Reisebeschreibung:



Auf dieser Reise erleben Sie die Vielfalt, den Zauber und die Schönheit Südindiens. Tamil Nadu hat eine  überwältigende Kultur zu bieten, die kaum zu übertreffen ist. Die prächtigen Tempel in Mahabalipuram und der französische Hauch in Pondicherry werden Sie begeistern! In Gangaikonda Cholapuram erwartet Sie eine prächtige Tempelanlage aus der Zeit der Chola Dynastie. Weiter geht es in die unentdeckte Chettinad-Region mit seinen herrlichen Händlervillen, geschmückt mit Teakholz-Säulen. Bevor Sie Tamil Nadu verlassen besuchen Sie Madurai, eine der ältesten Städte Südindiens. Hier erwartet Sie der atemberaubende Sri-Meenkshi-Sundareshwara-Tempel.

Das zauberhafte Kerala, liegt entlang der exotischen Malabarküste, und ist ein atemberaubendes Paradies. Verziert mit Kokospalmen, Felsformationen, malerischen Lagunen, herrlichen Sandstränden und natürlichen Häfen. Erleben Sie diese üppige Tropenlandschaft und entdecken Sie wie einst der portugiesische Seefahrer, Vasco da Gama,  God’s Own Country.

Erobern Sie die alte Hafenstadt Cochin, Indiens erste Kolonie, die von Portugiesen, Holländern und schließlich den Briten besetzt wurde. Erspähen Sie wilde Elefanten im Periyar Nationalpark und tauchen Sie ein in die Welt des Tees und Gewürze.

Der wahre Himmel auf Erden sind die Backwaters von Kerala. Die schönste Art diese einzigartige Zauberwelt zwischen Land und Wasser zu entdecken, erfahren Sie bei einer Bootstour auf einem traditionellen Hausboot. Genießen Sie die Fahrt durch die verzweigten Kanäle, entlang malerischen Lagunen, vorbei an Palmen, abgelegenen Dörfern und Reisfeldern. Gleiten Sie durch diese tropische Märchenlandschaft und entspannen Sie in dieser ruhigen Atmosphäre.

Erleben Sie das alte exotische Indien, wo Mythos und Geschichte eng miteinander verbunden sind, sowie die Herzlichkeit der Menschen mit ihrer himmlischen Gelassenheit.

Das folgende Reisebeispiel ist eines von vielen Möglichkeiten und kann ganz individuell auf Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zusammengestellt werden.

Reisebeispiel ab € 1510,00 pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück bei einer Teilnahme von mindestens 2 Personen.

Preise für Gruppen ab einer Mindestteilnehmerzahl von 11-15 Personen sowie Einzelzimmer auf Anfrage

Flug nach IndienAufbruch nach Südindien

Chennai TempelAnkunft in Chennai am nächsten Tag

Namaste und ein herzliches Willkommen in Chennai, Tamil Nadus Hauptstadt. Nach Ihrer Ankunft am Morgen werden Sie am Flughafenausgang  von einem örtlichen Mitarbeiter begrüßt und zu Ihrem Hotel begleitet. Nach dem Check-In können Sie sich von der langen Anreise erst einmal erholen und akklimatisieren.

Besichtigung von Chennai

Chennai, das ehemalige Madras, hat zwar vergleichsweise wenige Attraktionen zu bieten im Vergleich zu Delhi, Mumbai und Kalkutta, jedoch gehört sie zu der viertgrößten Stadt Indiens und ist mit Recht stolz darauf, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Südens zu sein.

Am Nachmittag unternehmen Sie frisch gestärkt eine Besichtigungstour durch die Stadt und erkunden das architektonische Vermächtnis aus der Kolonialzeit.

Fort St. George

Die älteste englische Festung wurde 1640 von den Briten zu Beginn der East India Company errichtet und bestand mehr oder weniger nur aus einem befestigten Lagerhaus. Das Fort wurde zum Hauptquartier der Präsidentschaft in Madras und neben Bombay und Bengalen auch eine von drei Verwaltungseinheiten der britischen-ostindischen Kompanie. Nach und nach entwickelte sich eine Siedlung um die Festung herum, die zum Zentrum der Stadt wurde. Nachdem die Briten im 18. Jahrhundert damit begonnen hatten mit Frankreich um den Vorrang der Vorherrschaft in Südindien zu kämpfen, wurde das Fort St. George 1746 im ersten karnatischen Krieg von den Franzosen erobert. Nach dieser Niederlage wurden die Befestigungen verstärkt, sodass die Festung eine weitere Belagerung durch die Franzosen 1758-1759 überstand.

Fort Museum

Das historisch sehr interessante Fort Museum wurde in den Räumlichkeiten des Exchange Building, der ersten Börse von Madras untergebracht. Es ist eine wahre Schatzkammer britischer Kolonialgeschichte und breitet sich auf zwei Etagen aus. Durch die Vielzahl an Dokumenten erhält man einen ausführlichen Einblick in die Geschichte des einstigen Madras. Neben Waffen, Münzen, Medaillen und Uniformen vermitteln die historischen Fotografien und Stiche einen interessanten Einblick in das Leben zur Blütezeit des britischen Königs. Aber auch die noch existierenden Originalbriefe hoher britischer Beamter, in denen von Problemen und Aufgaben der Regierungstätigkeit die Rede ist, sind von großem Wert.

St. Mary’s Church

Die schöne St. Mary’s Church liegt im südlichen Teil des Forts. Sie wurde am 28. Oktober 1680 eingeweiht und ist die älteste anglikanische Kirche Indiens. Sie ist der einzige Ort, auf dem doch sehr bürokratisch geprägten Fort-Gelände, an dem man noch die Atmosphäre der britischen Kolonialzeit deutlich spüren kann. In dem von weit ausladenden Bäumen eingerahmten Gotteshaus herrscht ein von jahrhundertealte Tradition geprägtes Klima, welches durch die stilvolle Holzausstattung, dem hohen Gewölbedach und vor allem die imposanten Statuen und Gedenktafeln berühmter Persönlichkeiten des britischen Empire beitragen. Fotografien im Eingangsbereich zeigen unter anderem Königin Elizabeth II. bei Ihrem Besuch.

