkrankte Rajputen-Häuptling Suraj Sena wurde während einer Jagd sehr durstig und bat den Eremiten Gwalipa um ein Schluck Wasser. Dieser füllte einen Behälter mit Wasser aus dem Teich des Suraj-Kund und reichte dem Herrscher die gewünschte Erfrischung. Das kühle Nass löschte nicht nur den Durst des Königs, es bewirkte auch eine Heilung seiner Krankheit. Aus Dankbarkeit über seine Genesung ließ Suraj Sena eine Festung errichten und erweiterte den Teich aus dem er den heiligen Trank erhalten hatte. Gwalipa sagte dem Geheilten voraus, dass seine Dynastie so lange die Herrschaft ausüben könne, wie sie den Namen Pal tragen würde. Suhans nächsten 83 Nachkommen hielten sich an den Rat, bis im 12. Jahrhundert der 84. Nachkomme die Sitte brach und Tej Karan nannte. Das bedeutete das Ende des Königreichs.

Das antike Gwalior hat sich mit der Dynamik und der Energie des 21. Jahrhunderts arrangiert ohne dabei ihren Glanz und die Pracht aus vergangenen Zeiten eingebüßt zu haben.

Tirthankaras – Steinkulpturen

Auf dem Weg hinauf zum Gwalior Gate befinden sich mächtige, in den Fels gehauene Tirthankaras, Steinskulpturen des Jainismus. Die im 15. Jahrhundert entstandenen lebensgroßen Figuren zeigen die nackten Körper der 24 jainistischen Lehrer und Erlöser. Besonders beeindruckend ist die 17 m hohe, stehende Figur des Adinath, dem ersten geistigen Führer des Jainismus – Tirthankar.

Die Festung von Gwalior

Die gigantische Festung von Gwalior wacht majestätisch auf dem gewaltigen Sandsteinfelsen Gopagiri hoch über der Stadt. Mit ihren beeindruckenden Außenwänden, die mehr als 3 km lang und fast 11 m hoch sind, zählt sie zu einer von Indiens unbesiegbarsten Festungen. Im Inneren der gewaltigen Anlage befinden sich wahre Meisterwerke mittelalterlicher Architektur. Das gigantische Bauwerk beeindruckte den afghanischen Kaiser Babur so sehr, dass es ihn dazu verleitete, es als, - Perle unter den Festungen der Hindus – zu bezeichneten.

Lassen Sie sich von dem einzigartig zeitlosen Reiz, den Gwalior mit seiner fürstlichen Vergangenheit, die sich in der großartigen Architektur der prachtvollen Bauten widerspiegelt, verzaubern.

Man-Mandir-Palast – Der gemalte Palast

Dieser Königspalast wurde im 15. Jahrhundert vom Tomar-Herrscher Raja Man Singh erbaut und zählt zu den schönsten und ungewöhnlich gestalteten Palästen Indiens. Die Außenwand ist mit glasierten türkisfarbenen, blauen und grünen Kacheln überzogen, die mit einem gelben Entenfries sowie mit wunderschönen farbigen Mosaiken von Tigern, Pfauen und Elefanten dekoriert ist. Diese Einzigartigkeit brachte dem Mandir Palast den Namen Chit Mandir – gemalter Palast ein. Dieses wunderbare Bauwerk, mit seinen kuppelüberwölbten Türmen und fein gearbeiteten Gitterfenstern besteht aus zwei offenen Innenhöfen, die von Wohnräumen auf zwei Etagen umgeben sind. Die Palasträume im Innern wurden ihrer damaligen Pracht beraubt und sind nur ein leeres stummes Zeugnis vergangener Jahrhunderte. Ausgedehnte Kammern mit ungewöhnlich, steinernen Gittern waren einst Musikhallen, und hinter den Gittern lernten die königlichen Damen das Musizieren von den großen Meistern der damaligen Zeit.

Selbst der große Mogul-Kaiser Akbar war von der Außenfassade so fasziniert das er sich beim Bau seiner eigenen Gebäude davon inspirieren ließ.

Beeindruckend und etwas gruselig sind die zwei unterirdischen Stockwerke, die ursprünglich für besonders heiße Sommertage als Rückzugsort vorgesehen waren und durch eingearbeitete Sprachrohre in den Wänden mit einander verbunden wurden. Die Mogul-Herrscher und auch Aurangzeb, nutzten die Räume jedoch als Verliese. So hielt Aurangzeb seinen Bruder Murad fünf Jahre lang gefangen, bevor er ihn 1661 hinrichten ließ.