St. Thomas Basilica

Auf der anderen Seite von Chennai, im Stadtteil Mylapore befindet sich die leuchtend weiß getünchte St. Thomas Basilica. Sie wurde ursprünglich von den Portugiesen im frühen 16. Jahrhundert im neugotischen Stil erbaut und markiert die Begräbnisstätte des Apostels, der kurz nach dem Tod Christi nach Südindien kam.

Kapaleeshwar Tempel

Mitten im Zentrum von Mylapore befindet sich der Kapaleeshwar Tempel. Er ist mit Abstand der beeindruckendste Bau der Stadt und eine bedeutende Pilgerstätte. Das Gott Shiva gewidmete Heiligtum geht in seinen Ursprüngen auf das 7. Jahrhundert  zurück und ist ein gutes Beispiel für die klassische dravidische Architektur mit seiner abgestuften Pyramiden-Form, welche mit farbenfrohen Statuen von Göttern, Dämonen, Kriegern und Königen bedeckt ist.

Chennai Mahabalipuram
Von Chennai nach Kanchipuram und Mahabalipuram

Nach einem guten Frühstück verlassen Sie die pulsierende Stadt und machen sich auf den Weg in das nur 70 km entfernt liegende Kanchipuram. Die Stadt der Tausend Tempel war einst die Hauptstadt der Pallava-, der Chola- und der Vijayanagar-Könige und sie war schon lange vor dem 7. Jahrhundert ein bedeutender Pilgerort der Buddhisten und Hindus. Kanchipuram ist bis heute einer der sieben heiligen Städte Indiens, die sowohl Shiva als auch Vishnu geweiht ist. Ihren Beinamen als – Stadt der Tausend Tempel – trägt sie zu Recht. Es gibt keine Stelle in der Stadt von der aus man kein Heiligtum erblicken kann. Sie ist berühmt für ihre leuchtende, kunstvolle gemusterte Seidenweberei, die auf eine tausendjährige Tradition zurück blickt.

Kailasanatha-Tempel

Diese Tempelanlage aus dem 7. Jahrhundert, gebaut aus Sandstein, umgeben von 58 kleinen Schreinen ist nicht nur beeindruckend sondern auch sehr filigran gearbeitet. Der Komplex zählt zu den ältesten freistehenden Steintempeln und ist Gott Shiva geweiht. Imposant sind die Darstellungen von Gott Vishnu in einer sitzenden, stehenden und ruhenden Positionen sowie die ebenfalls sehr sehenswerte Darstellung des legendären Tanzwettbewerbs zwischen Lord Shiva und seiner Gemahlin Parvati.

Ekambareshvara Tempel

Der größte Tempelkomplex der Stadt ist der Ekambareshvara Tempel aus dem Jahre 1509. Mit seinem 58 m hohen Gopuram ist er ein weithin sichtbares Symbol aus der Vijayanagar-Dynastie. Einer Legende nach soll Shiva die Veden in einen Mangobaum mit vier Ästen verwandelt haben und sich in Form eines Lingams darunter niedergelassen haben.

Mahabalipuram

Nach der Besichtigung von Kanchipuram machen Sie sich auf den Weg nach Mahabalipuram. Das kleine ruhige Fischerdorf liegt an der Koromandel-Küste und war vor 1.300 Jahren eines der bedeutendsten Häfen an der indischen Ostküste. Hier befinden sich Monumente aus dem 7. und 8. Jahrhundert mit großartigen Steinmetzarbeiten. Die Pallava Könige legten den Grundstein für die einzigartige drawidische Tempelbaukunst.

Der Küstentempel

Direkt am Strand von Mahabalipuram befindet sich der Küstentempel. Dieser Tempel wurde im 8. Jahrhundert erbaut und gehört zu den ältesten Steintempeln in Südindien. Er ist dem Hindu-Gott Shiva geweiht und erhebt sich auf einem durch Granitsteine befestigen Podest. Dieser wunderschöne Küstentempel besticht besonders durch seine harmonischen Formen, der wunderbar gearbeiteten Fassade und seinen zahlreichen Nandi Figuren. In Zeiten, als Mahabalipuram noch eine bedeutende Hafenstadt war diente der Tempel einst den Seefahrern zur Orientierung. Besonders sehenswert ist der Tempel am frühen Morgen, wenn hinter dem Meer die aufgehende Sonne den Bau in golden erstrahlen lässt.

Die Fünf Rathas

Am Stadtrand von Mahabalipuram befindet sich ein architektonisches Abenteuer, die Fünf Rathas aus dem 7. Jahrhundert. Diese aus dem Sand emporragenden Granitblöcke wurden mit enormer handwerklicher Aufwendung zu fünf Scheintempel sowie drei Tierskulpturen (Elefant, Bulle, Löwe) gestaltet. Diese Tempelgruppe diente als Experiment, an denen die Pallavas alle Stilrichtungen der südindischen Baukunst mit einander verglichen und erprobten.

Draupadi-Ratha-Tempel

Der erste und kleinste Tempel wurde nach Draupadi  benannt. Er steht zusammen mit dem Arjuna-Ratha-Tempel auf einer von kleinen Löwenfiguren getragenen und ca. 50 cm hohen Plattform.  Das durch Pfeiler aufgeteilte Erdgeschoss weist im Relief, gearbeitete weibliche Wächterfiguren, an der linken und rechten Seite des Eingangs auf sowie Nischen mit Götterfiguren an den übrigen Außenwänden. Im Hauptraum, der sogenannten Cella, befindet sich auf einem Lotuspodest ein unvollendetes Relief der Göttin Lakshmi, mit anbetenden Figuren.

Arjuna-Ratha-Tempel

Dieser Tempelbau steht südlich von Arjuna Ratha und sein Erdgeschoss ist durch Mauervorsprünge sowie mit Figuren in den Nischen geschmückt. An dem mit kleinen Blendfenstern verzierten Gesims befinden sich umfangreiche Scheinbauten in Form von kleinen Schreinen, die sich im oberen Teil des gestuften Daches wiederholen. Das Dach ist mit einer leicht gerippten Schirmkuppel versehen.

Bhima-Ratha

Dieser längliche Tempel wurde nach buddhistischer Architektur errichtet und scheint in einigen Bereichen unvollendet. Das leicht abgerundete Gesims ist mit kleinen Blendfenstern verziert. Darüber sind zahlreiche Scheinbauten, die ein fast palastähnliches mit Dachgauben geschmücktes Gebäude einkreisen, dessen Giebelfronten durch Scheineingänge mit beeindruckenden Aufbauten markiert sind.

Dharmaraja-Ratha

Der größte Bau der Tempelgruppe ist der Dharmaraja-Ratha, der im großen und ganzen dem Arjuna-Ratha ähnelt.

Nakula-Sahadeva-Ratha

Etwas versetzt steht der letzte der fünf Rathas. Sein Eingang ist nach Südwesten ausgerichtet und mit seiner abgerundeten Form auf einer Seite unterscheidet er sich architektonisch von den anderen Bauwerken. Sein Dachaufbau ist ein Mittelding zwischen dem Bhima-Ratha und dem Dhamaraja-Ratha.

Arjuna’s Buße – Eine imposantes Steinrelief

Zu den schönsten und fantastischen Reliefs in ganz Indien zählt gewiss die Steinmetzarbeit von Arjunas Buße. Sie gehört zu den atemberaubendsten Attraktionen von Mahabalipuram. Es ist ein wundervolles, aufwendig gearbeitetes, ca. 15 m hohes und 33 m breites Relief aus dem 7. Jahrhundert und somit das größte der Welt. Diese einzigartige Figurenvielfalt ist ein wahres Meisterwerk, eine Vielfalt aus Göttern, Tieren und Menschen.

Eine Geschichte erzählt die Legende vom sterbenden Arjuna, der sich seine Schuld an der Bluttat von Verwandten und Freunden, während einer Schlacht eingestand und daraufhin für seine Taten büßte.

Eine andere Geschichte erzählt den Mythos von der Herabkunft der Göttin Ganga vom Himmel auf die Erde. Diese besagt, dass der auf einem Bein stehende meditierende Asket Baghirata durch seine Askese dafür gesorgt hat, dass der Fluss Ganges auf die Erde nieder kommt. Dargestellt wird der Ganges durch einen Spalt in der Mitte eines Felsen, durch den Wasser fließen kann.

Ganz gleich welche Geschichte die Wahre ist, der meisterhafte Anblick mit den faszinierenden Steinmetzarbeiten wird Sie begeistern!

Krishnas Butterball

Dieser gewaltige Felsbrocken ist eine Laune der Natur, der scheinbar dem Gesetz der Schwerkraft trotzt und mit königlichem Stolz auf einem Hügel thront und dabei den Eindruck erweckt, als würde er jeden Moment herunterrollen. Seien Sie mutig und sichern Sie sich ein schattiges Plätzchen unter diesem kuriosen eiszeitlichen Überrest aus Stein.

Pondicherry AshramVon Mahabalipuram nach Pondicherry – Ein Hauch von Cote d’Azur

Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück machen Sie sich auf den Weg nach Pondicherry, einst französische Kolonie an der Ostküste Indiens. Eine Reise nach Pondicherry  ist anders als erwartet, denn es gibt nichts indisches. Keinen Lärm, keine Menschenmassen, keine hektischen Vertreter, die nach Geschäften wetteifern, wie man es aus anderen touristischen Gebieten kennt. Hier werden Erinnerungen an Nizza geweckt, mit seinen eleganten Boutiquen, breiten Boulevards und den senffarbenen Kolonialvillen. Die Bewohner grüßen sich mit einem unbeschwerten Bonjour, Polizisten tragen das rote Képi der Gendamerie und französische Straßennamen, wie Goubert Avenue oder Rue Dumas sowie die über dem französischem Konsulat flatternde Trikolore sind Zeugnis der einstigen französische Enklave.

Sri Aurobindo Ashram

Am Nachmittag begeben Sie sich auf die Spuren von Sri Aurobindo. Er und Mira Alfassa, der „Mutter“ gründeten den Sri Aurobindo Ashram. Aurobindo lebte bereits 1910 mit einer kleinen Anzahl von Schülern in verschiedenen Häusern. Doch erst nach der Ankunft seiner spirituellen Gefährtin, der Mutter 1920 wuchs die Anzahl der Schülerinnen und Schüler. Der heutige Ashram entstand 1926, als Aurobindo sich weitestgehend zurückzog, um sich der Entwicklung seines integralen Yoga-Weges zu widmen. Er gab die Verantwortung für die Organisation und Betreuung der Gemeinschaft an seine Gefährtin Mutter ab.