Sas-Bahu-Mandir

Die im 11. Jahrhundert errichteten Bauten des Sas-Bahu-Mandir werden auch als Schwiegermutter- und Schwiegertochtertempel bezeichnet. Der Schwiegermuttertempel ist Gott Vishnu geweiht. Die vier gigantischen Säulen, die mit Schutzgöttern verziert sind, stützen das Dach. Der kleinere Schwiegertochertempel ist Shiva geweiht. Seine Wände sind mit feinen Intarsien von Tänzerinnen und Gottheiten geschmückt. Über dem Haupteingang sind schöne Reliefs von Shiva und Vishnu zusammen mit ihren Frauen zu sehen. Genießen Sie die atemberaubende Aussicht von den Zinnen hinüber zum gigantischen Gwalior Fort.

Teli-ka-Mandir

Der klotzartig wirkende Tempel Teli-ka-Mandir stammt aus dem Jahre 750 n. Chr. und ist das älteste Bauwerk. Seine Bauweise vereint südindische und indoarische Stilelemente und ist mit Figuren und Ornamenten reich verziert. Zahlreiche Kriege und Schlachten in Gwalior haben an dem Vishnu geweihten Tempel ihren Spuren hinterlassen. Gut erhalten sind die Flussgöttin Jamu mit einer Schildkröte und Ganga mit einem Krokodil am Eingangsbereich des Tempels.

Die Engländer zweckentfremdeten den Tempel und nutzen ihn als Sodafabrik wodurch die Zerstörung ihren Lauf nahm. Trotz seiner guten Beziehungen zu den Briten konnte der Maharaja Jaya Rao Scindia von Gwalior nichts gegen den Missbrauch der hinduistischen Kultur unternehmen.

Tag 22

Agra

Nach einer tollen Reise in die Vergangenheit heißt es Abschied nehmen von Gwalior. Sie machen sich auf den Weg in das ca. 125 km entfernte Agra. Die Stadt, am Ufer des Yamuna Flusses gelegen wurde 1504 von Sikander Lodi gegründet. Seine Bauwerke spiegeln die Pracht den und Reichtum eines Staates wider, der sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert über einen großen Teil Indiens ausdehnte. Seine Blütezeit erlebte Agra mit dem Großmogul Kaiser Akbar. Er erbaute in acht Jahren mit 4.000 Arbeitern die prächtige Burgfestung: das Agra Fort. Bis heute hat die Stadt nichts von seiner mittelalterlichen Ausstrahlung verloren.

Agra Fort

Nach dem Check-In im Hotel besuchen Sie das Agra Fort. Die gewaltige Festung am Ufer des Flusses Yamuna, ist umgeben von einer 2,5 km langen und 20 m hohen Doppelmauer. Die majestätischen Tore, prachtvollen Türme und Bastionen spiegeln die einstige Macht vergangener Herrscher eindrucksvoll wider. Mit seinen reich verzierten Privatgemächern, den märchenhaft ausgestatteten Audienzhallen und Moscheen, zählt die Burganlage zu den schönsten Festungen in Indien. Die eleganten Marmorpavillons mit ihren goldenen Dächern im bengalischen Stil bieten einen wundervollen Blick auf das Taj Mahal.

Taj Mahal – Denkmal ewiger Liebe

Am Nachmittag erwartet Sie das wohl berühmteste Wahrzeichen Indiens und die schönste Liebeserklärung aller Zeiten: das Taj Mahal. Inmitten einer wunderschönen Gartenanlage erhebt sich das atemberaubende Monument der Liebe. Jeder, der zum ersten Mal die Gartenanlage betritt und unvermittelt vor dem Taj Mahal steht, wird den Augenblick nicht vergessen, in dem das wohlbekannte Bild zur Wirklichkeit wird. Shah Jahan ließ dieses Meisterwerk für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Ein Liebesbeweis, wie es die Welt zuvor noch nie gesehen hat. Ein Traum aus weißem Marmor, der je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen in verschiedenen Farben erstrahlt. Lassen Sie sich gefangen nehmen vom diesem einzigartigen Denkmal ewiger Liebe, welches durch seine Formen und Gestaltung, den Eindruck perfekter Harmonie vermittelt. Beobachten Sie am späten Nachmittag, wie sich die Fassade vom Taj Mahal bei Sonnenuntergang in einen exotischen Orangeton verfärbt.

Tag 23

Delhi

Nach dem Frühstück verlassen Sie die Moguln-Stadt und fahren wieder in die Millionen Metropole Delhi.

Hier können in einem Hotel noch ein letztes indisches Dinner genießen bevor Sie am späten Abend zum Flughafen gefahren werden.

Namaste Indien

Heute heißt es Abschied nehmen von Indien. Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen von Delhi gefahren. Mit beeindruckenden Erlebnissen im Gepäck treten Sie Ihre Heimreise an.


Hinweis: Das Taj Mahal ist freitags geschlossen.

22 Übernachtungen:

Im Reisepreis enthaltende Leistungen:

Nicht im Reisepreis enthalten:

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