Auroville

Anschließend besuchen Sie die kleine und berühmte Siedlung Auroville, welche nur 10 km von Pondicherry, inmitten einer beeindruckenden Naturlandschaft liegt. Hier leben Menschen aus aller Welt friedlich und auf ökologischer Basis in einer spirituellen Gemeinschaft zusammen. Bei der Einweihungszeremonie am 28.02.1968 nahmen Vertreter aus 124 Nationen und 23 indischen Staaten teil. Jeder dieser Vertreter brachte eine Handvoll Erde aus der Heimat mit. Diese Erde wurde in eine Urne aus weißem Marmor, in Form einer Lotusblüte gegeben, versiegelt und inmitten eines Amphitheaters platziert. Sie repräsentiert die Geburt einer Stadt, die der menschlichen Einheit und Integrität gewidmet ist.

Erkunden Sie die historisch, fast europäische anmutende Stadt zu Fuß und spüren Sie die kontrastreiche Verbindung zwischen französischer Architektur und dem Alltagsleben in Indien. Bewundern Sie die Kolonialbauten im French Quarter und die noch gut erhaltenden Wohnhäuser im traditionellen tamilischen Baustil.

Gangaikonda CholisvaramFahrt von Pondicherry nach Tanjore

Heute verlassen Sie Pondicherry und fahren weiter nach Tanjore. Auf dem Weg dorthin legen Sie einen ersten Stopp in Gangaikonda Cholapuram ein, der einstigen Chola-Hauptstadt . Hier befindet sich der riesige Tempel Gangaikonda Cholisvaram. Besonders beeindruckend ist der elegante, 60 m hohe mit wunderschönen Götterskulpturen verzierte Vimana-Turm. Neben dem Tempel befindet sich ein großes Wasserbecken, das die vom Chola-Herrscher Rajendra besiegten Könige Nordindiens mit Gangeswasser füllen mussten.  Die für eine kurze Zeit prächtige Hauptstadt eines der größten Reiche, die Südindien je erlebt hat, geriet nach dem Tod seines Königs schnell in Vergessenheit.

Kumbakonam – Die mystische Schönheit

Nach der Tempelbesichtigung geht es weiter nach Kumbakonam, eine der ältesten Städte und wichtigsten Pilgerorte in Tamil Nadu. Der Legende nach ist Kumbakonam jener Ort, an dem der außergewöhnlich wertvolle Nektartopf mit dem Trunk der Unsterblichkeit an Land gespült wurde, nachdem eine Flutwelle diesen von seinem ursprünglichen Platz, dem heiligen Berg Meru im Himalaya fortgeschwemmt hatte. Die Legende besagt weiter, das Shiva das Gefäß mit einem Pfeil zerstörte und aus den Scherben einen Lingam formte, der sich im Zentrum des  Kumbareshwara-Tempels befindet . Der Kumbareshwara Tempel  stammt aus der Zeit der Chola-Herrschaft im 12. Jahrhundert und weist alle typischen Elemente aus dieser Epoche auf. Am Eingang befinden sich die segnenden Elefanten, die jeden Besucher willkommen heißen, die imposante Eingangshalle, die umlaufenden Gänge sowie die erotischen Szenen auf dem Gopuram des Kumbareshwara-Tempels.

Nach diesen beeindruckenden Bildern fahren Sie in das ca. 40 km entfernte Tanjore und checken dort in einem Hotel ein.

Tanjore Brihadeshware Tempel - Tamil NaduBesichtigung von Tanjore und Ausflug nach Trichy

Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück erkunden Sie Tanjore. Die in den Reisfeldern des Kaveri-Deltas gelegene Stadt war vom 9. bis 11. Jahrhundert die Hauptstadt des Chola-Reiches sowie das bedeutendste mittelalterliche Königreich in Südindien.

 Brihadishvara-Tempel

Besonders Eindrucksvoll ist der Brihadishvara-Tempel aus dem 10. Jahrhundert. Er ist Gott Shiva geweiht und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Fassaden des Heiligtums zeigen Shiva in verschiedenen Gestalten sowie Reste der einstigen kunstvollen Bemalung. Über zwei beeindruckende Tempeltürme gelangt man in den Tempelhof. Der imposante Nandi Bulle, das heilige Tier Shivas, steht gegenüber vom inneren Heiligtum und wurde aus einem einzigen Fels gehauen. Er ist eine der größten Nandi-Statuen Indiens.

Atemberaubend erscheint der aus rotem Sandstein gebaute Gopuram in der Morgen- und Abenddämmerung, dann erstrahlt er in allen erdenklichen Farben.

Von Tiruchirapalli nach Trichy

Die kleine belebte Tempelstadt Trichy liegt am heiligen Kaveri Fluss. Das Stadtbild wird von dem beeindruckenden Rock Fort geprägt, das sich etwas weiter außerhalb befindet. Der majestätische Rock-Fort-Tempel thront hoch über Trichy auf einem 83 m hohen und massiven Felsvorsprung. Über 400 in den Fels gehauene Stufen führen zum dem Elefantengott Ganesha geweihten Hindu Heiligtum. Auf dem Weg dorthin liegen kleine Höhlentempel aus dem 7. Jahrhundert. Einmal oben angekommen werden Sie mit einem traumhaften Ausblick auf die Kaveri-Ebene und auf die am anderen Flussufer liegende Tempelstadt Srirangam belohnt.

Srirangam

Das kleine Städtchen Srirangam liegt auf einer kleinen, grünen Insel zwischen dem Kaveri und dessen Nebenfluss, dem Kollidam. Hier befindet sich eine der beeindruckendsten Tempelanlagen in Südindien.

Sri Ranganathaswamy

Ein absolutes Highlight ist der Sri Ranganathaswamy Tempelbezirk aus dem 14.-17. Jahrhundert. Die von den Cholas gegründete Anlage wurde von den Pandya- und Hoysala-Herrschern ausgebaut und im 14. Jahrhundert zweimal von moslemischen Truppen erobert. Der Tempelkomplex ist ein herausragendes Beispiel für die drawidische Tempelarchitektur. Beeindruckend ist der Haupttempel. Er besticht durch seine 21 Gopurams (Tortürme) und den sieben Ringmauern die das Heiligtum einrahmen sowie der imposanten 1000-Säulen Halle. Er zählt zu den größten und vollständigsten Tempeln in Indien, er ist Gott Vishnu geweiht und ein wichtiges Pilgerzentrum. Nichthindus haben keinen Zutritt zum Allerheiligsten.

Sri-Jambukeshwara-Tempel

Der gleichaltrige jedoch viel kleinere Tempel ist um ein Shiva-Lingam herum gebaut und verfügt nur über sieben Gopurams. Er steht in einer heiligen Quelle und ist Shiva, Parvati und dem Element Wasser geweiht. Am Ende der Besichtigungen machen Sie sich wieder auf den Weg nach Tanjore und verbringen dort eine weitere Nacht.

ChettinadVon Tanjore in die Chettinad-Region

Heute geht es weiter in das ländliche Tamil Nadu, nach Chettinad. Die Region von Chettinad betrieb während der britischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert einen blühenden Handel mit ganz Südostasien. Die Händler brachten es zu einem beträchtlichen Reichtum, den sie mit prachtvollen Bauwerken zur Schau stellten. In dieser Region entwickelte sich eine ganz eigene Architektur, ein Mix aus traditionellen tamilischen und europäischen Elementen. Neben den grandiosen Bauwerken hat Chettinad auch eine ausgezeichnete kulinarische Küche zu bieten, die als die Beste in Indien gilt. Bewundern Sie bei einem Spaziergang den prunkvollen Chettinad-Palast und die vielen schönen alten Herrenhäuser und spüren Sie dieses erhabene Flair, welche diese Bauwerke noch immer ausstrahlen.

Meenakshi Tempel - MaduraiVon Chettinad nach Madurai

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen Sie sich auf den Weg in die ca. 2,5 Stunden entfernt liegende Stadt Madurai. Die uralte Tempelstadt ist eine der ältesten und bedeutendsten Städte in Südindien und kann auf eine über zweitausendjährige Geschichte zurückblicken. Der ursprüngliche Name der Stadt war Madhuram – Nektarstadt. Sie erhielt diesen Namen, da Shiva einer Legende nach, bei der Gründung der Stadt diese mit Nektar überschüttet haben soll. Nach dem Bild eines Mandalas wurde Madurai in Lotusform um den zentralen Meenakshi-Tempel angelegt.

Sri-Meenakshi-Sundareshwara-Tempel

Die Hauptattraktion dieser 2500 Jahre alten Stadt ist der faszinierende Meenakshi-Tempel. Er wurde in den Jahren 1623 bis 1655 von Tirumalai Nayak erbaut und ist von hohen Mauern, mit vier Eingängen, umgeben über die sich vier gewaltige Gopurams von bis zu 49 m hoch erheben. Die Türme sind mit tausendenden von bunten Götterfiguren, Fabelwesen, Tempelwächtern, Tieren etc. verziert. Besonders Sehenswert ist die 1000-Säulen-Halle, ein monolithischer Granitpfeiler, der ebenfalls mit zahlreichen Löwen, Fabelwesen, Pferden und Göttern dekoriert ist.

Die Hauptgottheit dieses herrlichen Tempelkomplexes ist die Göttin Meenakshi. Die sogenannte Fischäugige (perfekte Augen) war Tochter eines Pandya-Königs gewesen und begehrte Shiva. Einer Legende zufolge kam Meenakshi mit drei Brüsten auf die Welt. Laut einer Prophezeiung sollte sich die überflüssige dritte Brust in Luft auflösen, sobald sie ihrem Ehemann begegnet. Sie heirate Shiva und die dritte Brust verschwand.

Der Palast von Tirumalai Nayak

Von der einstigen großen Palastanlage ist nicht viel übrig geblieben. Dennoch ist der einstige Prunk des berühmten Königs Tirumalai Nayak in den Überresten des Palastes sichtbar. Prachtvolle ausgestattete Wohnungen, Gärten, Seen und Springbrunnen befanden sich einst hier. Sehenswert ist die Audienzhalle mit einer Höhe von mehr als 20 m, die mit einer riesigen Kuppel versehen ist, sowie die Gänge um den Innenhof, die von gewaltigen 12 m hohen Säulen geschmückt werden.

Am Abend besuchen Sie den Meenakshi-Tempel und wohnen der Abendzeremonie bei, wenn Gott Shiva bei einem Festzug mit Tempelmusik zur Nacht gebettet wird. Ein Ereignis das Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Berge von Kerala - Munnar - Teeplantage - MuseumWillkommen auf der Bergstation Munnar in Kerala

Heute heißt es Abschied nehmen vom Bundesstaat Tamil Nadu. Nach dem Frühstück fahren Sie weiter in die Berge von Kerala, nach Munnar. Die kleine reizvolle Bergstation liegt auf 1.600 m Höhe, eingerahmt von kilometerweiten Tee- und Gewürzplantagen. Es ist eines der höchstgelegenen Teeanbaugebiete der Welt. Es bietet sich Ihnen ein Meer von atemberaubendem Grün und eine wunderschöne Bergkulisse.

Nach ca. 4 Stunden erreichen Sie Ihr Hotel und werden dort einchecken. Genießen Sie den restlichen Tag und unternehmen Sie doch eine kleine Wanderung durch die hügeligen Plantagen, erfreuen Sie sich an der prächtigen Vegetation und atmen Sie diese herrliche frische und klare Luft.

Munnar – Das kleine BergstädtchenBesichtigung von Munnar

Heute erkunden Sie die Umgebung von Munnar. Sie fahren nach Mattupetty und besichtigen den Mattupetty Dam sowie die Hauptattraktion von Mattupetty, den Milchviehvertrieb der Indo-Swiss Farm. Dieses Projekt ist einzigartig in seiner Art, hier werden verschiedene Rassen von Rindern gezüchtet.

Weiter geht es auf kurviger Straße, vorbei an Talsperren und schlanken Eukalyptusbäumen zum Echo Point, einem beliebten Ziel für Abenteurer. Neben dem Vergnügen seine Stimme als Wiederhall am Echo Point hören zu können lädt die atemberaubende Natur zu Trekking Touren und Spaziergängen ein und begeistert mit einem wunderschönen Ausblick auf die grünen Hügel.

Sie besuchen die malerischen Teeplantagen von Kundala und erhalten Einblicke in die Welt des Tees – vom Wachstum, handgepflückten Teeblatt, bis zur Verarbeitung und schließlich bis zum Getränk. Ihnen werden die idealen Voraussetzungen beschrieben, die für einen köstlichen Geschmack mit einzigartigem Charakter und Aroma notwendig sind. Anschließend fahren Sie wieder zurück nach Munnar in Ihr Hotel.

Von Munnar nach Thekkady

Heute verlassen Sie Munnar und setzen am frühen Morgen Ihre Reise nach Thekkady fort. Nach ca. dreieinhalb Stunden Fahrt erreichen Sie eines der faszinierenden Naturschutzgebiete Indiens – den Periyar Wildlife Sanctury. Er liegt eingebettet inmitten von grünen Regenwäldern der Kardamom Hills, auf 777 km2 an den südlichen Ausläufern der West Ghats. Es ist eines der letzten unberührten Dschungelgebiete. Eine Besonderheit ist der 26 qm2 Stausee im Herzen des Naturschutzgebietes, den die Briten 1895 anlegten.

Wo der Pfeffer wächst – Sinnliche Verführung

In Kerala dreht sich alles um Gewürze. Hier gibt es Pfefferkörner, Curry und Kardamom in Hülle und Fülle. Auf den Basaren quellen die Stände vor Ingwer und Chili über und der betörende Duft von Zimt, Vanille, Nelken und anderer exotischer Gerüche erfüllt die Luft. Bei einer geführten Tour durch die Periyar Gewürzgärten am Nachmittag, erfahren Sie Wissenswertes über die Zubereitung, Anwendung und Wirkung der begehrten Gewürze Indiens. Genießen Sie die Vielfalt und die einzigartigen Aromen von Kräutern und Pflanzen.

Kalaripayittu – Eine alte indische Kampfkunst

Nach den Eindrücken des Tages erwartet Sie am Abend noch etwas besonderes. Kalarippayittu, die über 5000 Jahre alte südindische Kampfkunst, die ihren Ursprung in Kerala hat. Der Kampfsport ist vor allem zur Selbstverteidigung gedacht und ist eine waffenlose Kunst, die jedoch nicht verbietet Stöcker, Messer, und andere Objekte einzusetzen, die dabei als reine Verlängerung des Körpers angesehen werden. Die Übungen dieser Kampfkunst hatte einen großen Einfluss auf die Entstehung von Ayurveda und Yoga.

Sie dient dem Selbstverständnis einer ganzheitlichen Lehre, bei der das eigene Körperbewusstsein und die gezielte Selbstwahrnehmung als Basis dieser Kampftechnik angesehen wird. Es werden nicht nur Kampfbewegungen und Verteidigungstechniken geschult, sondern auch das Wissen über den Körper, den Geist und die sinnliche Wahrnehmung sowie den Umgang von Heilmethoden bei Verletzungen, die während eines Kampfes entstehen können.

Historische Wurzeln hat diese Kampftechnik im Vorhaben altindischer Kriegsherren, die, um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, zwei Kalarippayat- Kämpfer gegeneinander antreten ließen, um für Ihre Herrscher einen Zweikampf auf Leben und Tod auszutragen. Kalarippayat-Krieger galten als besonders heldenhaft und waren ihren Herrschern treu ergeben. Mit beeindruckenden Kampfszenen beenden Sie den Tag.

BootstourBoots-Safari

Morgens früh um 7:00 Uhr erwartet Sie ein aufregendes Abenteuer. Sie unternehmen eine Boots-Safari auf dem Periyar Stausee. Vom Wasser aus können Sie die artenreiche Tierwelt wunderbar beobachten, z.B. Kormorane, die auf Bäumen sitzend, ihr Gefieder in der Sonne trocknen oder Elefanten, die ein erfrischendes Bad nehmen. Neben den ca. 1000 Elefanten, verschiedenen Affenarten, Sambas, Nilgiri-Thare, Leoparden etc. durchstreifen auch ca. 40 bengalische Tiger die Wälder des Peryiar Nationalparks. Mit etwas Glück bekommen Sie eine dieser faszinierenden Großkatzen zu Gesicht, ein Erlebnis das Ihre Reise zu einer ganz besonderen Sensation werden lässt.

Bamboo Rafting im Periyar Tiger Reservat

Alternativ können Naturliebhaber von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Schoß von Mutter Natur verbringen. Sie unternehmen eine Wanderung sowie eine aufregende Fahrt auf einem Bambusfloß durch die dichten Wälder des Periyar Nationalparks. In einer Gruppe von 10 Personen werden Sie von bewaffneten Wildhütern begleitet. Diese gehören den einheimischen Stammesgemeinschaften an und sind mit allen Ecken und Winkel des Dschungels vertraut.

Halten Sie Augen und Ohren offen und genießen die faszinierenden Geräusche des Waldes sowie den herrlichen Panoramablick der Hügel, die sich auf der Wasseroberfläche des Sees widerspiegeln.

Fahrt von Thekkady nach Kumarakom

Nach der Boots-Safari und einem guten Frühstück verlassen Sie Thekkady und fahren nach Kumarakom. Nach ca. 140 km und 4 Stunden Fahrt erreichen Sie den Ort. Es ist ein bezauberndes Paradies an den Ufern des berühmten Vembanad Sees, eingebettet in saftig grünen Reisfeldern, Mangrovenwäldern und Kokospalmen, durchzogen von einem grünen Labyrinth aus Lagunen, Flüssen und Kanälen der Backwaters.

Vogelparadies - Vogelschutzgebiet von KumarakomKumarakom – Das Vogelparadies am Vembanad-See

Am Vormittag entdecken Sie das Vogelschutzgebiet von Kumarakom. Das Gebiet an den Backwaters war einst Wochenendsitz und Jagdgebiet der Kolonial-Herrscher. Diese herrliche grüne Oase ist für viele Zugvögel ein bevorzugter Nist- und Überwinterungsplatz. Die großartige Artenvielfalt ist nicht nur für Ornithologen ein wahres Paradies, es fasziniert jeden Besucher. Hier kann man stundenlang den zahlreichen exotischen Eisvögeln bei ihrer halsbrecherischen Jagd nach den kleinen Fischen zusehen und dabei das unglaubliche Blau ihres leuchtenden Gefieders bewundern.

Bay Island Driftwood Museum – Das Treibholzmuseum

Anschließend besuchen Sie das Bay Island Driftwood Museum, in dem eine einzigartige Sammlung von hochwertigen Skulpturen aus Treibholz zu sehen ist, eine von sehr hohen künstlerischen Wert, die durch eine seltene, kreative und moderne Kunstform gefertigt wurde. Die Stücke aus Wurzelholz, verdrehten Baumstämmen, Stümpfen und diversen anderen Holzstücken wurden durch Wirbelstürme und andere Naturkatastrophen an die Ufer geschwemmt. Die angetriebenen Stücke wurden gereinigt, zerbröckelnde Teile entfernt, abgekratzt und zu vielen verschiedenen Formen zugeschnitten. Mit viel Liebe und Sorgfalt sind so verschiedene Tierarten entstanden, wie Reptilien, Fische, Vögel und Amphibien. Es ist faszinierend zu sehen, was die Vorstellungskraft, Originalität und Initiative zur Herstellung von nützlichen Materialien hervorbringt, die doch eigentlich als Abfall betrachtet werden.

Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können die Umgebung erkunden oder sich unter den Palmen eines Resorts entspannen.

Lagunenlandschaft - Backwater - Kerala -Venedig IndiensBackwater Romantik – Das Venedig Indiens

Heute gehen Sie an Bord eines traditionellen Hausbootes und erleben die faszinierende und tropische Schönheit der Backwaters. Das Venedig Indiens – ein zauberhaftes Paradies aus Kanälen, Lagunen, Flüssen und Seen erstreckt sich auf 1900 Quadratkilometern. Eine Bootsfahrt auf den Backwaters ist ein wirklich wunderbares und unvergessliches Erlebnis, dass Ihnen das unberührte und sonst unzugängliche ländliche Kerala, in dem Mensch und Natur im Einklang leben, näher bringt.

Einst dienten die umgebauten mit Rattan bedeckten Lastkähne als Transportmittel von Reis, Kokosnüssen und Gewürzen. In der Sprache der Einheimischen heißen die Boote Kettuvallom, was übersetzt – genähtes Boot – bedeutet. Beim Bau der Boote wurde kein einziger Nagel verwendet, sondern nur Holz und Kokosfasern, mit denen die Planken aneinander genäht und mit Cashewkernöl abgedichtet wurden.

Heute sind es exotisch schwimmende Bungalows mit allem Komfort und bieten Platz für 2 – 6 Personen.

Genießen Sie eine unvergessliche Fahrt durch die zauberhafte Lagunenlandschaft Keralas. Erleben Sie eine Oase der Ruhe und gleiten Sie auf der schimmernden Wasseroberfläche vorbei an Palmenwäldern, Reisfeldern, Kokoshainen und idyllischen Dörfern. Lassen Sie sich mit landestypischen Speisen verwöhnen und genießen Sie einen atemberaubenden Sonnenuntergang in tropischer Atmosphäre. Lassen Sie sich von den exotischen Düften in der Luft verzaubern und verbringen Sie eine traumhaft romantische Nacht auf dem Hausboot.

Mararikulam BeachFahrt von Alleppey nach Mararikulam

Nach einem reichhaltigen Frühstück an Bord verlassen Sie das Hausboot und fahren in das nicht allzu weit entfernt liegende Mararikulam. Es ist ein kleines verträumtes Fischerdorf an der Malabarküste in der die Zeit langsamer als anderswo zu laufen scheint. Mit seinen strohgedeckten Hütten, seinem traumhaften, palmengesäumten Strand , den schmalen Straßen und einem herrlichen Sonnenuntergang wirkt dieser beschauliche Flecken Erde, wie eine Ansichtskarte.

Nach der Ankunft und dem Check-In in einem Resort steht für die nächsten Tage Entspannung und Erholung auf dem Programm. Marari Beach ist der richtige Ort, um die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten. Genießen Sie die Ruhe in einer traumhaften Umgebung aus fruchtbaren Plantagen,  dem arabischen Meer und dem gelbraunen Strand. Hier können Sie lange Spaziergänge unternehmen, im Schatten eines Mangobaums die milde Meeresbrise spüren sowie die einzigartige Atmosphäre der Abgeschiedenheit genießen.

Für alle diejenigen, die Körper und Geist reinigen möchten, ist in den Monaten Juni bis August, während der Monsunzeit, bei neblig- und feuchtem Wetter, die perfekte Zeit für eine Ayurvedabehandlung. Das Klima ist zu dieser Zeit für einen Strandurlaub nicht geeignet. Für Sonnenanbeter eignen sich die Sommermonate April und Mai, wenn die Temperaturen am höchsten sind. Von September bis Dezember ist das Wetter angenehm warm.

StrandMarari Beach – Strand- und Entspannungstage

Cochin - Königin des arabischen Meeres - Chinesische FischernetzeFahrt von Mararikulam nach Cochin

Heute verlassen Sie das paradiesische Fischerdorf und machen sich auf den Weg nach Cochin, der letzten Station Ihrer Reise. Nach ca. 1 Stunde erreichen Sie Ihr Hotel und checken erst mal dort ein, bevor Sie sich auf Besichtigungstour durch die lebendige Hafenstadt begeben.

Cochin – Königin des arabischen Meeres

Wegen seiner malerischen Lage, in einem natürlichen Hafenbecken gelegen, den verschiedenen Stadtvierteln, die sich auf mehreren Halbinseln verteilen, wird Cochin auch die Königin des Arabischen Meeres genannt. Die Stadt bietet eine harmonische Mischung aus verschiedenen Kulturen. Zahlreiche Händler, Kaufleute und Herrscher aus Europa und China haben ihre Spuren hinterlassen, die sich heute noch in den Gebäuden, Traditionen, Bräuchen, dem Essen etc. widerspiegeln. Cochin ist eine der ältesten Hafenstädte Indiens. Der gewinnträchtige Handel mit den in den Kardamom-Bergen angebauten Gewürzen ließ die Stadt schon im 16. Jahrhundert zum bedeutendsten Hafen an der Malabarküste werden. Ihrer Reichtümer wegen wird sie auch Pfefferküste genannt.

Chinesische Fischernetze

Ihre Besichtigungstour beginnt in Fort Cochin, in einer der ältesten, europäischen Siedlungen Indiens. Eine besondere Attraktion sind die berühmten chinesischen Fischernetze aus dem 13. Jahrhundert, die das Nordufer von Fort Cochin säumen und wegen ihrer idyllischen Lage zwischen Meer und Altstadt das Wahrzeichen der Stadt sind. Einen besonderen Zauber erleben Sie am frühen Morgen bei den Netzen, wenn diese mit reichem Fang aus dem Wasser gezogen werden. Oder aber bei Sonnenuntergang vom Ufer oder einem Boot aus, wenn sich das imposante Gewirr von Holzstangen, Seilzügen und Netzen als schwarze Silhouette gegen den roten Feuerball abzeichnen.

Auf den Spuren des portugiesen Vasco da Gama

Im Anschluss besichtigen Sie die älteste europäische Kirche Indiens, die St. Francis Church, sowie das Grabmal des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama. Er verstarb im Jahre 1524 in Cochin und wurde hier beigesetzt. Im historischen Stadtteil Mattancherry besichtigen Sie den Dutch Palace. Der Palast ist ein schönes Beispiel für den indisch-europäischen Baustil. Weiter geht es zum Judenviertel mit der Synagoge aus dem Jahre 1567.

Die berühmten Kathakali Tänzer

Am Abend erleben Sie den Höhepunkt des heutigen Tages. Sie besuchen eine Kathakali-Tanzaufführung. Leuchtender als jeder Sonnenaufgang sind die Farben, mit denen die Kathakali-Tänzer ihre Gesichter zu beeindruckenden Masken schminken. Die aufwendigen Kostüme und Gesichter erzählen die Geschichten von Mahabharata und Ramayana. Es ist eine harmonische und beeindruckende Mischung aus Drama, Tanz und Ritual, die ausschließlich von Männern getanzt wird. Dieses lebhafte und farbintensive Schauspiel ist ein Erlebnis der besonderen Art, das Sie auf keinen Fall versäumen sollten.

Rückflug IndienAbschied von Kerala

Heute endet eine aufregende Zeit in Südindien. Mit faszinierenden Impressionen im Gepäck werden Sie zu gegebener Zeit zum Flughafen von Cochin gefahren um Ihre Heimreise anzutreten.

Mobilitätshinweis

Bitte beachten Sie: Diese Reise ist nicht in all ihren Bestandteilen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns bitte.

Hinweis:

Der Dutch-Palace in Mattacherry ist freitags geschlossen

18 Übernachtungen:

  • 1 Nacht in Chennai
  • 1 Nacht in Mahabalipuram
  • 1 Nacht in Pondicherry
  • 2 Nächte in Tanjore
  • 1 Nacht in Chettinad
  • 1 Nacht in Madurai
  • 2 Nächte in Munnar
  • 1 Nacht in Thekkady
  • 2 Nächte in Kumarakom
  • 1 Nacht auf dem Hausboot
  • 3 Nächte in Mararikulam
  • 1 Nacht in Cochin

 Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

  • Assistenz durch örtliche Mitarbeiter bei An- und Abfahrt inkl. Flughafentransfer
  • Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück
  • 1 Übernachtung  auf dem Hausboot in den Backwaters inkl. Vollpension
  • Fahrten im klimatisiertem Fahrzeug mit Privatchauffeur
  • Rundreise, Besichtigungen und sämtliche Ausflüge
  • alle Eintrittsgelder gem. Programm
  • Kathakali-Tanzvorführung in Cochin
  • örtlich, englischsprachige Reiseführer(wo verfügbar)
  • Sicherungsschein (Insolvenzversicherung)

Nicht im Reisepreis enthalten:

  • Linienflüge von /nach Indien (tagesaktuelle Preise auf Anfrage)
  • Visa Gebühren
  • Reiserücktrittskosten-, Reisekranken- und Gepäckversicherung
  • Fotografier-/Filmgebühren
  • sonstige persönlichen Ausgaben, andere Mahlzeiten, Trinkgelder, Getränke, Telefonate usw.

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Dann freue ich mich auf Ihre Anfrage. Ich berate Sie gern und ausführlich.

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